Rückbetrachtend – dabei den Weg freimachend

In der Regel schreibe ich es im offenen Raum, weil es gefühlt um Grundsätzliches geht und jeden wiederum irgendwie betrifft, der sich dazu entschließen mag.
Die Welt ist immer dann einfach, wenn man sie mit Kinderaugen betrachtet: „Die anderen sind die Bösen.“

Die Welt ist nachher(!) „einfach“, wenn man ihre Prinzipien erkannt und verstanden hat, was über eine gewohnte Beschäftigung mit zunehmender Anhäufung feinsäuberlich getrennter Fachinhalte, Symptombekämpfung, Suche von Details in Details, Schuldigen, Feindbildausformung und Klein-in-Klein-Diskussionen hinausgeht.

Dann mal los.

Manchmal kommen Dinge auf den Tisch und es bedarf ihrer Aufmerksamkeit. So könnte man sich gewohnt individuell einzeln ihnen widmen, wenn jene nicht miteinander – verwoben wären.

„Das Leben kann nur in der Rückschau verstanden werden, muss aber in der Vorschau gelebt werden.“ Experimenter

Geschehenes spielt sich in der Regel dabei in der Materie ab und kann nicht mehr verändert werden.
Jedoch bringt der Mensch eine Fähigkeit mit, indem er den Geschehnissen eine Bedeutung verleiht – nicht selten eine beständige.

„Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Bedeutungen, die wir den Dingen verleihen.“ Epiktet, (sinngemäß)

In gewohnter Re-Erinnerung manifestiert sich diese Bedeutung mehr und mehr und so entsteht der Eindruck, dass „Vergangenes“ (Geschehenes und dessen Bedeutung) grundsätzlich von statischer Natur sei.
In diesem Zustand bewegt man sich auch im Alten – wiederholend. Geschichte wiederholt sich genau aus diesem Grunde.

Der Inhalt der Bedeutung wird dabei von den Konditionierungen (Bedingungen, Programme, Wahrnehmungsfilter) des Menschen beeinflusst, die zu diesem Zeitpunkt in ihm wirksam waren oder noch sind – solange man nicht selbst damit beginnt, sie in Frage zu stellen.
Das „System“ (Matrix, alte Weltordnung, alter Bund mit Gott) in dem die Mehrheit lebt, funktioniert nach diesen Konditionierungen, nicht etwa nur „woanders“ oder verursacht durch „schuldige Andere“.

Das zeigt auch, dass er durch Veränderung seiner Konditionierungen und Einstellungen den Inhalt der Bedeutung zu verändern in der Lage ist – und dies sogar rückwirkend(!).
In diesem Moment wird aus dem gewohnt linearem Denken (wenn man dies als Denken bezeichnen mag), ein nicht-lineares.

„Das war schon immer so.“ „Soll es auch immer so bleiben?“

Die Einheit der Gegensätze
Entstehende Paradoxien, sind dabei nur der Hinweis, dass noch etwas darüber hinaus am Wirken ist, was der Paradoxie den Widerspruch nimmt.

„Wie kann das BVerfG das Wahlgesetz (aktuelles und das von 1953) rückwirkend für „verfassungswidrig“ erklären und damit stattgefundene Wahlen seit 1956, wenn es damit seine eigene Existenz in Frage stellt?“

Wo Gegensätzlichkeiten auftauchen, besteht die Aufgabe, stets die gemeinsam verbindende Überschrift zu finden, über die sich die beiden „Gegensätze“ wie „von selbst“ vereinen lassen.

„Was vereint den Richter, den Polizisten, den Rechtsaufklärer und den sogenannten ‚Reichsbürger’?“ „Ursächlich ist mehrheitliches Denken und Handeln zunächst dazu bestrebt, etwas zu Essen, zu Trinken und ein Dach über dem Kopf zu haben.“

„Und wie ist das mit Marias „unbefleckter“ Empfängnis?“ „Auf der Basis mehrheitlich materiell orientierten Denkens, existiert der übliche Widerspruch.
Nimmt man jedoch Maria als Mensch, mit ihrer geistigen Fähigkeit, so ist die unbefleckte „Empfängnis“ lediglich eine geistige Befruchtung durch einen Gedanken – eine Erkenntnis: Dass sie durch die Entscheidung, ob der Mensch unter der Bedingung: „Du bis solange gut, solange, mir das gefällt“ zu einem „Untergebenen“ aufwächst oder ob das aufwachsen bedingungslos geschieht. Denn erst daraus ergibt sich ein sich zunehmend bewusst werdender Mensch – klassisch ausgedrückt: ein selbstbestimmender Mensch.“

Wenn später „Wasser in Wein verwandelt“ wird, ist dies symbolisch nur der Akt des Menschen selbst, sich zu einem selbstbestimmenden und bewusstwerdenden Menschen zu transformieren. Natürlich kann er sein Bewusstsein auch für 30 Silberlinge „verraten“.

Wandel ist stets Bedeutungswandel
Wie auch bei der Materie – in der das Geschehene gespeichert (durch Formgebung/Formveränderung) wird, unterliegt der Inhalt der zugewiesenen Bedeutung (Information) ebenfalls dem Prozess von Entstehen, „Sein“ und Vergehen.
Beeinflusst wird dieses „Sein“ vom Menschen selbst, wie lange er dies aufrecht zu erhalten vor hat – wie er daran glaubt.

Wer nun der Meinung ist (also die Bedeutung vertritt), dass nur in der Kirche „geglaubt“ wird, läuft einem gesellschaftlich konditionierten und gewollten Ammenmärchen hinterher, entstand diese Institution als „Auffangbecken“ aus der Verdrängung des Menschen heraus, der zwischen der materiellen und der geistigen Welt eine Trennung vornahm, um den im ihm ruhenden natürlichen Lernprozess und damit verbundene Veränderung und Anpassung (un)bewusst zu „kappen“.

„Das ist alles nur schöne Philosophie.“

Die „Abkappung“ findet ihren Ursprung in der mehrheitlich Bedingung, weitergegebenen an den jung geborenen Menschen: „Du bist solange gut, solange mir dies gefällt.“ – also durch Fremdbestimmung.
Diese Bedingung „erzeugt“ über die Fremdbestimmung: Fremdvertrauen, Fremdliebe, Fremdwissen, Fremdwertgefühl und Fremdbewusstsein – alles von außen kontrolliert und obendrein eine gedankliche Rückwärtsorientierung mit festen Bedeutungsinhalten in der Vergangenheit, was in der Familie und in nachgelagerten Institutionen nur fortgeführt wird.

Das Ding beim Namen nennen: Autorität
All das nur zu einem Zweck: der Wahrung der „ewigen“ und einen Autorität, inkl. Abkehr vom eigentlichen, fließenden Lebensprozess. Dieses Verhaltensmuster ist nahezu in allen Menschen angelegt, und wirksam – solange er sie nicht in Frage stellt.

Die „gewohnte“ Ordnung ist dabei keine „natürliche“ Ordnung, sondern von der Autorität als „natürliche Ordnung“ deklariert, bestimmt. Lustig wird es dann, wenn die Autorität als „souverän“ dargestellt wird oder sich selbst als Souverän bezeichnet und seine ihm Hörigen vorschickt, um seine Machtposition demonstrieren zu wollen (was in der Familie beginnt und in an- bzw. nachgelagerten Institutionen fortgeführt wird.)

„Die vom Mitarbeiter beglaubigte und vom Richter selbst nicht unterschriebenen Urteile und Beschlüsse, sind lediglich der Hinweis dafür, dass der Mitarbeiter die Autorität des Richters anerkennt und auf dessen Geheiß handelt. Der Richter würde nie unterschrieben, da nur verantwortungsvolle Menschen zu ihrem Tun stehen, würdig und selbstbestimmend sind. Deshalb hat er selbst auch nur einen Dienstausweis. Er selbst dient auch nur der Autorität.“

Es geht in der alten Ordnung nur darum, die „Autorität“ und all ihre Geschaffenen Werkzeuge anzuerkennen. Sie, als die einzige gerechte (also vernünftige) Instanz über allen anderen Unvernünftigen und zu Betreuenden. Wer mag, nebenbei ein kurzer Ausflug zum Thema „Recht und Volk“ von Blaise Pascal.

Die „Autorität“ ist in „1984“ der eigentliche „große Bruder“, der im Kern „die große Bedingung der Mutter“ heißen müsste, deshalb „unsichtbar“.

Letztlich ist es das Volk selbst, was sich als Opfer im Rahmen seiner konditionierten Verhaltensmuster bewegt, die zur alten Ordnung führen, wo liebgewonnene Annehmlichkeiten beibehalten und gesammelt und durch Verdrängungskonzepte mögliche, verändernde Informationen außen vor gelassen werden sollen. Das einzige, was dabei hilft, ist – vereinfacht ausgedrückt – weiterdenken.

Orwell beschriebt mit „1984“ nicht eine Zukunft, sondern das System, was seit fast 100.000 Jahren Menschheit sich am Entfalten ist und wir nun die Zeit erleben, wo es „zu Ende“ geht. In der Bibel findet sich dazu die Zeit der Offenbarung.
„Zu Ende“ bedeutet in dem Sinn, dass sich die Verhaltensmuster seiner Erzeuger zu ändern beginnen: freiwillig oder „unfreiwillig“ (ja nachdem, wie stark die jeweiligen Verdrängungskonzepte ausgeprägt sind.).

Der Verstand wurde dabei in der Regel von Werkzeugen geprägt, die gerade zur „Gegenwehr“ gegenüber der Autorität ausreichen und wenn man „scheitert“, sich ihr reuig ergibt und Buße tut und wieder „brav“ und „artig“ ist. Man könnte von toleriertem Wissen sprechen.

Während man die „innere Stimme“, die sich bei der Entwicklung der Selbstbestimmung zunehmend wieder einstellt, nahezu stillgelegt und gegen die autoritäre Außenbeschallung ausgetauscht hat, findet sich im Inneren die eigentliche Funktion der Demut, die im Außen mit Unterwerfung und Hörigkeit verbunden ist.

Alles andere Wissen dient im Alten zum belohnten Arbeiten, sich beschäftigen und zur Ablenkung.

„Das wirst du noch bereuen, das wirst du noch büßen.“

Und dort wo Begriffe wie Demokratie, Freiheit, Selbstbestimmung, Liebe, Frieden, Gerechtigkeit, Werte, Würde, Verantwortung, Vernunft &c., auftauchen, verwendet man diese in der Regel im Kontext eines oberflächlichen Blendwerks.
Das funktioniert auch nur deshalb, weil der Mensch gewohnt mit einem mangelndem Selbstwertgefühl herumläuft, was er lediglich mit Hab und Gut zu kaschieren versucht bzw. lässt.
„Hab und Gut“, was er nur unter der Bedingung „bedingungsloser“ (hier ist der Widerspruch) Anerkennung der Autorität besitzen darf.

Die „Autorität“ existiert nur, weil sie zu Belohnung und Bestrafung fähig ist und der Hörige sich ihr bedingt ergibt, weil er eine „andere“ grundsätzlich ablehnt, weil dies für ihn ein Ablassen von der indoktrinierten Kontrolle bedeutet, was wiederum eine Verlustangst erzeugt. Die jedoch zum Wandel gehört und nicht umgangen werden kann. Denn auch die Bedeutung der Angst wurde falsch gelernt.

Die Befreiung des Menschen geschieht über die konsequente Infragestellung der systemrelevanten geschaffenen Regelwerke und Einrichtungen (Institutionen): Rechtsystem, Geldsystem, Gesundheit, Konventionen, Familie, Staat, Ver-Waltung, Kirche &c.

Das eigentliche Eingemachte
Zunehmend transformiert man sich so von der Projektion (die anderen, die anderen müssen) in die zur Erkenntnis wichtige Beobachtung und Selbstreflektion, hin zum individuellen Menschen selbst: seinen Verhalten und Konditionierungen.
Denn daraus leiteten sich einst das Rechts- und Geldsystem, Wissenschaft und die Organisationsform „Hierarchie“ ab. Das Außen, „wenn es komisch erscheint“, dient dazu, um es in Frage zu stellen.
Das ist jedoch mit keinem gewohnten Verdrängen (eigenen Staats- und Gemeindegründungen, „Reorganisation wertschöpfungsfreies Verwaltungsstrukturen“, Kampf, Flucht, Ignorieren oder Widerstand, klagen, jammern, greinen, wimmern und sich beschweren) mal so neben getan.

Das wiederum zeigt, dass der Deutsche mehr auf der Pfanne haben sollte, als das Gewohnte.

Alle Beschäftigung und Schaffung von Beschäftigungsmaßnahmen dienen der belohnten Anerkennung der Autorität und ihrer Organisationsform, der Hierarchie.

„Arbeit, Ärbitt (Fuldaer Platt), erbitten.“

„Ich gebe meinen Leuten Arbeit und Brot“, sagte vor über 30 Jahren ein Geschäftsführer zu mir.

Ein weiterer Schritt
Im Weiteren mit der für den Menschen an sich gültigen Sinnerfüllung der Begriffe: Demokratie, Freiheit, Selbstbestimmung, Liebe, Frieden, Gerechtigkeit, Werte, Würde, Verantwortung, Vernunft &c. Denn dies sind alles Begriffe, die den Menschen selbst betreffen.

Ich hoffe an dieser Stelle, dass Verhaltensmuster nicht nur einfach aussterben, wenn ihre Träger diese selbst nicht in Frage stellen. Jeder weiß nun, was damit gemeint ist.

Das System kommt nicht ins Wanken, wenn man es bekämpft, sondern darüber hinaus in den existenziellen übergeordneten Sinnkontext stellt, warum es überhaupt existiert, was nun mehrere fundamentale Konventionsbrüche notwendig macht. Denn das gewohnte Opfer wird nur sagen: „Sie wollen uns nur unterwerfen und versklaven.“ Die Antwort darauf heißt jedoch:

„Nur wer sich wie ein Sklave benimmt, soll auch so wie einer behandelt werden.“

Der Mensch an sich ist der Mensch mit seinen Programmen. Nach diesen „funktioniert“ er. Jedoch ist er auch in der Lage, diese Programme in sich selbst umzuprogrammieren, dass ist das was „Wasser in Wein verwandeln“ im eigentlichen Sinne bedeutet.

Bereit für das Leben?
Das Lernen wurde einem in der Schule abspenstig gemacht, an der Arbeit die Arbeit und das was unter Glauben verstanden wird, in der Kirche. Überall lauert die Autorität: „Mache es so, wie ich es dir sage, nicht jedoch, wie ich es selbst tue.“ (Wer sich an den Zauberer von Oz erinnert, weiß, dass der Mann hinter dem Vorhang nur eine Show gemacht hat.)

All das, damit die Mehrheit nicht ins Selbstdenken und in den damit verbundenen Prozess der Infragestellung des Vorhandenen gelangt und damit auch die verbundenen Ebenen Unterbewusstsein, Bewusstsein und Sein (Selbstwert durch die Entwicklung seines Selbst, Selbstwissenschaft).
Wenn glauben „nicht zu wissen“ bedeutet, liegt darin auch die Aufgabe, aus dem Geglaubten, was mehr ein zunächst unbeschreibbares gefühlt Erahntes sein mag, Wissen selbst zu entwickeln. Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit durch Selbstwissen, Selbstentwicklung und Selbsterkenntnis. Der zunächst neblige Ereignishorizont der Wahrscheinlichkeiten verschiebt sich, das gefühlt Erahnte manifestiert sich – vereinfacht ausgedrückt.

„Man sollte sich also schon selbst ein Bild machen.“

Das muss auch so sein! Denn wie soll der Mensch sonst zu sich selbst finden?

Dazu dient die ganze Nummer, sich darüber erst klar zu werden, was also der alten Ordnung auch den Sinn einer Schule verleiht, wie man lernt, wie es nicht funktioniert. Und hier findet sich auch die Frage nach dem Preis, den man zu zahlen wirklich(!) bereit ist oder auch nicht.

Denn man lernt in der Fremdbestimmung durch die Autorität nur all das, was die Mechanismen der Fremdbestimmung und damit verbundene Anerkennung der Autorität erhält (sichert) und nicht das, was sie möglicher in Frage stellt. Diesen Schritt hat jeder selbst zu entscheiden.

Und Ein mit „Feind“ bezeichneter Mensch zeichnet sich im einfachsten Sinn nur durch eine andere Meinung aus, siehe: Artikel 53 UN-Charta. Ein mit „Feind“ bezeichneter Mensch, zeichnet sich im einfachsten Sinn nur durch eine andere Meinung aus.
Wer hat also die Aufgabe des Umdenkens? Und wer ist das „auserwählte Volk“, um dem anderen „auserwählten Volk“ (aus der Schar auserwählter Völker) in den Hintern zu treten?

„Die Schule ist schon lange vorbei. Es ist in der Tat schon nach 12 und die Schüler klammern sich noch an die warmen Sitzplätze.

Den Mutigen gehört die Zukunft
Vor dieser Entscheidung haben die meisten Menschen eine berechtigte jedoch nur aus einem konditionierten Unglauben heraus bestehende (Existenz)Angst, die wiederum der Autorität solange dienlich ist, weil auch hier die zur Verfügung gestellten Informationen in einer Weise aus der gewohnten Konditionierung heraus unglaubwürdig, also aus der geschaffenen Opferhaltung heraus betrachtet, dargestellt sind. Glauben zu lernen, kann nur jeder in sich selbst: ob er nun an diesen(Geld) oder jenen Gott im Außen glaubt.

Beide Aussagen sind nämlich falsch.

Denn das Göttliche ist in einem selbst enthalten, nur wird es verdrängt, weil der Mensch in der Regel den Konventionen (durch artiges Verhalten) also der „Autorität“ folgt.
Autorität gibt es zwar als Person, sie tragen jedoch alle keine Verantwortung! Alles dient nur zu Ablenkung (Invertierung der Selbstbesinnung), da durch die gewohnten Konditionierungen (der Mehrheit) die Autorität solange existiert, solange die Konditionierungen (im Individuum) unbetrachtet bleiben.

Von Positivem und Überpositivem
Der Mensch orientiert sich lediglich an den Prinzipien der universellen, kosmischen oder auch göttlichen Ordnung und die findet er in sich selbst, wenn er seine eigenen Verhalten, Konditionierungen und damit verbundene Konventionen in Frage stellt. Ein Prinzip ist das bedingungslose Geben und Empfangen, womit sich die entfaltet Vernunft zum Ausdruck bringt, die bisher in der Fremdbestimmung zum Zweck der Fremdbestimmung beibehalten wurde!!!

Man kann es nur in sich selbst erkennen, was man in sich bisher durch die Ersatzfigur „Autorität im Außen“ (der Fremdbestimmer) selbst verdrängt hat.

Und erst dann kann man Begriffe Demokratie, Freiheit, Selbstbestimmung, Liebe, Frieden, Gerechtigkeit, Werte, Würde, Verantwortung, Vernunft &c., mit ihren wahren (funktionierenden) Bedeutungen bedacht und widerspruchsfrei mit Sinn erfüllt werden.

Wird haben den natürlichen Lernprozess, der die Ebenen (Unterbewusstsein, Bewusstsein und Sein) inne hat, gegen einen künstlichen Lernprozess ausgetauscht, der in der Regel nur Gehorsams-, Arbeits- und Beschäftigungswissen vermittelt.

Jedoch auch nur bis zu einem gewissen Punkt, der dann irgendwann als „Sinnkrise“ in Erscheinung tritt, wo das bisher gedachte zu keinem erfüllenden Ergebnis mehr führt, wenn es dies bisher überhaupt tat. In der Regel war es nur eine äußere Kaschierung des inneren Selbstwertmangels.

Der Mensch entschloss sich unbewusst selbst zur Entmenschlichung, indem er sich vom Lebensprozess abwendete (verdrängte), versuchte ihn durch allerlei Technik und Regelwerke künstlich nachbilden zu wollen.

Doch war dies notwendig, damit er lernt, wie es nicht funktioniert – unter anderem die Beschäftigung mit Symptomen.

Über O(h)rganisation
Da das Leben als Wechselwirkung mit Tendenz hin zu einem nahezu Gleichgewicht stattfindet, gibt es im Kern so etwas wie einen Ist-Zustand nicht wirklich.

Der Gesamtzustand und Wirksamkeit eines Systems (egal welches) ist von einer strukturellen Komplexität, damit verbundenem Energieaufwand für die Erhaltung der Organisation abhängig, um die Funktion (Aufgabe, Ziel und Zweck) zu erfüllen, für die das System einmal geschaffen wurde.

Es wird dann dramatisch, wenn sich die Organisation mehr und mehr entfremdet und gegen den Menschen selbst wirkt, von der er gleichzeitig seine Lebensgrundlage zu gewährleisten versucht. Probleme werden da nach dem Verdrängungskonzept gehandhabt, was zu zunehmender Komplexität führt, die Organisation irgendwann dabei ihren Zweck nicht mehr erfüllt, weil die Erhaltung der Struktur die Aufgabenerfüllung überwiegt. Das nennt sich dann Insuffizienz. Das System erstickt an seiner Selbstbeschäftigung.

Zudem entpuppt sich bei genauerem Hinsehen ein „System“ nicht selten als symbiotisch-parasitär, was anfänglich als gewohnte Symbiose begonnen hatte. In der Hierarchie ist dieses Phänomen normal und basiert auf der Problem- und Arbeitsteilung nicht wertschöpfender Ebenen, die wiederum von den wertschöpfenden Strukturen mit am Leben gehalten werden müssen.

Im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit dünnte man gewohnt die unterste Ebene dabei zunehmend aus. Mittlerweile versucht man sich an der „Auflockerung“ mittlerer Managementebenen.

Beides ist jedoch nicht einfach mit einem Wegstreichen geregelt und in der Regel wird dabei nur an den Symptomen herumlaboriert – stark vereinfacht ausgedrückt – weil man immer noch auf gewohnte Fremdregelmechanismen und Fremdbestimmung durch Vorgesetzte nicht verzichten mag – also ein „virales Phänomen“ von Generation zu Generation übertragene Fremdbestimmung – stark vereinfacht ausgedrückt. Der kurzzeitige Effekt einer verbesserten Wirksamkeit der Organisation wird lediglich über eine Verzögerung der Auswirkungen eine Weile „schön“ gehalten. Da helfen auch keine „Heilmittelchen“ wie „SOA“ und „Industrierevolution 4.0“, die lediglich zur Komplexität betragen und letztlich der wertschöpfenden Ebene nur abträglich sind. Denn im Alten geht es nicht darum, eine echte Lösung anzubieten, sondern gewohnt den Patienten weiterbehandeln zu wollen, indem man ihm erst „Kopfschmerzen“ (Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit) verpasst, um ihm dann hintenrum „Kopfschmerztabletten“ verkaufen zu wollen.

Denn wenn die neusten Automodelle mittlerweile auf großen Flächen auf Halde stehen, während das „Unternehmen“ gezwungen ist, noch weitere zu produzieren, ist klar der Horizont der Sinnhaftigkeit überschritten.
Das Phänomen gesellschaftlich tolerierter Unvernunft, damit verbundener Betreuung, Beaufsichtigung und Kontrolle der „Unvernünftigen“ durch die Vorgesetzten zeigt sich von seiner besten Seite.

Und mit dem vorhandenen (tolerierten) Wissen und Können, ist dies nicht zu lösen. Alles andere, gilt es neu zu erlernen, siehe „Ganzheitliche Neuorientierung ökonomischer Systeme“.

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