Nicht alles hilft einem weiter

Auch die alternativen Medien wissen sich als unbewusste Systembefürworter darzubieten, wenn es darum, geht Sachverhalte zu präsentieren, die eindeutigen Beschäftigungs-, Ablenkungs- und Problemcharakter besitzen.
So sind dies Themen, aus denen sich keine naheliegenden Handlungsmuster für den Einzelnen (außer der persönlichen Ablenkung des Lesers) ableiten lassen.

Als ich 2012 ein erstes Mal etwas von Benjamin Fulford las, schien mir das Thema so weit weg, dass ich es genau dort auch wieder zurückließ.

Und gerade vor einer Stunde bat mich jemand, dass ich einen Beitrag über die aktuelle Situation aus Sicht eines Benjamin Fulfords schreibe.

Zunächst bin ich da gar nicht im Thema drin; zumal sich das Gelesene von Fulford eher aus einer „für Opfer geschrieben“ Sicht präsentiert, wenn von Rothschild und der White Dragon Society und der höchsten Finanz- und Politebene berichtet wird.

Für mich klingt das ganze Brimborium mehr nach gewöhnlicher Hofberichterstattung: Der „Denver-Clan“ am Mittwoch. Am dargebotenen Inhalt hat sich seit 2012 gefühlt wenig verändert. Die einzige Signalwirkung: es tut sich was. Und das war’s dann auch schon.

„Wann heiraten sie?“ „Welchen Namen wird der Prinz haben?“ „Wo werden sie  Urlaub machen?“ „Wer wird den Thron erben?“

Alles weit weg. Nur das Opfer fühlt sich in seiner Beschäftigung dabei (un)angenehm berührt, weil es hier seine Handlungsohnmacht gegen die erkorenen Mächtigen weiter ausleben kann, während andere wieder über sein Schicksal zu entscheiden suchen. Meint es. Eine Runde Mitleid.

„Ich kann ja sowieso nichts machen.“ „Klar, wenn man sich mit Situationen beschäftigt, an denen man ja auch nicht ändern kann, weil man da auch nichts ändern braucht, ist das immer einfach.“

Das ganze Thema ist für mich eine reine Beschäftigungstherapie, während das ängstliche Häschen zusammengekauert auf seinen Schlächter wartet, damit es am Ende wieder behaupten kann: „Siehst du, ich hatte recht. Jetzt kommen sie, um uns zu holen.“

„Nein, nur Dich.“

Mag ja sein, dass alles einen Funken Wahrheit in sich trägt. Nur welcher wäre dieser?
In der Regel sucht sich der Leser den „Funken Wahrheit“ heraus, der seinen Gewohnheiten am nächsten erscheint: Problemorientierung und Opferhaltung – so hat er es gelernt.

Und da braucht er auch nichts zu ändern – schon gar nicht bei sich selbst.

Und genau hier findet er den ersten Schritt zum Ausgang aus dem aktuellen System.

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