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http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,779568,00.html (Spiegel)

Üblicherweise würde man jetzt fragen, wie lange man hier in Deutschland noch warten möchte. Unsere Systeme haben eine derartige Komplexität angenommen, welche bereits bei kleinsten Unzulänglichkeiten ins Wanken geraten.

Dabei ist die Lösung ganz einfach. Was wir national und international benötigen, sind wirksame ökonomische Strukturen. Warum?

In Zeiten des globalen Wandels lösen sich die vorhandenen Systemstrukturen Schritt für Schritt auf und es bedarf lediglich ihrer zeitgemäßen Anpassung. Doch hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Zwar will jeder, dass es besser wird, doch kaum jemand ist bereit über den eigenen Schatten zu springen und wirklich eine Veränderung zuzulassen. Obwohl die Mehrheit der Menschen Veränderung will, ist es nur ein Scheinargument – denn das eigene Erreichte basiert auch auf dem System, von dem man sich kollektiv verabschieden möchte.

Doch all das wird nicht die Tatsache vom Tisch fegen, dass der Zeitpunkt kommt, der Leidensdruck so hoch ist, dass man sich zum Loslassen von Gewohntem und Liebgewonnenem verabschiedet.

Wir haben es weltweit mit einem globalen Strukturwandel zu tun. Zeit, die neuen Wege zu gehen. Es sollte nicht darin enden, dass Gewalt und Haß die Straßen beherrschen, was aus vieler Münder seit geraumer Zeit zu hören ist.

Mit altem Denken ist die Gestaltung nicht zu vollziehen. Gelernte Verhaltensmuster wie mehr Geldmittel (und somit mehr Schulden), mehr Druck (und Gegendruck), mehr Energie (und damit verbundene Unzulänglichkeiten) sind keine Lösung, um die überfrachteten Strukturen aufrecht zu erhalten.

Es bedarf einer schrittweisen Entflechtung und Auflösung der Komplexität, damit wir zu einer neuen Normalität zurückkehren. Dazu ist ein für die Mehrheit ungewohntes Denken notwendig, welches Aufschluss über die Zusammenhänge und wechselseitigen Abhängigkeiten gibt und somit auch den Blick für die eigentlichen Systemunzulänglichkeiten eröffnet.

Doch nicht jeder ist in der Lage dies zu verstehen, wuchs er in der gelernten Vorstellung auf, er habe es mit einer Welt einzelner Dinge und scheinbar unabhängig voneinander existierender Probleme zu tun – und so richtet er sein Handeln auch aus: Das beharrliche Kämpfen an allen Fronten. Und dieses Verhaltensmuster betrifft ca. 99% der Menschen.

Da wundert es nicht, wenn die einen sich mit den wahrgenommenen Problemen auseinandersetzen, während die anderen Ihren Akteuren freudig zujubelt.

In Wirklichkeit haben wir es mit einer kollektiv gelernten und tolerierten Verschiebung von Verantwortung zu tun – im Irrglauben, man könne sich ihrer geschickt entledigen.

Es benötigt also zweier Entscheidungen: Übernahme von Verantwortung wie auch die Bereitschaft, die Systemstrukturen den globalen Veränderungen anzupassen, die sich seit einiger Zeit drch die sich rasch verschiebenden Markt- und Wettbewerbsanforderungen hervortun.

Die Mehrheit der Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler, Berater,  behandelnder Experten, Informatiker und Seminaristen sind sich darüber einig, dass 3 Mio. an Depression und 10 Mio. an Burnout Erkrankte eine vollkommen normale Sache darstellen.

Finden Sie dies auch?

Es ist die selbstgeschaffene Komplexität, die sich hier als Ursache ausfindig machen lässt. Selbstgeschaffen, weil man kollektiv gelernt hat, Probleme dort lösen zu wollen, wo sie für alle sich- und spürbar bekämpft und gelöst werden wollen (während die eigentlichen Ursachen weiterhin unbehandelt bleiben und durch weitere „Ausblühungen“ zu immer wieder neuen „Problemen“ führen.

Es fehlt ein den Anforderungen gerechtes Denken. Ein Denken, welches die Systemzusammenhänge und wechselseitigen Abhängigkeiten wahrnehmen lässt mit der Erkenntnis, dass man sich seit Jahrezehnten – ja sogar seit Jahrhunderten – nur mit Symptomen beschäftigt. Eine harte Nuss. Wer gibt schon gern zu, dass er sich sein ganzes Leben geirrt hat?

An Dieser Stelle kann man aber nur sagen, dass man niemandem eine Schuld zuweisen kann und darf – denn – er hat es nie anders gelernt. Um hier die Quantenphysik einmal zu bemühen, zeigt sie uns eindringlich, dass unsere Welt nicht nur das ist, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Die Quantenphysik gibt uns darüber Aufschluss, dass es mehr gibt. Wir haben es mit Mustern und Wechselwirkungen zu tun.

Wir haben es mit einem dynamisch vernetzten Ganzen zu tun und solange dies wegtoleriert wird, solange werden sich die Systemproblematiken immer wieder und dies mit immer kürzer werdenden Zeitabschnitten wiederholen, bis das System in sich zusammenbrechen wird.

All dies, weil man sich nicht in der Lage zu sehen scheint, sich den globalen Veränderungen anpassen zu müssen. Doch gibt es bereits wirksame Lösungsmuster, die uns in einen Weg in eine gemeinsame und neue Zeit ermöglichen.

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