Mit Geldmitteln allein, lassen sich die Probleme nicht lösen

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,770592,00.html (Spiegel)

„Wenn man versucht ein kaputtes Fass durch Einfüllen von Wasser reparieren zu wollen, darf man sich nicht wundern, wenn einem irgendwann das Wasser bis zum Hals steht.“

Wir haben es mit einem Strukturwandel zu tun. Dies, weil die Mehrheit der Länder in keiner Weise an den globalen Markt- und Wettbewerbsanforderungen ausgerichtet sind und noch immer versucht wird, Überdauertes erhalten zu wollen.

Die blanke Angst macht sich breit (An dieser Stelle muss gesagt werden, dass die Meinung über Angst falsch gelernt wurde. Sie ist nur ein Signal unserer Verhaltensmuster, dass bei ihrem Auftreten lediglich Informationen zu einer bestimmten Situation fehlen).

Weil der Mensch lernte, Probleme überall „lösen“ zu wollen, wo sie sensuell in Erscheinung treten, schuf er sich selbst! die Komplexität und Ineffizienzen in den Systemen, die ihm dienlich sein sollten. Anfänglich funktionelle Strukturen degenerierten über die Zeit zu altersschwachen Pflegefällen.
Ursächlich in der repetitiv gelernten Annahme, der Mensch habe es mit scheinbar unabhängig voneinander existierenden Problemen zu tun.

Die Ökonomie ist das Fundament einer Gesellschaft, wie wir sie heute vorfinden. Die Kernaufgabe einer Ökonomie: Gewährleistung der Lebensgrundlagen auf Basis (normalerweise) sinnvollen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen.
Jetzt wird auch klar, warum alle weiterhin mit Bauchschmerzen herumlaufen, wenn Probleme weiterhin auf Basis konventioneller Denk- und Verhaltensmuster „gelöst“ werden.

Man kann niemandem einen Vorwurf machen, denn es wurde nie anders gelernt.

Erst mit Verständnis und praxisorientierter Gestaltungsfähigkeit von dynamischen Systemen (dynamisch vernetzte Beziehungsmuster) und ihren wechselseitigen Abhängigkeiten, kybernetischen, symbiotischen, synergetischen und kausalen Wirkprinzipien, gelingt es uns, die selbstgeschaffene Komplexität und einhergehende Ineffizienz schrittweise wieder aufheben. Doch dazu bedarf es gestandener Macher. Und die fehlen noch.

Denn mit dem Erkennen der Gesamtsystem-Zusammenhänge wird auch dann klar, dass man sich die ganze Zeit mit Symptomen beschäftigt hat. Löst man dann die Ursachen auf, lösen sich die wahrgenommenen „Probleme“ von selbst auf.

Klassische Politik kann weder geeignete Rahmenbedingungen schaffen und die Probleme, mit denen wir uns tagtäglich auseinandersetzen, nicht lösen.

Denn mehrheitliches Wissen, Denken und Handeln führt zu keinem wirksamen Ergebnis, schafft erst die Probleme, von denen man sich gleichzeitig „kämpferisch“ trennen möchte.

Nur durch schrittweise Aufhebung der Komplexität in unseren System werden wir von der „alten Normalität“ zu einer „neuen Normalität“ finden.

Dazu braucht es „lediglich“ geeigneter Ausbildungsmuster und praxisorientierter Macher „vor Ort“.

Allein die 363 Mrd. Euro, die jedes Jahr in Deutschland für prozesstechnische Unzulänglichkeiten und „Spielereien“ in den Unternehmensstrukturen vergeudet werden (Proudfoot Consulting, Produktivitätsstudie 2005), könnten dadurch auf nahezu Null reduziert werden.

Was benötigt wird, sind wirksame ökonomische Strukturen, ausgerichtet an globalen Markt- und Wettbewerbsanforderungen. Alles andere regelt sich dann von selbst.

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