Momentaufnahme – Der Tod im Leben

Der Tod erscheint uns in der Regel als ein Tor, und wenn es durchschritten ist, gibt es kein Zurück mehr. Zumindest haben wir es konventionell so gelernt.

Der geistige Tod hingegen hat zunächst wenig mit der materiellen Welt zu tun, vielmehr durchschreiten wir ein geistiges Portal. Jener erlebbare Moment, wo Erkanntes seine Bedeutung wie von Geisterhand verändert. Wir gelangen so zu einer anderen Sichtweise auf die Dinge, die uns bisher begegneten, uns begegnen,  uns berühren – im Kontext eines größeren Ganzen.

Das ist er eigentliche Wandel.

Erkanntes und Erinnerungen, auf die wir nun wiederum zurückblicken können und so zu einem anderen Verständnis darüber im Jetzt gelangen – vergebend und loslassend.
Loslassend bedeutet, den Bezug zu Vergangenem jederzeit zu verändern, wenn wir uns dazu entscheiden und uns im Kontext stattfindender Entwicklung und Veränderung wahrnehmen.

Diese fortschreitende Sichtweise können wir dadurch verändern, indem wir uns für den Sinn in einer erlebenden und erlebten Situation öffnen und nicht im gewohnten Polarisieren und Ablehnung des insgesamt Wahrgenommenen uns insgesamt vorenthalten (ignorieren, urteilen, polarisieren &c.). Auf diese Weise beginnen wir uns im Fühlen, Denken und Handeln im Kreise zu drehen.

Was wir gerade fühlen, denken und wie wir handeln ist stets richtig – erkenntnisrichtig, ist wohl der bessere Begriff, denn er beschreibt einen dynamisch sich entwickelnden Wandel- und Erkenntnisprozess.

Das Wahrgenommene zu verdammen oder sich dem Sinn zu öffnen, obliegt lediglich der Entscheidung – als kleinste Veränderung, auf die Sicht der Dinge und der Anpassung an Veränderung.

Man mag dies alles als Philosophie abtun, jedoch basiert Wahrgenommenes, das Denken, das Fühlen und das Handeln auch auf einer Philosophie, die sich als Konventionen im Täglichen ausdrücken und zu jenen erlebten Situationen führen. Prinzipien, die es nun in Frage zu stellen gilt.