Kurzkommentare zum gestrigen Tage

Bin gestern durchs Netz gesurft und habe dabei den einen oder anderen Beitrag aufgefangen, zu dem mir spontan ein paar Gedanken in den Sinn gekommen sind.

Meinungsfreiheit, die eingeschränkt wird
Okay. Eine Meinung, die öffentlich nicht (mehr) zu sehen ist, kann man natürlich nicht mehr wahrnehmen und durch die Vielfalt, fällt es nicht auf, wenn das eine oder andere gar nicht mehr vorhanden ist.

Worin begründet sich eine Einschränkung? Und welchen Inhalt hatte sie?

Wenn bei Facebook „Meinungen“ verschwinden oder Profile gesperrt werden, liegt das wohl daran, dass Facebook kein(!) offener Raum ist, sondern unter dem Aspekt der Nutzungsvereinbarung stattfindet.

Wer also seine Meinung eingeschränkt sieht, tut gut daran, eine eigene Domain und einen eigenen Blog zu betreiben. Dies in seinem offiziellen Namen und am besten mit Foto.

Warum manchmal eine Meinung „eingeschränkt“ wird?

Wenn man das Gestrige dazu nutzt, um es in seiner Bedeutung und zur Entwicklung von etwas Neuem in Anwendung bringt, also es als eine Art Brückenpfeiler sieht, mag das Alte oder auch „ewig Gestrige“ eine gute Grundlage sein.
Nicht jedoch, wenn es immer nur im Sinne der Aufwärmung, als Vorwurf und zur Beschuldigung anderer verwendet.

Die Sinnhaftigkeit von Patriotismus
Da tauchte ein Video im Netz auf, in dem sich der Autor Gedanken über den Sinn des Patriotismus macht und dies auch sehr anschaulich darlegt – zumindest im Sinne der alten Weltordnung.
Sicher kann man Patriotismus begründen. Jedoch fußt seine Existenz auch nur auf künstlich geschaffenen Gebilden. Denn was sind Länder überhaupt? Völkerrecht… auch nur vom Menschen künstlich geschaffen, um zu „teilen und zu herrschen.“

Woher kommt „teilen und herrschen“? Vom „Ich“ des Einzelnen, (sich) abgrenzen und über das Abgegrenzte herrschen zu wollen. Ein Konzept mit begrenzter Lebensdauer. Eroberung ist dabei der Akt, die eigenen Denk- und Verhaltenmuster anderen oktroyieren zu wollen – weil man ja gegenüber „anderen“ Misstrauen hat, sie könnten dies noch vorher tun. Das Misstrauen ist dabei auch nur eine Projektion des eigenen mangelnden Selbstvertrauens, welches wiederum aus der fortgeführten Fremdbestimmung herrührt, die ihre Anfangsbedingung zwischen Mutter und Kind findet: „Du bist solange gut, solange mir dies gefällt.“

Herrschen ist ein Verhaltensmuster des konditionierten „Ichs“ an sich. Es erhebt sich über andere, damit es seine eigenen Denk- und Verhaltensmuster gewährleistet sieht. Veränderung ist für das konventionell-traditionelle „Ich“ ein Greuel und sein Zeichen ist, die Ablehnung von es verändernden Informationen. Das nennt man auch Verdrängung.

Eine natürliche Zugehörigkeit des Menschen ergibt sich durch Kultur und Sprache und die muss man auch nicht schützen. Denn es reicht aus, wenn man sich zusammenfindet und austauscht. Nur das „Ich“ sieht sich in Gefahr, während der Mensch der Meinung ist, er sei das „Ich“ und das „Ich“ ihm in diesen Glauben lässt.

Schützen will sich immer nur das „Ich“, welches sich an sich selbst, also seine Konditionierungen gewöhnt hat und an diesen festzuhalten gedenkt. Aus diesem Grunde beginnt die Unterteilung bereits bei der individuellen Meinungsbildung. Ein Feind ist im einfachsten Fall jemand, der nur eine andere Meinung hat und so ausgegrenzt wird.

„Was sind Sie für ein Landsmann?“ „Hört man das nicht?“

Die Welt, die Länder und deren weitere Unterteilung, bis zum privaten Grundstück, bis zum sogenannten „Eigentum“, sind lediglich künstlicher Natur und beruhen auf den Konditionierungen des Ichs (wollen, bekommen, kriegen, sichern, schützen, bewahren, verteidigen und abgrenzen) in Verbindung mit Kultur und Sprache.

„Gib jedem sein Reich, solange er sich dem darüber unterwirft.“

Mehrheitliche Konditionierungen sind solange betreuenswürdig, wie es der Einzelne selbst(!) unterlässt, seine Konditionierungen diesbezüglich zu hinterfragen.

Wir verlassen jedoch die alte Weltordnung, die sich aus diesen Verhaltensmustern erzeugt. Der Ängstliche hingegen, der seinem eigenen „Ich“ auf den Leim geht, sieht natürlich „woanders“ seine selbstgeschaffenen Feinde und die sagenumwobenen, für alles verantwortlichen Schuldigen. Nebenher gesagt, haben sich bisherige „Partrioten“ durch Besitzstandssicherung, dessen Verteidigung und vorschicken von unbewusstem Kanonenfutter ausgezeichnet. Das nennt man auch: sich vor den Karren spannen lassen.

Der liebe Negativzins
Im klassischen Bankgeschäft wird bei einem Kredit aus dem Nichts eine Zahl geschaffen, die als Sichteinlage(!) auf dem Girokonto erscheint. Der mit dem Dar-Lehen verbundene Zins wird dabei niemals mitgeschafft und der Dar-Lehensnehmer ist durch seine Wertschöpfungsfähigkeit verpflichtet, diese zusätzlichen „Zinsen“ zu erwirtschaften. Der Zins ist hierbei Symbol und Vertragsgegenstand eines Lehensverhältnisses.

Tritt nun der Negativzins in Erscheinung, ist dies nur für jene eine Strafe, weil auch sie gewohnt sind „ihr Geld für sich arbeiten zu lassen“. Der gewohnte Zins ist also eine kollektiv vereinbarte, gegenseitige Ausbeutung durch Teilnahme am Zins.

Im eigentlichen Sinne ist der Negativzins die Befreiung des Menschen aus der gesellschaftlich vereinbarten, gegenseitigen Selbstausbeutung.

Guck’ ma’ hier das Gesetz
Auf mehrheitliche Gesetzestraktate gehe ich mittlerweile nicht mehr ein. Dies mit dem Hinweis, dass es um überpositives Recht geht, was alles überlagert, während sich der Mensch nur künstliche Konstrukte schuf, um sich so über die natürliche Ordnung erheben zu wollen – besser: von ihr abwenden zu wollen.

Ein Hinweis dazu liefert Blaise Pascal. Und ich weise ebenfalls darauf hin, dass das Übliche: „Ja, aber die anderen…“ keine Geige spielt. Nur das eigene „Ich“ versucht sich gegen Veränderung zu verteidigen und verweist dabei auf „die anderen“. Was so manche Situation betrifft: Man erntet stets, das was man gesät hat.

Für alle Rechtsakteure: Es macht wirklich Sinn, über die gewohnten konventionellen Grenzen hinaus zu denken. Rache und Vergeltung gehören zu den ältesten Konzepten, um eine natürliche Selbstregulierung durch eine künstliche – selbst in die Hand genommene – überlagern zu wollen.

„Ich schick‘ Dir meinen großen Bruder, du Sau!“

Zwiebelkommunikation
Nicht nur dass eine große Zahl von Blogs sehr fleißig ihre Beiträge veröffentlicht, wäre es passabel, wenn so etwas wie eine Kommunikation über die Kommentarfunktion oder eine E-Mail stattfinden könnte.
So werden auch Gedanken veröffentlicht, wo sich die Autoren hinter nicht erreichbaren E-Mailadressen oder deaktivierten Sozial-Profilen zu verbergen versuchen. Sicher mag jeder das so handhaben, wie es ihm geeignet erscheint.

Den Gedanken, den ich damit verbinde beruht darauf, dass es nicht ausreicht, nur genug Probleme in den Raum zu posten, wenn kein Feedback dabei gewünscht ist, was auf eine Sicherung und Beibehaltung der jeweiligen Denk- und Verhaltensmuster zurückzuführen ist. Das wiederum entspricht dem Wesen der alten Ordnung und des sie erzeugenden „Ichs“.

Die Angst vor der Neuen Weltordnung ist lediglich eine Sache des „Ichs“, was sich an den gewohnten Denk- und Verhaltensmustern festzuhalten versucht. Und damit verbunden auch die Erscheinung der Feindbildprojektion, womit die Feinde als solche erst erzeugt werden, um sich selbst nicht verändern zu wollen.

„Wir stehen alle hinter dir… wenn die Kugeln kommen.“

Das würde auch erklären, warum Tiere auch Menschen angreifen, weil diese sich über das Verhalten des Menschen nicht bewusst sind und instinktiv auf ihn reagieren, während er auf das Tier ein Feindbild projiziert.

Was die „Neue Weltordnung“ betrifft: Man kann die vom klassisch konditionierten „Ich“ mit seinen Selbstversklavungskonditionierungen nicht weiter steigern. Ratsam ist es, über die entsprechenden „Opferverhalten“ mal nachzudenken.

„Wer sich wie ein Sklave benimmt, wird wie einer behandelt.“

Souveränität basiert somit nicht auf einem gesellschaftlich vereinbarten, gesetzlichen Akt verteilt nach dem„Gießkannen-Prinzip“, sondern geht vom Inneren des Individuums und seiner Entschlusskraft aus.
Souveränität lässt sich zudem nicht vortäuschen, bedarf keiner Massenbildung, um so „Souveränität“ zu repräsentieren. Sie ist ein Wesenszug, der erfühlbar ist – einfach ist. Sie ist ein Nebenprodukt eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses des „Ichs“ des Menschen und ein Phänomen, was sich außerhalb der alten Ordnung ansiedelt.

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