Raus aus dem System? Nö, lieber drin bleiben!

Wie oft haben Sie diesen Satz wohl schon gelesen? Und wie oft ging die Hoffnung in Richtung einer Lösung – nicht selten ein Formular, was nur noch bei der Behörde abgegeben werden muss und dann hat sich der Fall – am besten ein Fragebogen zum Ankreuzen.

Egal welchen Papierkram (Personenstandserklärung, Personenausweise, Staatsgründungen, Verfassungen, „Gemeinding“, Urkunde 146, Gelber Schein, Wiederauferstehung des Reichs, „Preußifizierung“ &c.) Sie wählen: Es ist und bleibt in dieser Richtung nur bei diesem ersten Schritt.

Es wären nur übliche, schnell erhoffte Schutzbedürfnismaßnahmen, die letztlich von einem ins nächste Hamsterrad führen, nicht selten in der Vorstellung, sich wieder einen „Führer o. ä.) vors Haus zu stellen, der es dann wieder „richten“ soll. Das glauben Sie doch selber nicht.

Sicher lässt sich das eine Weile mit Euphorie übertünchen oder durch sich selbst rechtfertigen. Mittelfristig wird sich nicht wirklich etwas ändern.

Warum das so ist, liegt daran, dass alles, was mit Staat zu tun hat, auf einer Fiktion beruht – geschaffen vom „Ich“, was die alte Ordnung erzeugt –worin(!) Staaten nur seine Ableger sind, um über seine „kleinen Brüder“ herrschen zu wollen, was dann mit „Schutz und Sicherheit“ betitelt wird – was wiederum aus den „Schützlingen“ im Kern Opfer macht. Schutz vor Veränderung!

Opfer, die sich nur als solche geben, um weiter an ihren gewohnten Denk- und Verhaltensmustern festhalten zu wollen, die die alte Ordnung erzeugen.

Es gilt also über mehr, als nur „gefährliche Möhrchen und Erbsen unterhalb des Systemradars“ nachzudenken.

In dem Moment, wenn der Gedanke der Selbstbestimmung die Bühne betritt (also nicht die des „Großen Bruders“, die man gerne mit „souveränen Staat“ bezeichnet, während die Masse weiter (durch eine Re-Gierung) fremdbestimmt wird), dann beginnt das Gebäude zu bröckeln.

„So, jetzt habe ich über Selbstbestimmung nachgedacht! Und jetzt?“

Wer mit der Vorstellung unterwegs ist, es ginge nur mit schnell wirkenden Lösungen, wie das mal eine Partei propagiert hat, der irrt und wartet vergeblich. Es sei denn, er wäre nur ein Trittbrettfahrer (Fersenhalter).

Es handelt sich um einen selbstmotivierten Umkonditionierungsprozess, dem die Welt der Gewohnheiten gegenübersteht. Und solange nur die Unsäglichkeiten beklagt und bejammert werden, wird sich auch nichts ändern, da die Energie im Grunde genommen nur an Symptomen verpufft.

„Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, daß aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, daß das System ihren Interessen feindlich ist.“ Mayer Amschel Rothschild, 1863

Das System ist eine kollektive Erfindung. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass es einige erkannt haben, während die Mehrheit es nicht erkennen mag und sich lieber mit Symptomen beschäftigt.

Das wiederum zeigt, dass die Mehrheit im Kern ihrem Schicksal entgegengeht, solange sie an der vordringlichen Haltung festhält, da ihre Sichtweise durch ihr „Ich“ beeinflusst wird.

Um es direkt in einen Zusammenhang zu stellen: System = „Ich“ = Denk- und Verhaltensmuster = alte Ordnung = Matrix.

Und die Masse, die noch ganz am Schlafen ist, wird dieses Gezeter auch meiden, da nichts darin zu finden ist, für das es sich zu denken lohnt.

„Wir müssen alle auf die Straße gehen!“

„Falls das Fass überläuft, haben wir es zur Sicherheit in ein größeres gestellt.“

Die Schritte, die es wirklich zu tun gilt, sind nicht mit einem „Stück Papier für andere“ oder „Stück Staat“ und dafür genug Menschenauflauf zu bewerkstelligen – um „dann“ das „Neue“ zu tun.

Dass diese ganzen Aktionismen scheitern, hat noch einen anderen Grund: Die alte Ordnung geht zu Ende und damit verbundene Denk- und Verhaltensmuster, die nur allzu gerne oben genannte Ziele verfolgen, sind unwirksam geworden.

„Gut, dass es noch das Gestern gibt, da kann man sich gut daran festhalten.“

Genau das meinte ich gerade.

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