Kein neuer Anfang durch konventionelle Handlungsmuster

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,757855,00.html (Spiegel)

Schaut man sich die hausgemachte Misere der USA an, so rudern die Protagonisten nach wie vor in alten Gewässern gelernter Verhaltens- und Aktionsmuster. Während die einen darüber urteilen, wie „effizient“ ein System sei, dies anhand seiner „letztlichen“ Parameter, reagiert das Cor nach wie vor mit Einsparungen, in der Hoffnung irgendwann „die Kurve“ zu bekommen. Was für ein Irrtum.

Da die Mehrheit nicht gelernt hat, in dynamischen Systemen zu denken und zu handeln, laboriert man weiter fleissig an den Symptomen herum, während die eigentlichen System-Unzulänglichkeiten „unbehandelt“ bleiben. Die gleiche Situation herrscht in unserem Land.

Im Irrglauben, nur mit Wachstum allein die Probleme lösen zu wollen, die ursächlich mit dem selben Gedanken verbunden sind, erkennen die Betroffenen nicht, dass die Lösung das Problem ist.
Der Mensch lernte, Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten. Dadurch schuf er sich die Komplexität selbst!, die ihm nun zum Verhängnis wird. Und je „komplexer“ und ineffizienter eine Struktur wird, desto mehr „Wachstum“ benötigt sie, um sie aufrecht zu erhalten. Das Mehr des Selben führt jedoch nur in eine Richtung, wie die letzte Krise beweist.

Mit zunehmender Ineffizienz kommt das nächste gelernte „Lösungsmittelchen“ zum Tragen: Die „Gegenmaßnahme“ durch weitere „kraftvolle“ Investitionen und deren Finanzierung durch Kredite. Geldmittel, die aus dem Nichts geschaffen werden, ins System als Forderungen kommen, behaftet sind mit Zins und Zinseszinsen. An dieser Stelle wird systemtechnisch nochmal richtig „Kohle“ aufgelegt. Die Geschwindigkeit des Hamsterrades nimmt nochmals Fahrt an, der Betroffene, „gezwungen“ darin treten zu müssen (Klingt nach Brückenlösung für das Energieproblem Ha, ha. Anmerkung des Autors.)

Mehrheitlich zeigt man sich dann im Glauben, man könne ja sowieso nichts an der Situation ändern. So denkt man.

Diese Gedanken beschreiben den Teufelskreis, indem sich die Mehrheit bewegt, außerstande, den Teufelskreis zu verlassen; und jeder, der sich diesem Spiel nicht unterwirft oder den Versuch unternimmt, die Tretmühle kollektiv gelebtem miteinander Leidens zu verlassen, wird stigmatisiert und wegtoleriert: Man muss ja Einigkeit zeigen – auf der Fahrt mit der Titanic.

Was für ein Nonsense. Nur weil der Isomorphismus ((denken) von gleicher Gestalt) unsere Systemstrukturen wie einen Virus durchdrungen hat, heißt es noch lange nicht, dass die Klippe, der man sich euphorisch und hochbeschäftigt nähert der einzige Weg ist. Echt?

Wenn man immer nur das zulässt, was man kennt, wird man immer nur das erhalten, was man schon hat. Das Neue hingegen erkennt man daran, dass es einem frech ins Gesicht springt und sein buntes Ei auf den Tisch der Konventionen legt.

Führt ma sich diese Zahlen einmal vor Augen: Allein 9 Millionen Mitarbeiter mit Burnout verursachen jährlich ca. 6,5 Mrd Euro Kosten, schreibt „Die Welt“. Und alle beschäftigen sich fleissig mit den Symptomen, Seminaren und Workshops; letztlich außerstande, sich den wahren Ursachen widmen zu können: Weil es nie gelernt wurde.

Weltweit werden jährlich durch Systemunzulänglichkeiten pro Mitarbeiter 84 Tage (37% der Arbeitszeit) vergeudet. Die damit verbundenen Kosten liegen allein in Deutschland bei ca. 363 Md. Euro, laut der Produktivitätsstudie von Proudfoot Consulting.

Alles Symptome systemischer Engpässe.

Das Schubäus Modell kennt an dieser Stelle den anderen, jedoch wirksameren Weg. Es  versteht ein System (z.B. Unternehmen) als dynamisch vernetztes Ganzes mit seinen wechselseitigen Abhängigkeiten, deren sicht- und spürbare Unzulänglichkeiten lediglich Phänomene/Symptome systembedingt sind. Das könnte man jetzt näher ausführen, würde aber zu weit führen. Ergebnisse können auf der Webseite www.schubaeusmodell.de nachgelesen werden.

An dieser Stelle sei gesagt, dass auch das Mehr an Informationen, Ihnen, verehrter Leser, hier nicht viel weiterhelfen wird. Meine Gedanken sind lediglich Hinweise, dass es auch andere Wege gibt, die man gehen kann, wenn man sich dazu entschließt.

Was hier auch hinzukommt: Es bedarf keiner Diskussion darüber. Denn ein Mehr an Informationen führt nicht zu einem besseren Verständnis über Zusammenhänge, sondern nur zu mehr Informationen, denen sich die Mehrheit bereits heute nicht mehr stellen mag.
Was aber, wenn man einmal das Denken in dynamischen Systemen verstanden hat, auch nicht mehr notwendig ist.

Das Schubäus Modell eröffnet für die Unternehmen eine vollkommen neue Welt der Effizienz. Eine neue Normalität. Denn letztlendlich ist die Basis einer Gesellschaft die Ökonomie, deren Wirksamkeit die Zukunft der Menschen prägt. Dies im Hinblick auf globale Veränderungen, zeitgemäßer Anpassungen und neuen Herausforderungen.

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