Maßnahmensymbolik

Noch immer wird Menschen wegen geringen Geldbeträgen Haft angedroht oder jene in Haft genommen. Als wir gestern den Film „Cloud Atlas“ schauten, welcher Aufwand dort betrieben wird, um der Freiheitsbestrebung Einhalt bieten zu wollen, bekommen die vielen OWis eine vollkommen neue Bedeutung. Es sind mehr und mehr verzweifelte Bemühungen das Unaufhaltsame aufhalten zu wollen.

„Der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, um euch auf die Probe zu stellen, und ihr werdet in Bedrängnis sein, zehn Tage lang. Sei treu bis in den Tod; dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer siegt, dem kann der zweite Tod nichts anhaben.“ Offenbarung 2,8

Sie drohen, geben sich gewalttätig. Doch im Kern schieben sie das nur an, was sie gleichzeitig zu verhindern suchen. Die Befreiung des Menschen und seiner Unverantwortung.

Drum wähle stets die Freiheit. Nur daran wächst du. Denn sie ist die neue Zeit. Alles andere regelt sich bereits von selbst.

Wer jedoch auf Rache und Vergeltung drängt, sei es noch in so süßen Worten formuliert, wird letztlich nur sich selbst schaden.

Warum es sich „selbst“ regelt? Weil das „Ganze“ sich bisher stets selbst geregelt hat.

Selbst die wesentlichen Lösungsmuster (Lösungswege) liegen bereits vor. Und warum merkt man nichts davon?
Das liegt wohl noch daran, dass überall „woanders“ auf eine Lösung gewartet wird, man so noch immer in den Fängen alter Konditionierungen ver(wohn)verhaftet ist, statt selbst über sich hinaus zu wachsen.

Ein Phänomen bedingter Gruppen- und Gesellschaftszugehörigkeit, verbunden mit der Konditionierung monokausaler Problembehandlung, -beschäftigung und -kaschierung.

Alle Rechtsungelegenheiten und damit verbundene Aktionismen (auch „rechtliche Gegenmaßnahmen“) sind lediglich als Hinweise und Signale zu bewerten, um über die Systemthematik an sich in einer konsequenten Infragestellung sich zusammen zu finden.

Hierbei ist die Illusion einer gewohnt mehrheitlich „geltenden“ Meinung ebenfalls in Frage zu stellen, da es sich hier auch um ein Phänomen altgesellschaftlicher Konventionen (vereinbart-kollektive Selbsthaltung) handelt.

Man klammert sich dann lieber an gemeinsam Vereinbartes, was man ja überall gespiegelt vorfindet, kommuniziert und kennt.

Doch der vereinbarte Nenner ist dieses Mal nicht die Lösungsebene, bei jener Aufgabe, mit der wir es nicht nur als Deutschsprechende zu tun haben.

Der Wandel läuft auf der Prinzipebene ab und die sicht- und spürbar wahrgenommenen Sachverhalte sind lediglich Auswirkungen, denen man sich wie ein Don Quichotte ins Zeug legt (beklagt, bejammert, bekämpft, bedemonstriert, dem Fußen auf Konventionen, Werkzeugen und Methoden der alten Weltordnung).

Erst dann, wenn man dies erkannt und angenommen hat, ist man für einvernehmliche Lösungsmuster offen. Denn diese existieren stets auf einer Ebene hinter mehrheitlich vereinbarten Lösungen. Ich sage jetzt nicht über, obwohl dies besser wäre, denn es geht darum „über“ sich hinauszuwachsen.

„Mit dem Wissen, was Du kennst, bekommst Du nur das, was Du schon hast. Das Grundprinzip dahinter: Man bekommt das, was man sich nimmt – geprägt von den eigenen Verhaltensmustern.“

Lediglich etwas abzulehnen, genügt dabei nicht, was ein sichtliches Zeichen für konditionierten Widerstand gegen dazulernen und anpassen an stattfindende Veränderung bedeutet. Sollte es sich letztlich doch bewahrheiten?

„Verhaltensmuster ändern sich nie. Sie sterben immer nur aus.“

Zeit zum Weiterdenken? Die Spannung steigt automatisch. Man muss nur zuschauen. Leid und Ungemach sind dabei nur Phänomene, die man sich selbst auferlegt. Oder wo sonst kann man dies empfinden, als bei sich selbst?

Und die fortgeschrittene Technik beharrlichen Ignorierens funktioniert auch nur eine Weile. (*Augen rollender Smiley*)

Warum ich das alles schreiben kann, weil man erst in der Stille in sich wächst. Denn wir haben es mit einem natürlichen Lernprozess zu tun, der mit der Entscheidung des Zulassens bereits beginnt.