Jammern bei Mutti

Kommentar zu MMNews: Offener Brief an Merkel: zurücktreten!

Das hier Gelesene und teilweise Kommentierte ist nur ein Ausdruck für: „Mutti, Du bist aber böse gewesen!“. Mehr jedoch nicht.

So verfällt man kollektiv in Stigmatisierung, Jammern, Klagen, Beschuldigen, Kämpfen, Dagegensein und Polarisierung, im Glauben nur „vom mehr des Selben“ sei ausreichend, dass sich etwas für die Systemteilnehmer (Kläger und Beschuldigte) ändert. Und dies in einem verfallenden System. Und gerade diese Verhalten spiegeln jenes System wider, was die „Kläger“ gleichzeitig zu verlassen beabsichtigen. Es sind alles Opferverhalten!

Die Frage ist, welchen Preis ist hier jeder Einzelne zu zahlen bereit, damit es anders wird? Und im Kern ist es ganz einfach. Man mag sich nur dazu entscheiden.

„Aber die anderen müssen doch…“

Verständlich, dass man sich Sorgen macht. Ich kenne dies aus der Erinnerung, weil ich früher genauso dachte, bis ich auch dies in Frage stellte. Denn kaum jemand stellt sich die Frage, warum das alles so ist und die meisten bisher gehörten Antworten darauf gehen einfach nicht weit genug. Man dreht sich kollektiv im Kreise aus Problemen, die man mit dem selben Denken aus denen sie entstanden sind, zu lösen gedenkt.

Die Matrix im Kopf verhindert (noch) das Weiterdenken. Der Drang irgendwo dazugehören zu wollen, weil viele die gleiche Meinung und Emotionen haben, hält die Masse in selbstgeschaffener Selbsthaltung: Solange man so ist , wie die Masse das erwartet, gehört man dazu.“ Dazu bedarf es des Mutes und das ist der Weg.

Auf dem Weg in die Freiheit gibt es aber kein Mitnehmen, sondern nur ein Mitkommen und damit verbunden auch das Erkennen einer Lösung für sich selbst und die Gesellschaft.

Denn Probleme löst man nicht dort, wo sie kollektiv vereinbart sicht- und spürbar auftreten. Um die Ursachen zu erkennen, dazu gilt es die Zusammenhänge zu erkennen. Dabei lohnt es sich aus diesem globalen Schauspiel, wo die betroffenen Zuschauer Popcorn essend im Kino auf den „Bösen“ nachgrölen.

Man mag ein paar Schritte zurücktreten, um das Ganze zu sehen, statt sich wie ein Fisch nur über das dreckige Wasser zu beschweren.

Die Frage lautet: Wieviele sind an einer Lösung interessiert, die sich nicht mit bloßer Schuldzuweisung beschäftigt und zunächst das beleuchtet, was man als das „System“ bezeichnet und was zu diesem System führt und wie jeder dazu beiträgt, ohne dass es ihm selbst bewusst ist?

Ist die Bereitschaft für eine Lösung überhaupt gegeben oder klagt sich die Mehrheit nur in Richtung Klippe?

Denn solange dies nicht entschieden und verstanden ist, wird der Druck im Kessel für alle nur weiter ansteigen und irgendwann kocht das Ganze.

Jenes, worüber sich „beschwert“ wird, sind lediglich Symptome…

Und wer sich nur beschwert erleichtert sich nicht.