Projekt: „Weiterdenken“

Sicher gehören Jammern, Beschweren, Klagen, Greinen und Wimmern bis zu einem gewissen Punkt dazu, wenn man es mit einer Veränderung zu tun hat – in der Regel geschieht es jedoch aus der Gewohnheit heraus.

„Wer sich beschwert, erleichtert sich jedoch nicht.“

Da mehrheitlich gelernt wurde, Probleme dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten, beschäftigt sich die Mehrheit im wahrsten Sinne des Wortes mit Symptomen, die sie nicht selten in der Vergangenheit auch selbst erzeugt hat. Denn alles kommt zu einem zurück.
Und wenn Inszeniertes „vorgeworfenen“ wird, kann dadurch „sichergestellt“ werden, dass der eigene Um- und Weiterdenkprozess dadurch bereits im Widerstand und Beschäftigung (selbst) erstickt wird.

Solange man ausschließlich(!) darauf eingeht, spielt man nach den Regeln der „anderen“, weil man ja gewohnt noch „im Außen unterwegs“ ist, darauf reagiert und funktioniert, solange man keine „Alternative“ über den gewohnten Widerstand hinaus entwickelt hat.

Um- und Weiterdenken, erfordern Freiraum sich zu entfalten und auf der anderen sich zunehmend weniger auf Schreibattacken einzulassen. Das wiederum erfordert Disziplin und Ordnung im Leben.
Ein Leben im Durcheinander, sorgt für die eigene Handlungsunfähigkeit. Also heißt es selbst(!) Ordnung in sein Leben zu bringen. Und da kann einem auch niemand reinreden.

Erst wenn man dann beginnt darüber nachzudenken, warum das alles geschieht und seine eigenen Verhaltensmuster dabei betrachtet, löst man sich langsam aus derartigen Situationen – vereinfacht ausgedrückt.
Dabei besteht zunächst die größte Bindung und Abhängigkeit im Außen über das Geld. Das liegt daran, dass das Geldsystem alles überlagert. Deshalb „funktioniert“ der Richter auch so gut, wie er soll. Wer weiterdenkt, wird in der Regel bestraft.
Wer beim Geld jetzt auf eine schnelle Lösung seiner persönlichen Probleme hofft, tut gut daran auf diesem Feld keine Show zu veranstalten, wenn er vorher keine Alternative entwickelt hat.

Was insgesamt einen schrägen Eindruck macht, wenn auf der einen nach dem Neuem gerufen wird, auf der anderen Seite jedoch alles so bleiben soll, wie es ist, da auf „Gestriges“ zurückgegriffen wird.

Das Verhalten der gewohnten Beschäftigung mit Symptomen führt dazu, wenn sich etwas verändert, sich zunächst pauschal dagegen gewehrt wird. Denn im Kern werden mit Veränderungen die Gewohnheiten beeinträchtigt und das darf ja schon gar nicht sein. Das Denken über eine gegebene Situation hinaus, erschöpft sich alsbald in einem gewohnten, energiezehrenden, einfachen „Dagegensein“.
Vor vier Jahren habe ich auch noch so gedacht. Irgendwann erkannte ich, dass mehr als nur die beiden Möglichkeiten, des Verlierens ODER Gewinnens gibt. Denn auch das ist nur ein konventionelles Gedankengefängnis.

Der Begriff „geschlossenes Gedankenkonstrukt“ gilt ebenfalls für das Prinzip: Der Hörer, er nur allzu gern nur die eigene Meinung von seinem gewählten Sprechern hören, während die Erwählten, um ihre Posten zu behalten, nur das sagen, was dem Hörer wiederum gefällt.
Die Angst vor Bestrafung ist allgegenwärtig. Und so hält sich die Masse selbst in Schach.

Im „dafür oder dagegen sein“ sind die Betroffenen die Opfer ihrer eigenen Konditionierungen – Konditionierungen, die gesellschaftlich toleriert und mit „normal“ tituliert sind.
Wer kein „normaler Bruder“ (artig und brav) ist, wird ja auch ausgestoßen.
Die größte Angst an sich ist, sich als das kleine Arschloch am Rande der Zivilisation zu fühlen. Gerade hierzu bedarf es jenen Mut, denn fängt hier die neue Gesellschaft erst an, wenn man sich den bisherigen Konventionen annimmt und diese in Frage stellt.

Erst mit der Infragestellung und damit verbundener Auflösung dieser Regeln, erkennt und ergibt sich das Neue.
Am Ende stellen sich die Klagenden doch nur Systemverfechter dar, wie sich in meinen Reisen und Gesprächen bestätigt hat, sind die Flüchtlinge natürlich ein willkommenes Futter für Scheingefechte und Beschäftigungsterrain, in der Hoffnung auf das Ausbleiben der persönlichen Veränderung.

„Wer sich nicht anpasst, wird angepasst.“

„The magic lemming-power.“

Sich mit Veränderungen durch Anpassung schwer zu tun, ist jedoch nicht nur ein deutsches Phänomen, wohl jedoch recht stark ausgeprägt.
Über die Beschäftigung mit (inszenierten) Symptomen, können ja dann nur die Flüchtlinge, eine vermeintlich merkwürdig erscheinende Re-Gierung, Geheimbünde, Eliten oder was sonst noch, daran schuld sein. Am besten noch alles zusammen. Weitere Ausführungen mag ich mir hier ersparen.

„Widerstand ist das Zeichen eines aktiven Festhaltens am Bisherigen.“

Das die „Verstoßenen“ die Aufgabe haben, den Weg für die Neue Zeit zu ebnen, ermangelt sich aktuell noch am gesellschaftlich tolerierten Misstrauen (was im Kern ein projiziertes, mangelndes Selbstvertrauen ist, was unter jahrelanger Fremdbestimmung beibehalten worden ist und sichtlich in einem Deutschen Reich auch noch weitergeführt werden würde).
Ebenfalls hat man es mit raffinierten und tolerierten Verdrängungskonzepten zu tun, die ihr Dasein nur dadurch fristen, bis sich der Einzelne den eigenen Verhalten stellt, die in in derRegel zu einem Teil jenes Systems werden lassen, dem er sich bisher vergeblich abzuwenden versuchte.

„Da ist die Welt und ich bin nicht verantwortlich für das, was aktuell geschieht.“ Das nennt man dann auch hochtrabend „Objektivität“. Wie sehr sich doch der Mensch aus seinem Geschaffenen durch Ausreden herauszuwinden versucht, während er sich nur weiter darin verstrickt.

 „Im Kern ist das ja alles eine Illusion.“ „Auch ein schöner Satz, wenn man für das Geschaffene keine Verantwortung tragen mag.“

Ein weiteres Verdrängungskonzept ist, dass andere einen frei lassen müssten und an der Unsäglichkeit der eigenen Situation „schuld“ wären.

Dieses Verweilen in derartigen Denkmustern, lässt die Mehrheit sich selbst in der Unwirksamkeit zurücklassen. Das sich selbst erschaffende und beklagende Opfer ist gefundenes Fressen für jede „Manipulation“. Prinzip der Resonanz.
Ach so, das Prinzip gilt ja nur, wenn die Dinge angenehm sind, wobei wir ja wieder bei der Verantwortung angekommen sind, das weniger „Angenehme“ als Herausforderung zur eigenen Entwicklung zu verstehen.

Der Deutsche als Don Quichotte im Weltszenario der Symptomwindmühlräder – jammernd, klagend und kämpfend. Er lebt gewohnt in der Vorstellung, dass er nur gewinnen oder verlieren kann, was auch nur ein Denkmuster aus der alten Ordnung ist – verbunden mit seinem Verweilen darin.

„Bist du für oder gegen uns?“ „Ich bin für mich.“

Deutschland (was auch immer das sein mag), schafft sich ab, weil der Deutsche an seinen Gewohnheiten – seiner geistigen Verfassung – festhält. Man sieht, dafür braucht es auch keine Jahreszahl.
Aus dem Hintergrund blubbern dann die anonymen Hetzer, die Profiteure, die Kreisdreher, die Pöstchenheischer, die Aufmischer, die Grenzgänger, die Schönhörer, die Schönredner, die Zweifler, die Verwirrer und ihre Kontrolleure.

Das alles hat mich dazu bewogen, mein Ding zu machen. Und warum? Weil es schon immer um den Einzelnen und seine eigene Aufgabe (Berufung) ging und geht und nicht um eine gleichgeschaltete „geistige Volksrechtendlösung“, die man sich als Formular aus dem Netz lädt oder man schriftlich beweisen muss, das man auch wirklich Deutscher(!) ist.
Man sieht, wie sehr sich mit mangelndem Selbstbewusstsein Geschäft machen lässt. Das beglaubigte Stück Papier, als Zeichen des Tieres.

Die Illusion der Freiheit, unter dem Schutz des Staates. Deshalb ist ja auch das „Land“ frei und nicht die Menschen. „Land“ ist dabei nur die Variable, wo der Namen der entsprechenden Organisation eingesetzt wird, mit ihren „künstlichen Gesetzmäßigkeiten“, denen sich der „Unfertige“ einen Schutz erwartend (selbst) unterordnet oder unterzuordnen hat. Der Mensch orientiert sich jedoch nur an den Prinzipien der Schöpfung und die haben nichts mit „der Stärkere gewinnt“ zu tun. Dabei gilt es nur die „richtigen“ Fragen zu stellen und nicht gleich versuchen sie zu beantworten. Erkenntnis kommt nicht von schneller Selbstbeantwortung, sondern unterliegt einem Entwicklungprozess.

„Ich habe es ja schon immer gewusst.“ „Ja, aber nie etwas gesagt.“

„Wir leben in einem freien Land.“ „Sind die Menschen dadurch ebenfalls frei?“

„Der Himmel ist dort, die Hölle ist da, und was ist hier?“ „Äh, ich muss jetzt zum Einkaufen.“

Schlimm, wenn sich der Mensch so sehr an die Lehnsherrschaft und ihre Verantwortung nehmenden Einrichtungen gewöhnt hat und dabei Schutz und Sicherheit mit Freiheit verwechselt. Wie sollte es auch anders sein? Er kennt es ja nicht anders. Und für das „anders“ fehlt ihm der Glaube daran.

Es gibt jene, die denken über Jahrhundert im Voraus, während der Deutsche immer noch der Meinung ist, es genüge einfach nur 70 Jahre zurückzugehen.

Allein an diesem Satz ist erkennbar, dass die eigentliche Aufgabe des Deutschen darin besteht, über den Rand der Konventionen hinauszudenken, seine ihn selbst entmachtenden Fremdbeschuldigungen zu lassen hat. Wer glaubt mit DR wäre bereits das „anders“ erreicht, der täuscht sich.

Interessant ist dabei das Wort „Para-dies“, als Umschreibung einer parallelen Welt zu dieser hier. Eine andere Welt ist möglich und was nicht da ist, bedarf zunächst des Glaubens daran.

„Gedanken.Schaffen.Wirklichkeit.“

Doch womöglich ist es mit dem „Land der Dichter und Denker“ schon lange vorbei und die letzten Deutschen, kampfeslustig bewaffnet mit feuchten Augen, in der Absicht einer finalen Massenbildung, ausgestattet mit Gedanken an einen längst verwesten Leichnam aus Vergangenheit und auf eine sichere Zukunft – hoffend und doch alternativlos.

Was wäre gewesen, als sich herausstellte, dass er am Ende doch eine Wahl gehabt hätte, wenn er über den Tellerrand hinaus, statt gewohnt hinein geblickt hätte?

Was hätte der Deutsche unternommen, wenn er erkannt hätte, dass er im gesamten Weltspektakel das Zünglein an der Waage war?

Was wäre gewesen, wenn er erkannt hätte, dass das Streben nach einem Friedensvertrag gar keine Lösung war, sondern nur der Versuch, seine alten Gewohnheiten in Papier betonieren zu wollen, während die eigentliche Aufgabe verdrängt geblieben wäre?

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, aus denen die Probleme entstanden sind.“ „…aber der gewohnte Deutsche schon.“

 „Ach so: Merkel muss weg!“

P.S. Die Philosophie ist die Basis dargelegter Anschauung. Eine Anschauung kann man verändern, indem man ihre Regeln (die Konventionen) in Frage stellt. Somit kann man die Philosophie nicht einfach ausklammern. Denn das würde bedeuten, sich in seinem tun nur etwas vorzumachen. Dies, während man versucht, in allem nur einen Nagel erkennen zu wollen, den man mit dem gewohnten Hammer in die Wand schlägt. Der Verstand ist dabei eine Werkzeugkiste, die ab und zu mal ausgeräumt und gegen andere Werkzeuge ausgetauscht werden mag.

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