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Nicht nur sauber, sondern auch rein

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Der Grund meines heutigen Beitrags ist eine Sendung, die sich „Zukunftslösungen“ nennt und wohl jede Woche ausgestrahlt wird.

Um es für alle Lösungsbestrebungen verallgemeinert auszudrücken: Mit Wissen und Sichtweisen, aus denen Probleme (Phänomene) entstehen, lassen sich ohne einem Infragestellungs-, Um- und Weiterdenkprozess keine Lösungen entwickeln. Es handelt sich hierbei um ein vom „System*“ gewolltes Phänomen.

Somit ist ohne Umdenken (eigenverantwortliche und selbstentschiedene Umkonditionierung) die Schaffung eines wirksamen Ergebnisses nahezu unmöglich – und dies zudem bei einer Herausforderung, dass niemand ausgegrenzt wird. Es sei denn, er will es selbst.

Womit wir es vordringlich zu tun haben, sind keine Rechtsgrundlagen, sondern Gewohnheiten, Konditionierung und traditionell-konventionelle Denk- und Verhaltensmuster.
Alles andere, was diese Welt ausmacht, leitet sich davon ab.

„Die Außenwelt ist stets das Ergebnis der zuvor veränderten, inneren Haltungen (Konditionierungen) und dem damit verbundenen Tun, was sich wiederum aus dem Infragestellen des Beobachteten ergibt.“

Wenn bspw. das Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“ (BGE) lautet, dann liegt sein nicht Vorhandensein einfach daran, dass keine Bedingungslosigkeit vorliegt, bzw. vorgelebt wird und damit auch der Grund, warum man sich bisher vergebliche Gedanken gemacht hat, wo es denn nun endlich herkommen soll.

An anderer Stelle versucht man sich sogar daran, das BGE auch noch bei jenen einzufordern, denen mehr daran gelegen ist, dass „die Existenz der Bedingtheit – also die gesellschaftlich tolerierte Unvernunft – beibehalten bleibt, und sie so ihre Betreuungsaufgabe auch weiterhin verfolgen zu können.

„Das setzt natürlich voraus, dass man Vernunft als den Prozess versteht, der sich durch intuitiv getriggertes, bedingungsloses Geben und bedingungsloses Empfangen zum Ausdruck wird, wo auch die eigentliche Gerechtigkeit zu finden, ist, die man im Außen vergeblich einfordern kann, wenn man sie nicht selbst zu leben bereit ist. Das fängt bereits bei der Kommunikation an.“

„Das ist vom Prinzip her wie bei einem 99-Meter-Lauf.“ „Wieso? Das sind doch immer 100 Meter.“ „Eben.“

„Die Außenwelt ist stets das Ergebnis der zuvor veränderten, inneren Haltungen (Konditionierungen) und dem damit verbundenen Tun, was sich wiederum aus dem Infragestellen des Beobachteten ergibt.“

Das übliche Phänomen der konditionierten Außenorientierung in Form der Verdrängung von „Unzuträglichem“ zeigt, wie wenig der Mensch über sich selbst und seine eigene Kraft weiß, während er sich durch sein eigenes „Ich“ täuschen und entmachten lässt. Umdenken angesagt.

Der wesentliche Aspekt in Richtung „menschlicher Entfaltung“, ist dies zu erkennen und vor allem zu verinnerlichen.

Ohne vorherige Anpassung der inneren Haltung, die sich auch durch eine veränderte Haltung und Handlungen im Außen zum Ausdruck bringt, führt das nur zu engagiertem Kreisverkehr – gleich wie viele Akteure daran beteiligt sein mögen – wenn im Hintergrund die Denk- und Verhaltensmuster letztlich die gleichen sind, bzw. bleiben sollen. Dem „System*“ ist das nur allzu recht.

„Etwas kann als Hülle zwar groß erscheinen, jedoch nicht von Bestand sein.“

Um es so zu beschreiben: Traditionell-konventionelle Denk- und Verhaltensmuster drücken sich dadurch aus, dass sie sich auf in der Vergangenheit liegende und gleichzeitig beizubehaltende(!) Sacheverhalte beziehen – ohne sie dabei zur Gänze in Frage zu stellen. Diese sind stets mit einer Bedingung verknüpft, die es zu erfüllen gilt, der man sich zu unterwerfen hat, um ggf. irgendwo mit dabei zu sein.
Bedingungen sind u. a. künstliche (also von den Konditionierungen des Ichs abgeleitet) Rechtsgrundlagen oder andere Glaubensbekenntnisse, die zur Abkehr vom natürlichen Lebensprozess führen und die geschaffene Autorität des „Großen Bruders“ bedingungslos anerkennen: das gemeinsam geschaffene „Meta-Ich“.

„Der Mensch, der glaubt mit einem Zettel oder per Gesetz zum Menschen erklärt worden zu sein, unterliegt der Täuschung, bei fortgeführter süß erklingender Betreuung. Recht und Gesetz wurden geschaffen, um die Auswirkungen gesellschaftlich tolerierter Unvernunft oberflächlich durch Bestrafung kaschieren zu wollen.“

Das sind lediglich Erfindungen des „Ichs“, um sich in einem künstlichen Entwicklungsprozess (Kreisverkehr bei zunehmender Ablenkung und Beschäftigung mit noch mehr Details von Details), dem sich natürlich jedes „Ich“, was sich ebenfalls vom natürlich Entwicklungsprozess abgewendet, weiter gern anschließt.

„Dafür kann ja jeder „sein Geschäft machen“.“

„Ewig gestrig“ definiert sich also durchaus weiträumiger (besser: weitzeitiger) als gewohnt verstanden – also über die letzten 140 Jahre hinaus.

„Ja, aber…“

„Innerhalb des stattfindenden Wandels sind BRD und DR nur subatomare Randerscheinungen in der Geschichte. Einer Geschichte die sich bisher nur als „wiederholend“ betitelt hat, da sich die sie erzeugenden Denk- und Verhaltensmuster der Menschen in den letzten Jahrtausenden so gut wie gar nicht geändert haben.“

„Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

„Das Phänomen der Sklaverei und Betreuung, ist ein selbstgeschaffenes. Dies mit dem wesentlichen Aspekt: Die einen wissen warum es so ist und die anderen, die es nicht wissen wollen, weil sie an ihren alten Denkweisen festhalten. Sklaven-Herren-Moral fungiert unter gemeinschaftlich geschaffener Hassliebe. Auf diese Weise haben sich beide(!) vom Lebensprozess verabschiedet.“

Dadurch sind auch alle engagiert gehandhabten Bestrebungen bisher zum Scheitern verurteilt gewesen.

„Denn es gilt weiterzudenken, als jene, die gewohnt so weit denken, dass alles andere darunter nur zum üblichen „Betreuungs- und Jammertalgeplänkel“ degeneriert – jene, die gerne andere als „Eliten mit böser Absicht“ deklarieren, was nur eine gewohnte Feindbildprojektion ihrer „Iche“ ist, die sich selbst an ihren gewohnten Verhaltensmustern festzuhalten versuchen.“

Ohne Infragestellung(!) des „Gestrigen“ und auch „Vorgestrigen“, entstehen somit nur gewohnte Machtstrukturen, die sich als „Heilsbringer“ dem als sich „Opfer des Systems*“ fühlend Betroffenen präsentieren, wo es wieder unterschlüpfen kann, jedoch innerhalb der Struktur wieder nur die üblichen Prinzipien herrschen und deshalb auch von ihren gegnerischen Gleichgesinnten bekämpft werden.

„Man erkennt nur das im anderen, was man selber in sich trägt.“

Pro- und Antagonisten im gemeinsamen Nullsummen-Spiel – beide(!) stehen sich und dem Wandel im Weg zum Harmageddon.
Ein Harmageddon, was unter dem Aspekt beibehaltener Außenorientierung zudem noch „falsch“ verstanden wird. Aber vielleicht braucht es ja Opfer.

„Wer sich wie ein Opfer benimmt, wird auch wie eines behandelt – Gesätes, Geerntetes.“

Was in der Regel übersehen wird, dass sich durch Gruppenbildung jedes Mal ein übergeordnetes „Ich“ (Meta-Ich) über sie stülpt, was wieder nur nach dem Prinzip arbeitet:  „Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

„Offensichtlich, dass die Mehrheit das Prinzip des „Großen Bruders“ noch nicht erkannt hat, weil sie ihrer eigentlichen (Selbst)Täuschung noch nicht auf die Schliche gekommen sind: Das „Ich“, was dem Menschen glauben macht, er sei sein „Ich“ und somit wird er zum willigen Werkzeug der Denk- und Verhaltensmuster wird, die in seinem „Ich“ abgelegt sind.“

Im stattfindenden Wandel sind sich davon ableitende Handlungsmuster mit einem Ablaufdatum versehen – gleich wie viele Befürworter dahinter stehen mögen und nach Einheit, Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit usw. kreischen mögen.

„Denn am Ende heißt für gewöhnlich: Wir stehen alle hinter dir,… wenn die Kugeln kommen.“

Die Mehrheit ist sich darüber noch nicht einmal bewusst, dass sie sich, gesteuert durch ihr „Ich“, nur wieder in irgendwelche betreuten Verstrickungen begibt, denen sie letztlich durch ihr konkludentes Handeln – dem Willen ihres Ichs – zustimmt.

„Die herrschende Meinung, ist die Meinung der herrschenden…Masse.“

Dass sich die Masse dadurch in einer kollektiv geschaffenen Selbsthaltung bewegt, ist ihr durch die fortgeführte Feindbildprojektion (Schuldzuweisungen, Täterbenennung etc.), letztlich also ihrer Verdrängung, selbst nicht bewusst.

Auf diese Weise ist sie nur wieder das Opfer ihrer eigenen Denk- und Verhaltensmuster – ihres eigenen „Ichs“. Und das „Ich“, sagt ihnen, dass sie das nicht verstehen.

Das Komfortsofa ist also eine geistige (Still)Haltung, die es automatisch erforderlich macht, dass der Druck weiter steigen muss, während die Klageliedchen gleichzeitig immer lauter werden.
Der Mensch will lautformuliert den Wandel, sein „Ich“ jedoch nicht. Zeit darüber nachzudenken, dass der Mensch ein „Ich“ hat und nicht nur das „Ich“ ist.
Erst dann kann er sich auch verändern.

„Loslassen ist ein Ablassen von alten Denk- und Verhaltesmustern, die dem Menschen selbst und somit dem Wandel im Wege stehen.“

Das kann man natürlich niemandem wie eine bittere Medizin einträufeln oder wie ein Jahrmarktschreier in ihn hineinbrüllen, denn es obliegt in der Verantwortung und Entscheidung des Einzelnen, hier selbst umzudenken.

Um es wegen des „Wir müssen was tun“ auf den Punkt zu bringen: Etwas was funktionieren und umgesetzt werden mag, lässt sich in einem greifbaren Zeitraum umsetzen, wenn die innere Haltung vorhanden ist. Gute Dinge funktionieren (kommen zum Leben) auf diese Weise in einer beachtlich kurzen Zeit – vor allem dann, wenn man sie mit den eigenen Händen umsetzt. Fähigkeiten und Können, Hände, Armlänge sowie der Wille den Weg selbst(!) zu gehen, bestimmen die Reichweite und die Wirksamkeit des Vorhabens.

Was noch von größerer Bedeutung ist, dass man das macht, was man selbst kann und nicht, was man an Vorstellung mitbringt, was andere dann umsetzen sollen. Das führt nur zum Alten.

„Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

So mag ich auch darauf hinweisen, dass es Sinn macht, sich über die eigenen Fähigkeiten und der in einem selbst ruhenden Aufgabe bewusst zu sein.

Und alles was sich ewig hinzieht, ist entweder noch nicht der richtige Zeitpunkt, funktioniert so gar nicht (denn es gibt ja noch das Wunschdenken) oder löst sich im Wandelprozess schlichtweg von selbst – gelegentlich auch komplett auf.

An dieser Stelle auch der Hinweis zu „Occam’s Rasiermesser“: Denn auch ein noch so erfreulicher Gedanke existiert gelegentlich nur solange, weil er für sich alleine steht.
Durch eine Wechselwirkung mit anderen Gedanken, kann ein vorher gut gedachter und gemeinter Gedanke ohne Weiteres an Bedeutung verlieren oder gar ganz überflüssig werden. Das liegt an derÜberschrift unter der agiert und gestaltet wird. Und nicht alles was groß erscheint, ist es am Ende, wenn man den Lebensprozess und die natürliche Entwicklung des Menschen hin zu diesem in den Fokus menschlichen Bestrebens rückt.

Die häufig vorliegende Angst, die eigenen Gedanken nicht einbringen zu können und so das Gefühl zu haben, nicht dabei zu sein, ist nur ein Verhaltensmuster aus dem klassisch konditionierten „Ichs“ heraus.

Eine Verfassung (künstliche Regeln), ein „neuer“ Staat oder sonstige Gebilde (künstliche Menscheneinfassung), sind nur gewohnte Hüllen, mit denen sich das „Ich“ zu umhüllen versucht, um sich gegen den natürlichen Wandel und den Lebensprozess selsbt zur Wehr zu setzen.
Gleiches gilt für ein Stück Papier, was einem bescheinigt, dass man lebt oder dass man irgendwo dazu„gehört“ oder wo „Friedensvertrag“ daraufsteht, während es im Inneren des Individuums noch weiterkocht.

Um es so auszurücken: Man beginnt dann zu leben, wenn man sich dem natürlichen Lebensprozess öffnet. Zeit sich von der Selbsttäuschung zu verabschieden.
Das System* ist absichtlich dazu gedacht, dass wir diesen Weg beschreiten, weil es auch nur eine künstliche Überlagerung dessen ist, von dem sich der Mensch kollektiv abgewandet hat von den natürlichen Prozessen des Lebens selbst.

Und um es auch hier auf den Punkt zu bringen: Das Leben liebt sich selbst, und allem was darin wirkt – nur das „Ich“ des Menschen sieht dies (momentan noch) etwas anders. Daran kann der Mensch jedoch etwas ändern.

„Das Opfer schafft sich seine Täter selbst, weil es so seine Daseinsberechtigung bewiesen sieht: Ich bin der, wie andere mich sehen, statt: Ich bin, der ich bin.“

„Die Menschen sind noch gut. Wir kämpfen, wir töten, wir hintergehen einander. Aber wir können uns ändern. Wir können es besser machen. Das werden wir, das müssen wir.“ Bruce Wayne, Batman vs. Superman: Dawn of Justice

*Das „System“ wird durch die Konditionierungen des „Ichs“ des Einzelnen erzeugt. Das was ihm entgegentritt ist das, was in ihm wirkt. Und es tritt solange auf ihn zu, solange er sich an seinen Denk- und Verhaltensmustern festhält. Selbst wenn er sich noch so als „Opfer der Umstände“ und eigentlich(!) als „guter Mensch“ sehen mag: Wer Feindbilder produziert und projiziert, wird diese auch selbst erleben.