Lernen, Verhalten, Leben und warum Anpassung kein kollektives Kopieren ist und was weiß ich

Lernen ist in der Regel der Prozess einem sinnvoll erscheinende Informationen zu verarbeiten – mit dem Ziel, sich an stattfindende Veränderungen anpassen zu wollen/können/sollen.
Je kuscheliger man es sich in seiner Welt gemacht hat, desto träger ist man, desto höher der notwendige Druck – ob es nun der eigene oder der von außen ist.

Klassisches Lernen und damit verbundene Institutionen stellen aus dieser Sicht nur den Weg der Erkenntnis dar – dahingehend, dass dessen Methoden wie auch Wirksamkeit des bisher Gelernten (zunehmend) fraglich sind.

Bei genauerer Betrachtung wurde die Mehrheit vom eigentlichen Lernprozess des Lebens weggeführt, bzw. hat sich selbst dazu entschlossen, diesen Weg künstlicher Welten mit künstlichen Prinzipien (im (Irr)Glauben einer Systemkontrolle) zu beschreiten.

Klassisches Lernen beinhaltet den Versuch, eine nahezu isomorphe (von gleicher Gestalt) Masse zu entwickeln, die unbewusst mit dem Gelernten ein System erschaffen und erhalten (wollen), das ihnen nur einseitig oberflächliche Freude und materialistischer Befriedung bei zunehmend geistiger Ablenkung und Scheinvorankommen ermöglicht.

„Du bist nur dann gut, wenn du so bist, wie wir das wollen.“
Das lässt jeder jeden in der Regel auf mehr oder weniger subtile Art erspüren, da es das System erhaltende Verhaltensmuster darstellt. Der Grund, warum die Masse sich selbst „hinterherdackelt“ und mehrheitlich nur das gehört werden will, was konventionell anerkannt ist.

Es handelt sich hierbei jedoch nicht in einem geschlossenen Kreisprozess, sondern nach unten gerichteter, gesellschaftlicher Verfall.

Heraustreten kann man aus dieser kollektiven Selbsthaltung nur, wenn man den Mut besitzt und dieser Haltung entsagt.

Das sich in der Auflösung befindende System dient dazu dies zu erkennen, indem es uns genau dies spiegelt. Und dabei gleichzeitig den gesellschaftlichen Gürtel „von selbst“ immer enger schnallt. Die schlafende Masse bewegt sich dadurch in einem sich immer schneller drehenden Hamsterrad.

Dies wird im Kern durch zwei Prozesse erreicht: zunehmende (selbstgeschaffene) Komplexität (geschaffene Baustellen zur Selbstbeschäftigung, darauf basiert das Geschäftsmodell) sowie das Geldsystem mit seinem Zinseszins (Gier von der Gier, bei dazu notwendigem Wachstum).

Das Geldsystem stellt nur einen weiteren Spiegel der Gesellschaft dar: Geld, geschaffen aus dem Nichts, als Schuld und eine Gesellschaft als Opfer ihrer eigenen, selbst verordneten inneren Leere.

An dieser Stelle bemerkend, dass es nicht nur jene sind, die dies „von oben“ auszuführen scheinen, sondern auch jene, die sie dazu „beauftragt“ haben – die große Masse selbst.

„Du musst das so schreiben, dass es „jeder“ versteht…“
Das höre ich des Öfteren – und ist… ein Trugschluss. Denn an jener Aussage kann man die eigentliche Denke der Mahner erkennen: Gebratene Tauben, die in den Mund fliegen – am besten so, dass man es gleich überall kopieren kann.

Ich selbst hatte früher nur Dreien, Vieren und Fünfen in Deutsch – ein prima Ansporn für alle Kritiker.

Abdeguggt – „Setzen! Sechs!“
Souveränität ist ein Seinszustand aus dem Einzelnen heraus und keine Massenimpfung nach dem Gießkannen-Prinzip. Auch hat es nichts mit Herumkrakeelen und lauthalsem sich Hervortun gemein.

Souveränität gibt es auch nicht bei irgendeiner Behörde auf Antrag oder zum Kopieren im Internet. Selbst dann nicht, wenn noch so viele davon überzeugt sind, es sei der Weg.

Die Sache mit dem Pudding…
Wie gesagt, das Rechtsystem liefert lediglich Hinweise/Erkenntnisse zum Weiterdenken und keine Lösungen. Es ist eine Täuschung und die Täuschung ist ein Instrument der Macht. Und um Macht geht es im eigentlichen Sinne nur im alten System. Macht braucht Opfer, die ihre Täter erwählen.

An dieser Stelle besteht die berechtigte Frage, warum jene dem Recht so verflochten sind. Und wenn man dies im selben Moment beantwortet, worum es eigentlich geht, verflüchtigen sich jene, die noch im alten System auf ihre „Befreier“ warten oder sich zum Befreien erkoren haben/ließen.

„Mensch! Sei endlich Souverän!“
Helfersyndrom trifft auf Opferverhalten. Im Kern wenig sinnvoll, wenn es um Entwicklung geht und das kombiniert mit: „Weil ich das so mache, musst du das auch so machen, sonst gehörst du nicht zu uns.“ So manches Schuld- und Mitleids- und Anerkennungsempfinden, was man sich selbst verwehrt schwingt im Handeln damit.

„Schaf ist man, wenn man sich wie ein Schaf verhält.“

Alles Verhaltensmuster, die das alte System widerspiegeln, mit „Souveränität nichts gemeinsam haben und mit kollektiver (Selbst)Täuschung zu tun haben.

Den eigentlichen Weg geht man letztlich für sich.

„Ich bin zwölf – Und wie alt bist du?“
Als mein Sohn zwölf war, kam er auf mich zu und fragte: „Du Papa? Du hast doch gerade diese Avocado gekauft.“ „Ja.“ „Und jetzt willst du sie anpflanzen.“ „Ja.“ „Und wenn du sie angepflanzt hast, willst du doch sicher auch ernten?“ „Ja, klar.“ „Papa, das hast du prima gemacht.“
„Papa?“ „Ja.“ „Das ist wiederum auch schlecht.“ „Warum?“ „Der Mann, der dir die Avocado verkauft hat, kann kein Geschäft mehr mit dir machen.“

Lernen ist ein Prozess des Selbsterkennens und folgt nicht nach dem Prinzip des „Nürnberger Trichters“ und „wohlgeformter Info-Häppchen“, die einer Masse „hör-genehm“ sind.

Das gilt auch für noch so formschöne Fragen, um auf Antworten zu hoffen, um sich selbst die Zeit sparen zu wollen und evtl. mögliche Irrwege zu vermeiden.

Manchen die sich dessen bewusst sind, ist es wenigstens etwas wert, die Zeit des anderen irgendwie auszugleichen.

Massebildner 2.0 – kurze Programmbeschreibung
Jahrelang glaubte sich jeder in der Individualität, das System (im Kopf der Systemteilnehmer) gaukelte es ihm vor. Dafür gab es ja auch immer eine „Belohnung“.

Nun, wo Individualität gefragt ist, will man Masse bilden – sogar das wesentliche Element der Neuen Zeit in der öffentlichen Diskussion verbannen – die Souveränität.

Wenn die Lösung wegen mangelnder Anpassungsfähigkeit (noch) nicht erkannt wird – drum sei gelassen und verständnisvoll
So manche Äußerung und Einstellung erinnert mich an jenen Moment, als jemand das Feuer entdeckt hatte. Und während er bereits beim warmen Feuer saß, stand die Mehrheit daneben und heulte herum, dass sie immer noch frieren müsse, mit der Einstellung, dass man nur so „zusammenarbeiten“ könne.

„Willst du nicht (m)ein Opfer sein, so schlag’ ich dir den Schädel ein.“

„Wir müssen Masse bilden!“ oder „Alle sind sowieso gleich!“ sind oder „Wissen ist nur eine Illusion.“

Es sind eher Ausdrücke von Verständnis-, Macht- und Hilflosigkeit auf der Suche nach Gleichgesinnten. Ich sehe derartige Verhalten sehr kritisch.

Warum das in jenem Video mit dem kleinen Punkt und der Masse klappt? Warum die Masse immer die Masse ist?

„Du bist nur dann gut, wenn du so bist, wie wir das wollen.“ Das ist die gesellschaftliche Selbsthaltung.

„Mit dem Wissen was man hat, wird man stets nur das erreichen, was man schon hat.“

Das Recht muss es sein
Wer sich bei seinen Argumentationen ständig auf das Recht bezieht, verwirft nach wie vor den Gedanken, dass es nur eine Täuschung ist und die Täuschung ein Werkzeug der Macht. Somit dreht er sich selbst im Kreise aus Argumentation und Gegenwehr. Und zur späteren „Umsetzung“ verbleibt nur die Anwendung von Gewalt. Und ist somit Denken und Handeln des alten Systems – Lichtjahre entfernt vom Wesentlichen.

Jene Akteure halten das System, was sie gleichzeitig abschaffen wollen mit ihren Verhaltensmustern selbst am Laufen.

Das Rechtssystem liefert lediglich nur Hinweise zum Weiterdenken und ist das Tor aus der alten Matrix – die kleine Öffnung – wenn man erkennt, worum es wirklich geht und wenn den Schlüssel zum Aufschließen erkennt.

Und dazu mag man sich langsam mal von allen alten Denkweisen verabschieden.

Letztlich kann man keinem etwas vorwerfen, da jeder nur so handeln konnte, wie er gelerntes Wissen mit sich trug.