Kommentar zu: „Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?“

Um zu wissen wohin mal will, bedarf es zu wissen, woher man kommt. Heute stolperte ich über den Beitrag vom „Trutzgauer Boten“ und kann verstehen, dass eine gewisse Ratlosigkeit herrscht. Der Grund, warum es ziemlich still geworden ist.

Sich über die sogenannten „Realitätsverweigerer“ Gedanken zu machen, trägt in sich die Frage: „Warum sie denn die Realität überhaupt verdrängen?“

Und um sie kurz und bündig zu beantworten, liegt es einfach daran, dass die schlafende Mehrheit für ihr Verhalten belohnt wird und nur entsprechender Druck, einen Willen entfalten lässt, um zumindest Widerstand zu bilden. Doch davon sind wir noch Lichtjahre entfernt.
Das regelt sich auch von ganz alleine, wenn man etwas Neues in die Wege leitet, was sich nicht auf dem stoischen Behalten von Gestrigem „gedankenakrobatisch“ bereits erschöpft hat. Das Prinzip lautet: kommen lassen.

Die mit „Reichsbürger“ oder „Nazi“ titulierten Andersdenkenden, sind im Kern nur genau einen Schritt weiter, als die Schlafenden. Denn noch hegt sich in ihnen der Wunschtraum, der Rückkehr der „guten alten Zeiten“.
Bei genauerem Hinschauen findet sich nur ein weiteres Mal mehr das „ewig Gestrige“, wie dies bereits mit einer grundsätzlichen mit „Staat“ bezeichneten Gesellschaftsform nach traditionell-konventionellen Mustern der Fall ist und über das Individuum gestülpt wird.

Der stattfindende Wandel betrifft alles und jeden auf diesem Planeten. Er findet nur statt, weil man bisher kollektiv alles daran gesetzt hat, keinen Wandel zulassen zu wollen.
Vielmehr macht es Sinn, sich in Zeiten der Ratlosigkeit über eine grundsätzliche Infragestellung des Bisherigen laute Gedanken zu machen, und wenn ich „von Gestern“ und „ewig Gestrig“ spreche, meine ich nicht die letzten hundert Jahre.

Allerdings muss ich dem Trutzgauer Beitrag widersprechen: Es ist nach wie vor eine Kinderwelt, weil die große Mehrheit in der fortgeführten Betreuung unterwegs und fremdbestimmt ist. Aus diesem Grunde macht es keinen Sinn, von dem Wunsch eines souveränen Staates sprechen zu wollen, während man 90% wieder einmal dauerhaft bei der Hand nehmen müsste, die das auch gerne so weiter haben möchte. Das kommt wohl mehr einer gelebten Realität nahe.

Sicher ist: Ein Kaiser wird sie nur dann in den Abgrund führen, wenn sie ihm bereitwillig hinterherdackeln und offen gesagt: Gilt das auch für die mit „Reichsbürger“ bezeichnete Szene. Das mag jetzt hart klingen oder nach Unfug riechen. Tritt Ratlosigkeit nicht dann erst in Erscheinung, wenn bisher Gedachtes und gemachtes zu keiner Änderung führte?

Krise herrscht dann, wenn gewohnte gedacht und getanes plötzlich nicht mehr zu dem erwarteten Ergebnis führt. Das ist der Punkt, wo weiterdenken und infragestellen einen Schritt nach vorne bedeuten.

Die genannte Ratlosigkeit etnsteht dadurch, weil etwas weit aus Größeres zu Ende geht, als nur das bisschen, was man mit „Staatlichkeit“ bezeichnen mag und konventionell-traditionelle Denk- und Verhaltensmuster zu keinem Ergebnis mehr führen.

Was die „Neue Weltordnung“ betrifft, kann ich die „Voll-Experten“ beunruhigen: Die Fema-Camps sind mit schalldichten Einzelkabinen ausgestattet, aus denen man auch die Luft absaugen kann. Waterboarding gibt es von Montags bis Freitags nach Terminvereinbarung. Was die Versorgung angeht, gibt es jeden Tag Pizza. Die passt unter dem Türschlitz durch.

An dieser Stelle der Hinweis, sich endlich(!!!) mal mit den eigenen Konditionierungen auseinanderzusetzen. Denn hier beginnt das Kaisertum. Denn nicht nur die Führer im Außen, sondern auch die Opfer, führen sich stets selbst an den Abgrund.

Und um es ganz trocken auszudrücken: „Man bekommt immer das, was man sich nimmt“ oder „man erntet stets, was man gesät hat.“

Klar. Im Konzept der gewohnten und gesellschaftlich tolerierten Verdrängung sind ja stets andere daran Schuld und für die Situation verantwortlich. Das das ist ein kollektiv gelernter Irrglaube. Umdenken und Selbstreflektion macht mehr Sinn, was mit einem: „Ich bin unschuldig und die anderen sind schuldig, natürlich nicht getan ist.“

Besagtes Chaos wird nur dann entstehen, weil mehrheitlich selbstauferlegte und fremdbestimmt-belohnte Unwissenheit herrscht, weil nicht weit genug gedacht werden mag. Das Gefühl sagt mir, dass dies nicht der Fall sein wird. Es wird jedoch alles einfach weitergehen, weil sich kaum jemand mit seinen Konditionierungen beschäftigt, die das System selbst(!) erzeugen.

Die gelernte „Objektivität“ zur Welt ist eine vom „Ich“ erfundene Illusion, um sich aus dem natürlichen Lernprozess und der damit verbundenen Verantwortlichkeit für sein Handeln „herausmogeln“ zu wollen. Deshalb ist die schönste erdachte Theorie auch nur Theorie und Praxis ist einfach nur Praxis. Und deshalb wird es beim tun recht schnell ruhig – mitreden hingegen, wollen dabei alle gern.

Deshalb lauten die Fragen: „Was ist man selbst bereit zu tun?“ Und: „Wofür will man selbst(!) die Verantwortung übernehmen?“

Jemand, der sich nicht verändern will, wird einen anderen selbst nichts davon erzählen, da er sich ja dann auch verändern müsste. So hält man sich dann kollektiv unten, weil keiner das „Arschloch“ alleine seine mag, was die Klippen am Ende herunterspringt. Das hat also schon was Fanatisches an sich.

Organisieren ist in der Tat ein wichtiger Aspekt, der in der Regel an einem Element scheitert: fehlende oder falsche Prioritäten. (Auf der anderen Seite hat es nichts mit Organisation zu tun, jemandem anderen zu sagen, was er tun soll. Ich bin da ganz entspannt und sage frei von der Leber weg: Organisieren ist etwas ganz anderes und hat auch nichts mit gewohnten Machtstrukturen zu tun. Die braucht in der Regel das kleine „Ich“, was sich sonst selbst vor Augen führen müsste, was es eigentlich mit den eigenen Händen kann.)

Von „falscher Priorität“ zu sprechen liegt einfach daran, dass man sich im Glauben bewegt, die geistige Aufgabe mit einer Staatsgründung oder deren Erhaltung bereits abgefrühstückt wäre.

Man muss da in der Tat global denken, was nichts mit der gewohnten Bedeutung dieses Begriffes zu tun hat. Länder und Grenzen machen keinen Halt vor globalen Veränderungsprozessen.
Selbst eine Gemeinde hat in der Form, wie sie in der Szene „gefordert“ wird, in der neuen Zeit keine Bedeutung. Denn würde sich wieder nur eine wertschöpfungsfreie Struktur bilden, die sich dann an die Ökonomie anzuheften gedenkt. Aus diesem Grunde kann man sich alle „Staatsattraktionen“ getrost ersparen. Es ist nicht weit genug gedacht!

Darüber hinaus kann ich jeden beunruhigen, dass es kein „von unten nach oben“ mehr geben wird. Denn das wäre nur die Form der Hierarchie, die mit der zu Ende gehenden alten Weltordnung zunehmend an Bedeutung verlieren wird. An dieser Stelle der Hinweis an die „NWO-Phobiotiker“: Versklavung geschieht nur in einer Hierarchie.
Die Hierarchie entsteht durch die Bedingung, die in der Regel durch die Mutter dem Kinde implementiert wird: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“ Alle weiterführenden Programmierungen des Individuums sind dann auf Unterwerfung und später belohnte Unterwerfung getrimmt. Versklavung beruht auf dem Vorhandensein entsprechender, eigener Verhaltensmuster.

„Wer sich wie ein Sklave benimmt, darf sich nicht wundern, wenn er wie einer behandelt wird.“

Du kannst dich jetzt aufregen. Am Ende wirst du doch darüber nachdenken.

Verstärkt wird dieses Verhalten durch die Bestrafung für das Äußeren von das System (Familie, Gemeinschaft, Gruppe, Gemeinde, Land, Staat) verändernden Informationen. Daraus entwickelt sich das Verhalten der Verdrängung, damit verbundener Feindbildprojektion und Suche nach Schuldigen und Verantwortlichen für die eigenen Lebensumstände.

Da die meisten mit einem gut ausgebauten Verdrängungskonzept unterwegs sind, macht es wenig Sinn, dass diese über Neues nachdenken, solange ihnen diese Programmierung „mental im Wege steht“.

Ist nun verständlich, warum Ratlosigkeit herrscht? Es geht an die eigenen Programmierungen und nicht „woanders“.

Die Hierarchie, als Organisationsform der alten Weltordnung wird vom „Ich“ erzeugt. In einer gleichgeschalteten Gruppe entsteht daraus ein „Meta-Ich“ mit denselben Eigenschaften, wie das Einzel-Ich.

Dass man sich kollektiv zur Unvernunft herangezogen hat, damit weiter ein Betreuer über die Unvernünftigen wacht oder man sich diese „Vorgesetzen“ wählt, ist einer der Dreh- und Angelpunkte der alten Ordnung.

Solange man andere als Vorgesetze wählt, erzeugt man die alte Ordnung!

Zur alten Ordnung gehören: die Konventionen, das Rechts- und das Geldsystem.

Sicher mag es ein Reich der Liebe sein, doch gilt es dazu erst einmal sich selbst anzunehmen. Denn auch die Liebe im Außen, ist nur von künstlicher Art und Weise, weil sie unter dem Aspekt der Fremdbestimmung agiert – genauso wie Fremdvertrauen, Fremdwertgefühl und Fremdbewusstsein.

Wer an dieser Stelle „Misstrauen“ hegt sei beunruhigt: Es ist nur ein Projektion seines eigenen, mangelnden Selbstvertrauens, was durch die gewohnte Fremdbestimmung bisher nicht entwickeln durfte – besser: konnte.

Von da an kann man über das Organisieren nachdenken.

Man braucht auch niemanden zu überzeugen, sondern man muss nur sein Ding machen – im Sinne der Gemeinschaft.

Interessant, dass diese Zeilen keinerlei gesetzliche Grundlagen benötigen, um sie in die Realität zu tragen. Denn im Kern findet es im Individuum statt.

P.S. Frieden ist kein Vertrag auf einem Stück Papier, sondern ein Vertrag mit sich selbst.

Unsprünglicher Beitrag: Trutzgauer Bote

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