Kinder, Kinder!

Kinder kann man getrost als „Vorboten des Wandels“ sehen, schaut man sich beispielsweise die Thematik mit den Schulanstalten an sowie die zunehmende Zahl jener, die sich mit den Lerninhalten immer weniger identifizieren.

„…und auch jene Bevormundungsanstalten, die wir verharmlosend Schule nennen, werden sich ihnen auf Dauer nicht widersetzen können.” Gabor Steingart, Handelsblatt, Nr.88

Erkennbar, dass die das alte System erhaltenden Informationen nur noch sehr eingeschränkte Wirksamkeit an den Tag legen. Hinzukommt, dass die kollektive „Programmierung“ vereinheitlichter Inhalte nur zu Konkurrenzdenken führte und das benötigte Obrigkeitshörigkeit fördert. Denn wenn alles „gleichgeschaltet“ ist, wodurch unterscheidet man sich voneinander? Hier wird das Prinzip: „Nur der Stärkere überlebt.“

Vermittlung der Lehrinhalte, verbunden mit der Bedingung, dass man nur dann „gut, lieb, brave und artig“ ist, wenn man das macht, was andere von einem erwarten. Dies offenbart, dass inhaltsfremde – besser ausgedrückt – systemverändernde Informationen oder Denkweisen mehr oder weniger „nicht gewünscht“ sind oder waren.
Und selbst dies alles hat eine Vorgeschichte, beginnend in der Familie, wo die Herrschaftsrollen verteilt werden.

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, hieß es immer. Was nichts anderes bedeutet, als: Es gibt nur einen Lehrer und Wissen fällt von „oben“. Der Vorgesetze darf in seiner Position nicht in Frage gestellt werden. Die Realität ist mittlerweile auch eine andere.

„…wie man den Vorgesetzten gehorchen muß, nicht weil sie gerechte Leute, sondern weil sie Vorgesetzte sind. Wenn es gelingt, dies verständlich zu machen und daß hierin die eigentliche Definition der Gerechtigkeit besteht, dann ist man jeder Auflehnung zuvorgekommen.” Blaise Pascal, 1623-1662, Fragment Nr. 326

Dies alles widerspricht dem natürlichen Lernprozess, wo der Mensch durch sich selbst lernt: durch beobachten, erkennen und handeln seinem eigenen Denken, fühlen und Handeln zu vertrauen. Und erst aus diesem heraus ersteht auch der sich entwickelnde Umgang mit der Vernunft (intuitiv-empathischer Mechanismus im Umgang zwischen Geben und Nehmen. All dies also ein grundlegender Aspekt für einen verantwortungsvoll sich entwickelnden Menschen.

Auf demPrinzip „vom mehr des Selben basiert die alte Wirtschaftsordnung von Adam Smith.

Im Kern ist die alte Weltordnung ein System, für das man für das falsch machen eine Belohnung bekommt, während man für das richtig machen „bestraft wird“. Belohnung und Bestrafung sind zwei Mechanismen, die aus der Vorstellung eines strafenden Gottes heraus entstanden sind.

„Gott wird Dich bestrafen!“

Es sind jedoch immer nur Menschen, die sich anschicken, über andere befinden zu wollen. Auf diese Weise entartet das System und zum Ende kommen die Leichen aus dem Keller nach oben.

Gut, dass das Ganze lediglich ein Spielfeld ist, um zu erkennen, wie es nicht geht und sich so davon schrittweise löst, indem man das Ganze schrittweise in Frage stellt.

Denn vor dem Umhandeln (also „anders“ machen) bedarf es des Umdenkens (infrage stellen der eigenen Konditionierungen).

Das familiäre Umfeld des jungen Menschen, das gelernte Wissen aus der Schule überlagern in der Regel den gesunden Menschenverstand – der Mensch funktioniert, wie ihm dass der „Vorgesetze“ abverlangt. Und dies führt zu den üblichen Machtkämpfen um Führungspositionen.

Es ist also nicht einfach damit getan, wenn man die „anderen“ dann nur ablöst. Es ist weitreichender, als sich so mancher in seiner Vorstellung glauben zu machen meint.

Und dennoch sind alle Lösungsmodelle bereits vorhanden. Die Zeit dafür ist jedoch „noch“ nicht reif.