Muss sich was ändern? Freilich!

„Merkel muss weg“ – war bis vor kurzem das Paradebeispiel gesellschaftlich tolerierter Verdrängung.

Im Kern wird sich viel zu sehr mit der Auswahl „gerechter“ Darsteller beschäftigt und die Ungerechten vorab schon mal „vermaledeit“.

Die Aufklärerszene, die sich bis vor längerem noch als „Alternative Medien“ bezeichnete, hat sich bereits damit abgefunden, nur andere Problemstellungen zu beklagen.

Selbst wenn diese „realer“ erscheinen, unterscheiden sie sich lediglich von den dargebotenen Inhalten. Es wird nur das gebracht, was die üblichen Gemüter erregt.

Man hat sich unbewusst damit abgefunden, Teil des Systems zu sein – selbst dann, wenn man diesen Gedanken weiter zu ignorieren versucht.

Die Tage des Aufbäumens scheinen vorüber, da die irrige Vorstellung herrschte, dass die vereinbarten Überschriften weit genug gedacht gewesen seien – weil kaum jemanden auffiel, dass man eine Besetzung nicht gegen eine andere austauschen kann, sondern nur die Wahrheit frei macht.

Doch was als „Wahrheit“ definiert worden war, war im Grunde keine, denn war sie nur von gewohnten Vorstellungen durchdrungen, es genüge, dass andere „schuld“ seien.
Nicht, dass dies jetzt als „falsch“ zu werten sei, es wurden einfach nicht die richtigen Fragen gestellt und nur allzu bereitwillig auf „patriotische“ Mehrheiten gehofft. Dabei geht die „Befreiungsnummer“ über das Gewohnte hinaus.

In einem Prozess natürlicher Entwicklung, also nicht durch das einfache Ablesen und Kopieren bereits vorhandener Meinungen, Sichtweisen und deren Anhäufung, entpuppte sich (zumindest für mich) bereits in 2012, dass die Nummer eine andere ist.
Da es den gewohnten Denk- und Themenrahmen überwand, interessierte es im Grunde kaum jemanden.

Und obwohl Zusammenarbeit vorhanden war, erlangte das Thema „grundsätzlich fehlender Verantwortung“ kaum Bedeutung. Viel zu sehr war man damit beschäftigt, ja „kämpfen“ zu müssen und man wolle den „Gegner“ zur Verantwortung zwingen. Welch‘ eine Idiotie.

Um es so auszudrücken: Es gibt keine für sich abgeschlossenen Themenrahmen, die gegen fremde Einflüsse zu verteidigen sind und losgelöst vom Rest existieren, wie dies in den über einhundert sogenannten „Reichsbürger-Gruppen“ der Fall war.

Denn auf diese Art fraß es einfach nur Energie. Vielleicht wird ein anderer fragen: „Ja, wie willst du es denn anders machen?“ „In dem Thema gar nicht, weil die Überschrift keinen Bestand hat und nur dafür sorgt, dass man „gemeinsam“ in einer Vorstellung vor sich hindarbt.“

Warum ich das sage? Weil ich mir die Gruppen, ihre Argumente und Beweggründe angeschaut habe, prinzipiell waren sie von gleicher Natur und unterschieden sich nur in ihren Inhalten.
Was prinzipiell an ihnen gleich war und sogar mit dem Aktuellen konform geht, war die allseits gewohnte, dem Leben abgewandte konservative Haltung.

Letztlich stritt man mit der BRD nur darüber, welches Gestern das bessere sei und diese Haltung sorgte insgesamt dafür, dass beide dem Leben abgewandte Vorstellungen sind – wie jeder andere Staat, der im Grunde genommen nur eine Betreuungsanstalt sich für vernünftig haltende Unvernünftige darstellt.

Und solange wird auch das Gut für die unmündigen Unvernünftigen verwaltet, und das nennt sich „Treuhandverwaltung“.

„…Doch haben die Besatzungsmächte treuhänderisch die Aufgabe des handlungsunfähigen Deutschen Reichs wahrgenommen, also ist ihr Handeln dem deutschen Souverän zuzurechnen. Folgerichtig haben die Siegermächte stets betont, die „Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus“ sei eine rein deutsche Angelegenheit…“ FAZ, 26. August 2013, Nr. 197

Hier geht es auch nicht um den üblichen Nazikack, sondern um die Überwindung gewohnter Denk- und Verhaltensmuster, die derartige Systemstrukturen erzeugen.

Wer nun der Meinung ist, es genüge nur auf ein „Deutsches Reich“ zu warten, gibt sich genauso der Hoffnung hin, an einer Klagemauer auf den Erlöser warten zu wollen.

Personifizierung (im Grunde genommen das Rollenspiel) und Fiktion (Erschaffung geistiger Gebilde), die durch künstliche Regelwerke (Bedingungen, Gesetze und Verordnungen) untermauert werden sollen.

Der Glaube etwas zu besitzen oder sein Eigen zu nennen führt auch zur Existenz der Verlustangst und damit verbundener Haltung vor einem Nehmen bewahren und sichern zu wollen.
Aus der Nummer kommt man nur heraus, indem man die Vorstellung von Besitz und Eigentum aufgibt und damit einhergehend auch die Grundlage der Macht selbst, der man sich durch Eigentum und Besitz unterwirft.

Wer nun meint, dass die anderen erst „weg“ müssten, damit er Frieden (also nur Ruhe vor den anderen) hat, tut gut daran, seine Haltung zu hinterfragen. Und darum geht es bei der ganzen Sache.

„Wer nimmt, dem sei genommen. Jedoch wer gibt, dem sei gegeben.“

Das mag alles sehr abstrakt und philosophisch klingen, was es in der Tat ist, wirkt Philosophie in jedem Handeln mit. Denn auch der Mensch der alten Ordnung zeichnet sich durch ein Sein aus: ein wenig über sich selbst bewusst sein.

„Selbst. Bewusst. Sein.“

Dass der Mensch damit Schwierigkeiten hat, diese Gedanken annehmen zu wollen, liegt im Grunde daran, dass er sich ständig in einer Art Kriegsgebiet mit sich und seinem Umfeld befindet, überall „Gegner“ und „Feinde“ zu erblicken meint, wo mehr oder weniger nur Waffenstillstand herrscht.

„Eine Angriffshandlung ist die gegen die Souveränität, die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit der Charta der Vereinten Nationen unvereinbare Anwendung von Waffengewalt durch einen Staat.“ §13 VstGB Abs. 3

Während ein Staat nach außen „souverän“ sein soll, ist er in der Regel als Hierarchie organisiert, was nichts anderes als die übliche Vormundschaft, Fremdbestimmung Betreuungseinrichtung ist – ein „so tun, als ob“.

Das Territorium ist dabei nichts anderes als eine symbolische Besetzung und geistige Abgrenzung von Boden – im Grunde genommen also nur die übliche Märchenstunde.

Der Prozess der Infragestellung (was netterweise „Inquisition“ heißt) beruht darauf, das Bestehende zu hinterfragen – ohne die bewusste oder unbewusste Absicht, das Eigene davon auszugrenzen.
Diese Ausgrenzung findet in der Regel nur statt, weil man sich über das Gelernte definiert, weil man damit „Geld verdient“ und „geschützt“ werden muss.

Dieses Phänomen ist mir bei den Vertretern der Disziplinen Recht, Philosophie, Psychologie, Politik und Theologie aufgefallen.
In dem Moment, wo ihre Disziplin bedeutungsinhaltlich zur Debatte stand, trat Schweigen oder es wurde sich dann gerechtfertigt und nicht selten eine Litanei von Zitaten von Vorbildern genannt.

„Wissen Sie, was Sie da in der Psychologie machen, ist lediglich klassische Schulmedizin.“ „Ja, aber wir haben große Kongresse und bekannte Namen.“ Sinngemäßer Dialog mit einem Psychologen

Im Recht besteht nicht die Rechtfertigung darin, dass ja die anderen…

„Wissen Sie, warum Sie in der Funktion als Polizeibediensteter existieren?“ „Nein.“ „Weil Sie vorgeschickt werden, die Auswirkungen gesellschaftlich tolerierter Unvernunft oberflächlich zu behandeln.“ „Stimmt. Da haben Sie recht. Und ich gehe davon aus, dass dies noch lange der Fall sein wird.“ Dialog mit einem Polizeibediensteten Anfang 2107

„Was bedeutet Ihrer Meinung nach „der gefallene Engel“ in Bezug zu aktuellen Zeitgeschehen?“ Frage aus einer E-Mail an einen Bischof (Es kam keine Antwort.)

Es wird sich zu wenig mit dem System selbst auseinandergesetzt. Dieses gilt es in Frage zu stellen. Die Darsteller sind dabei nur gewohnte Ablenkung und funktionieren als Darsteller nur, weil der Fokus ihrer klagenden Beobachter anerzogen auf „schmal“ gestellt ist.
Doch wie will man diese Ablenkung erkennen, wenn Frust, Wut, Zorn und die Vorstellung „kämpfen“ zu müssen, Denken und Weitsicht behindern?

Indem man sich damit auseinandersetzt, dass Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut nicht verteidigt werden müssen, weil sie nur Teil der kollektiven Illusion sind, mit der man eben dieses Kollektiv steuert.

Der gewohnte Denker wird dies abtun, und sich lieber innerhalb des Systems der alten Ordnung bewegen, die ihm Vorteile und Annehmlichkeiten beschert – zumindest solange, wie kein vom Menschen gemachtes Gesetz geändert wird, siehe: Grundsteuer.

Der Grund, warum es sinnvoller ist, sich in Richtung Naturgesetze zu bewegen, wo nicht die Regel gilt, dass „der Stärkere gewinnt“ (was nur eine Formulierung aus gewohntem munde entspringen kann), ist die Vernunft und Gewissen des Menschen selbst, die er zu entwickeln hat, will er den ganzen Zinnober logisch hinter sich lassen und nicht einfach nur verdrängen.

Was das Thema „Nehmen, besitzen und verteidigen“ betrifft, sei gesagt, dass es im bedingungslosen Geben und bedingungslosem Empfangen kein Nehmen gibt, also die Verlustangst unberechtigt ist.
Am Nehmen sieht man ganz deutlich die künstliche Überlagerung des Natürlichen (des Geschenks), und so verabschieden sich beide, die ihren dadurch geschaffenen Konflikt über „mein“ und „dein“ auszutragen glauben.

Statt das Ganze zu betrachten, klammert sich der gewohnte Mensch nur das Ding, das Einzelne und erfährt so die Erinnerung an den eigenen, inneren Mangel.
Es ist jene Handlung, die ihm verrät, ob er dem Leben zu oder abgewandt ist. Doch darüber vorzudenken, wird ihm durch den Kampf (eines von vielen Verdrängungsmechanismen) verwehrt.

Das Einzige, was in einem solchen Zustand an Denken „übrig“ bleibt, ist die Unterscheidung zwischen „Meinungsfreund“ oder „Meinungsfeind“.
Deshalb sucht er auch gerne die Masse auf – in der Vorstellung, Mehrheit sei ein Garant für Richtigkeit.

Der Mensch grenzt sich ab, um so das „Richtige“ zu schützen – durch Verdrängungsmechanismen.

Trennungshandlungen sind dabei die beliebteste Beschäftigung, verbunden mit der Erfindung von Feinbildern, um weiter mit jenen anerzogenen (geistig vererbten) Verhalten herumdackeln zu können, welche das System verkörpern und mit dessen Symptomen (sicht- und spürbar wahrgenommene Probleme im Außen) sich sich der Mensch dann gewohnt oberflächlich „dagegen“ zur Wehr setzt.

Der gewohnte Mensch bewegt sich in einem endlichen, sich selbst aufzehrenden System, was durch eine winzige Verdrehung (Bedingung beim Geben und Empfangen durch das Nehmen und Festhalten) gekennzeichnet ist, wo Krieg Frieden, Freiheit Sklaverei und Unwissenheit Stärke sind.
Orwell hat nicht etwa eine zukünftige, sondern eine ihm bereits real begegnende Welt beschrieben – von ihm lediglich überspitzt und überzeichnet wiedergegeben.

Auch die Überzeichnung, wie sie vom Prinzip in der Bibel und im Kino vorherrscht, ist dazu gedacht, dass der Mensch nur das wahrnimmt, was seinem Irren entspricht: „Unter-Haltung“ statt Entwicklung. Durch die sinnlich-materielle Ablenkung ist die abstrakte Symbolebene überlagert – beides stets vorhanden.

Meinungsvielfalt beleuchtet
Sicher mag jede Meinung ihre Relevanz haben. Doch was nutzt sie, wenn man sie nur als eine Ansammlung fortlaufender Unsäglichkeiten betrachtet, wo es darum geht, welches nun der ultimative Beweis der Beweise ist – innerhalb der gewohnten Fiktion.

Mengenmäßige Sammlerleidenschaft allein reicht zudem nicht aus, wenn die Gestaltung durch fehlende Handlungsmuster ausbleibt oder sich in der Äußerung erschöpft: „Das Deutsche Reich sei nicht untergegangen“ – wenn es lediglich ein Glaubensgebilde nicht klerikaler Gläubiger ist – wie alle anderen.

„Reorganisation“ endet meist mit der Verteilung von Titeln und Pöstchen, wo nur darauf gewartet wird, als „freundlicher Parasit aus der Nachbarschaft“ seinem zukünftigen „Wirt“ begegnen zu wollen.

Ach, die vielen Probleme
Das nichts anderes als Probleme gesehen wird, liegt an der Programmierung, mit denen die gewohnt denkenden Systemteilnehmer herumlaufen. Im Wort „Herausforderung“ steckt hingegen (Selbst)Entwicklungspotential.
Aus diesem Grund wird auch gerne weggeschaut, denn: „Wer will sich schon mit Problemen beschäftigen“ und „fürs Vordenken wird man ja nicht bezahlt“.

Solange keine Beziehungen zwischen wahrgenommenem Symptomen (was als „Problem“ deklariert wird) und Ursachen (die nicht nicht das wahrgenommene Problem ist) hergestellt und diese Zusammenhänge nicht erkannt werden, bewegt sich der Mensch nur innerhalb gewohnter „Verdrängungslösungen“ – während die geschaffene Struktur in der der Mensch unterwegs ist immer komplexer wird, und er sich am Ende damit und darin abschafft.

Doch was kann der Mensch schon tun? Er muss ja arbeiten und Geld verdienen. Erkannt, dass bereits zusammengearbeitet wird und auf welche Weise?

Erkannt, dass es wenig nutzt „Reichskanzler“ sein zu wollen, was vom üblichen Rollenspiel „Räuber und Gen-Darm“ nicht wirklich unterscheidet, und was die wirkliche Nummer ist, die hier gespielt(!) wird?

System, System! Ich hör‘ immer nur System!
Und wenn mal von „System“ gesprochen wird, dann in der Regel in einem „falschen“ Bedeutungszusammenhang, denn die BRD ist nicht das System. Sie ist nur eine Einrichtung innerhalb des Systems.
Das trifft im Übrigen auf jeden Staat auf diesem Planeten zu. Ungeachtet, dass völkisch jeweils an eine Fiktion mit ihren gewählten heilbringenden Vorgesetzten geglaubt wird, verbunden mit einer tollen Zeit auf dem Komfortsofa – alles ideologisch und rechtlich untermauert, natürlich. Gelebtes Gestern im Sinne der Fortführung von Fremdbestimmung und Betreuung.

„Wer nicht meiner Meinung ist, der arbeitet sicher beim Bundesnachrichtendienst.“

„Fairtrade, verdreht.“

Betreuung für Fortgeschrittene
Die Schaffung von Personen, die in Staaten verwaltet (in der Regel freizügig betreut) werden, während man den Menschen im Glauben lässt Mensch und Person seien ein und dasselbe. Das sich verwalten lassen, wird natürlich belohnt und man hat einen Job, für den man Geld bekommt.
Das alternativlose Komfortsofa ist jedoch merklich am bröckeln.

Zwar wird gern über die steigenden Lasten geklagt, jedoch gemeint, ja nicht anders zu können. Dies, weil der Mensch ja arbeiten und Geld verdienen „muss“ und hofft, durch die Wahl anderer Vorgesetzter, dass diese endlich mal „gerecht“ seien.
Gerecht in der Regel dahin, dass man noch mehr Geld, Eigentum, Besitz, Hab und Gut sein Eigen nennen kann oder dass anderen, die zu viel haben, etwas davon weggenommen wird.

„Wer nimmt, dem sei genommen. Jedoch wer gibt, dem sei gegeben.“

Im Grunde genommen ist Geld und davon abgeleitete Begriffe nur ein niederer Beweggrund, als Werkzeug des Glaubens, welches der menschlichen Entwicklung diametral gegenüber steht.

An dieser Stelle offenbaren sich auch die Grenzgänger des Systems, deren geäußerte Vorstellung in der Regel von „Neuem“ sprechen, jedoch an Geld (in der Art und weise, wie es zu ihnen kommt und wie sie bereit sind es zu geben), Eigentum, Besitz, Hab und Gut festzuhalten gedenken.

Die verwendeten Begriffe Eigentum, Besitz, Hab und Gut sind nur vereinbarte Erfindungen, um damit die danach „funktionierenden“ Akteure unter Kontrolle zu halten. Und wer aufmuckt, wird schnell an einen möglichen Verlust erinnert.

Was passiert, wenn man schon „etwas im Leben erreicht“ hat und merkt, dass hier grundsätzlich was nicht stimmt? Mit dem Blick auf das Erreichte, fällt der Mut in der Regel eher dünn aus, während mit Klagen, Jammern und sich beschweren wenigstens die passenden Ventilfunktionen recht schnell gefunden sind. Weil Klagen sich jedoch „abnutzt“, sucht man sich Mitstreiter. Die kollektive Form des Klagens nennt man Demonstrieren.

„Wir müssen Masse bilden“, sagte mal ein Kollege. „Ja. Zuerst sind es drei weiße Häschen, die angst vorm bösen Wolf haben und dann sind es zwanzig… weiße Häschen, die Angst vorm bösen Wolf haben.“

Der Vorteil in der Masse ist, dass genug andere für die eigene Sache geopfert werden können.

Dabei fehlt den „Experten“ lediglich die Ausrichtung nach dem Leben selbst. Dazu bedarf es natürlich auch zu erkennen, wie die „Luftnummer“ läuft, in(!) der die Mehrheit eingebettet ist und sich dadurch bereits täuscht, sie wüssten bereits alles Notwendige, um wirksam vorgehen zu können.

Das schließt zum einen die irrige Vorstellung von Gerechtigkeit und „gerechten“ Vorgesetzten mit ein und dass die Aufgabe darin besteht, nur die „Schuldigen“ (Feindbild) zu finden, sie zu bestrafen oder sie zumindest der Lüge bezichtigen zu können, und damit ist der geistige Auftrag auch schon erfüllt.

Es muss anders werden, während es so bleiben soll
Tatsächlich ist es so, dass der belohnte Sklave der Gegner der Freiheit ist. Das will jedoch kaum jemand hören, da er sich bereits mit einer vorgekauten Vorstellung von Freiheit begnügt, die sich durch Schutz, Angst, Sicherheit seines so immer kleiner werdenden und betreuungswürdigen Lebens zum Ausdruck bringt und auf diese Weise auch seine „Betreuer“ auf den Plan ruft.

Klein, weil er sich selbst vom Leben abgewandt hat, weil es alle so machen, dies ja auch noch belohnt wird und demnach „richtig“ sein muss.
Doch davon weiß er in der Regel nichts, weil es vereinbart nichts anderes gibt, als das was man sehen und anfassen und notfalls beklagen kann.

„Der Mensch macht sich durch Verschiebung der Verantwortung SELBST zum Sklaven und schafft sich so seine Herren, die ihm sagen, was er zu tun hat.“

Das gekränkte „Ich“ was sein Eigentum verloren hat, klagt und greint und erhofft sich auf einen Zeitpunkt der Vergeltung. Das macht es auch blind für Alternativen, weil es meint, ihm gehöre etwas und alles andere, was dieser Meinung nicht entspricht, wird schlichtweg abgelehnt.

„Die Macht um die wir kämpfen müssen, ist nicht die Macht über Dinge, sondern die Macht über Menschen.“ 1984, Hörspiel, George Orwell

So mancher meint, es seinen ja recht „schöne“ Philosophien. Doch genau darum geht es: Umdenken fängt in dem Kopf an. Wer meint dass andere an seiner Lage „schuld“ seien, dreht sich nur im Kreise.
Zum Glück gibt es ja noch genug Polit-Darsteller, die man nur allzu gern für die ganzen Unsäglichkeiten zur Verantwortung ziehen möchte.

Auf diese Weise ist sichergestellt, dass sich an der Geisteshaltung nichts ändert, wenn ab und zu etwas für den Mob inszeniert wird.

„Da weiß man, was man hasst.“

So wird sich auf der einen Seite mit den üblichen Symptomen des Systems politisch auseinandergesetzt, während auf der anderen Seite dafür die Steuern bezahlt werden sollen. Eine endliche Glanzvorstellung.

„Es gibt keine gerechten Vorgesetzten!“

Was das System selbst betrifft: Es wird in der Regel nur versucht, die Symptome kaschieren zu wollen und nicht die wesentliche Ursache: die gesellschaftlich tolerierte Unvernunft, die gerne vom angesprochenen Einzelnen als „Vernunft“ verkauft wird.

„Wissen Sie warum die Vögel pfeifen? Weil ihren Text vergessen haben.“

Wer sich auf Arbeiten und Geld verdienen reduziert, darf sich nicht wundern, wenn er so zum manipulierbaren und gefügigen Opfer wird.

Darüber hinaus ist so manchem Experten nicht klar, dass das, was ihm als Ungerechtigkeit erscheint, nicht einfach anderen vorzuwerfen hat, sondern sich daranmacht, Gerechtigkeit besser und vor allem sichtbar selbst vorzuleben.

Dazu ist es erst einmal notwendig zu wissen, wo besagte „Gerechtigkeit“ angesiedelt ist: „Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit. Gewissen ist zu spüren, was rechtens ist.“

Wie damit verbundene Praxis aussieht, setzt voraus wofür man zu geben bereit ist: Im Sinne der Erhaltung des Bisherigen oder im Sinne des Wandels und der Entwicklung.

Der gewohnte Denker wird Vernunft, Gerechtigkeit Frieden und Freiheit hingegen nur bei anderen einfordern wollen – ebenso wie die Menschenrechte, wobei  der erste Artikel den Menschen selbst betrifft und sich davon alles andere ableitet. Der Rest ist für Personen.

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ Artikel 1, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Einen Menschen kann man auch nicht diskriminieren, da die Würde des Menschen unantastbar(!) ist. Und da sie unantastbar ist, braucht man sie auch nicht zu schützen. Was da in der Regel „gekränkt“ ist, ist nur das „Ich“.

Instinktiv weiß die Mehrheit, dass die meisten Konzepte zu nichts führen, die sich auf der Beibehaltung bisheriger Grundlagen stützen. Der Grund, warum es auch so „ruhig“ ist und sich nur noch mit beklagen und beschreiben von stattgefundenem beschäftigt oder das Vorgestern sehnsüchtig „hervorgehofft“ wird.

Da lässt man doch lieber die wenigen Themen, die den Menschen selbst betreffen, durch eine „Mehrheit“ gestützt tolerant wegignorieren – als Zeichen dafür, dass am Alten festgehalten wird und der „Bums“ am Ende entsprechend ausfällt.
Denn kommen Aufgaben auch gerne verstärkt zurück und so wird aus anfänglichem Unmut im Nachgang eine waschechte Panik, gepaart mit dem üblichen (Streu)Aktionismus.

So wird sich lieber mit „wichtigen“ Themen beschäftigt, ob der Kaiser seinen Bart ein oder zweimal die Woche stutzen ließ, ob der Coiffeur Links- oder Rechtshänder war, wie und ob der dafür entlohnt wurde und ob bei einem Prager Fenstersturz vorher noch Kaffee getrunken wurde und ob die Magd beim Servieren ein Höschen an hatte – oder nicht.
Das hat alles nichts mit Denken zu tun, sondern ist nur ein Sammeln, Erzählen und Aufsagen. Denn zu sehr sind die meisten an das Lauschen von Märchen und Erzählungen gewöhnt.
Sammeln von Informationen, ohne sich daraus ergebende Handlungen und durch Infragestellung abzuleiten, führt in der Regel zu nichts außer „kluger“ Beschäftigung.

Auf der anderen Seite geht es auch nicht um einzelne Darsteller, sondern um das System an sich, in(!) dem sich – auch die Aufklärergilde – noch fleißig bewegt.

Nur gegen etwas zu sein oder sich fleißig beschweren, reichen definitiv nicht aus.

Das mag am Anfang vielleicht mal ehen, weil man es gewohnt ist, doch mittlerweile sollte durchgedrungen sein – auch aus den Erfahrungen anderer Aufklärer – dass Klagen und Jammern nichts nutzen und die Energie irgendwann verpufft ist, die man besser mal in die Überwindung gewohnter Denk- und Verhaltensmuster gesteckt hätte.

„Wer sich beschwert, erleichtert sich nicht.“

Denn so verkommt alles zu einer gewohnten Vorstellung von Revolution, wo am Ende nur die „Köpfe“ ausgetauscht werden würden und das System selbst unhinterfragt bleibt.

Aus „Bundeskanzlern“ sollten dann „Reichskanzler“, aus „ungerechten“ Vorgesetzten werden „gerechte“ Vorgesetzte werden.
Tauschen und Täuschen haben im Übrigen den selben Wortstamm.

Die Vorstellung, man müsse erst mal genug Leute „auf die Straße bekommen“, ist dabei die übliche Vorstellung, die in keiner Weise weit genug gedacht ist. Wie gesagt, man kann die Energie auf Widerstand, also Verdrängung lenken oder auf Entwicklung.

„Denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Schon gar nicht, wenn unter „Entwicklung“ das Wiederholung des Vorgestern verstanden wird.

„Heute gibt es ‚adliges‘ Essen.“ „Wie, adlig?“ „Ja, ‚von gestern‘.“

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