„Wir müssen Masse bilden!“ – ein beliebter Gassenhauer

Eine Floskel, die über so manche Lippen kommt. Was steckt wirklich dahinter?

Aus eigener Erfahrung zurückliegender Vergangenheit, beschlich mich zu Beginn meines Wandels eine Unsicherheit und das erste Mal im Leben hatte ich das Gefühl trotz Menschen um mich herum, vollkommen alleine zu sein.
Ich war plötzlich mit etwas konfrontiert, was ich selbst nicht erkennen konnte. Das machte mir Angst und ich begann mich damit zu beschäftigen. Als ich erkannte, dass sich etwas (in meiner Wahrnehmung) veränderte, schien der erste sinnvolle Gedanke zu sein, die anderen mit aufklären zu wollen und dies geschah natürlich emotional überfrachtet.

Es nutzt nichts, sich auf diese Weise in einer Masse finden zu wollen, die genau diese Verhaltensmuster in sich trägt. Denn zu Beginn sind es drei weiße Häschen, die Angst vorm bösen Wolf haben und am Schluß sind es viele weiße Häschen – die Angst vorm bösen Wolf haben.

Hinzukommt, dass Angst (im Eigentlichen das Gefühl der Unsicherheit) die Ursache für mehrheitlich kokelnde Aggression und Gewaltbereitschaft aus Gründen verdrängende Machtlosigkeit ist.
Nichts hat mehr zerstörerisches Potential als eine Masse Unbewusster, die nur ihrer Angst und Unwissenheit frönt – gleichzeitig alles ablehnend, was nicht ihren gelernten und konditionierten Interessen entspricht.

Wenn man erkennt, dass sich alles offensichtlich in der Auflösung befindet, kann man sich getrost seinen persönlichen Aufgaben widmen und sich Ruhe gönnen.

Man muss gar nichts…