Schuldzuweisung – ein überholtes Verhaltensmuster

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,769386,00.html (Spiegel)

Wie sehr doch alle aus ihrer Haut nicht heraus können, wenn es darum geht einen Schuldigen zu suchen; aus der Mode gekommene Verhaltensmuster, die in Frage längst hinterfragt gehören. Warum?

Weil die Mehrheit gelernt hat Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten. Gelernter Irrglauben, man habe es mit einzelnen, unabhängig voneinander existierenden Problemen zu tun.

Ursachen mehrheitlich heute existierender Probleme finden sich in organisatorischen Unzulänglichkeiten und Ineffizienzen durch selbst geschaffene Komplexität der ökonomischen Teilsysteme wieder.

Ca. 363 Mrd. Euro, laut Proudfoot Consulting in jedem Jahren durch derartige Unzulänglichkeiten nutzlos vergeudet. Das sind pro Mitarbeiter 84 Arbeitstage, in den Wunden geleckt und an Symptomen herumlaboriert wird. Was sagt uns diese Zahl?

Wir werden nur dann ein wirksames Europa im Umfeld globaler Marktumfelder haben, wenn wir uns darauf besinnen, dass mehrheitlich vorhandenes Wissen nicht zur Lösung beiträgt, die Situation weiter verschlechtert.

Was wir benötigen sind zeitgemäße Organisationsmuster, die sich den rasant ändernden Markt- und Wettbewerbsbedingungen flexibel anpassen können. Und an dieser Stelle wird eines ganz deutlich: mit konventionell-traditionellen Beratungs- und Organisationsmustern lässt sich dies nicht lösen.

Schauen wir uns den globalen Wandel an, so haben aufstrebende Nationen die Zeichen der Zeit längst erkannt und für sich genutzt. Was passiert bei uns? Nichts. Die Szenerie ist beherrscht von wildem Aktionismus und dem Irrglauben mit Geldmitteln die Situation irgendwann geregelt zu bekommen. Reine Donquichotterie sinnfreie Zeitgestaltung.

Wenn wir etwas gegen das aufziehende Unwetter unternehmen wollen, ist jetzt der geeignete Zeitpunkt sich über neue Lösungsmuster Gedanken zu machen, die aus überfrachteten Strukturen lautlos fließende Organisationen entstehen lässt, in der der Mensche wieder eine sinnvolle, für sich und die Gemeinschaft lebenswerte Aufgabe in einem wirksamen Umfeld erfüllen kann.

All dies ist möglich. Machbar wird dies, wenn man sich der Thematik systemischer Neuordnungsprinzipien öffnet, wo ein Unternehmen als ein offenes System, bestehend aus dynamisch vernetzten Beziehungsmuster, wechselseitigen Abhängigkeiten, kybernetischen, symbiotischen, synergetischen und kausalen Wirkmechanismen betrachtet und was von größerer Bedeutung ist auch zeitgemäß gestaltet wird.

Auf diese Weise erkennt und regelt man die Ursachen, hervorgerufen durch Prozess-, Funktions- und Informationsunzulänglichkeiten lösen sich die wahrgenommenen Probleme von selbst auf.

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