Sie werden Dir Dein Deutschland nehmen!

So ungefähr klingt eine reißerisch aufgemotzte Überschrift, um den interessierten Leser zunächst in seinen üblichen Bahnen zu belassen. Sicher wird die Situation komplexer sein, wird so mancher jetzt einwerfen. Das mag auch stimmen.
Wer schreibt schon ständig alle Argumente hin, um etwas damit noch besser untermauern zu wollen? Es wird immer wieder jemanden geben, der sagt: „Da haste aber das und das übersehen.“
Das ist auch der Grund, warum ich stets verallgemeinert von „Unsäglichkeiten“ spreche. Es spart Zeit.

Andere verkrampfen förmlich bei dieser Überschrift und klammern sich „instinktiv“ an die „guten alten Werte“ (Zeiten = aus Denk- und Verhaltensmustern entstandene Strukturen und Errungenschaften). Der Werteverfall ist dabei unbestritten, doch im Endeffekt sind die gehofften Werte nur wohlklingende Worthülsen.

„Das Wohl des Landes steht im Vordergrund.“ „Ich dachte immer, es gehe um die Menschen.“

Nahezu alles, was eine Kaffeemaschine ausmacht, kann aus ihrer Bedingungsanleitung heraus ersonnen werden. Fragt man den Menschen jedoch nach jenen Werten, die ihn selbst ausmachen, so befüllt sich der Dialog in der Regel mit vorgekauten Oberflächlichkeiten.
Okay, das soll jetzt nicht das Thema sein –ist jedoch auch eine von vielen Baustellen, die dem Deutschen als Herausforderung(!) für die Neue Zeit und nicht als „Problem“ auf den Tisch gelegt worden ist. Herausforderungen, die kaum jemand annimmt: Er ist ja mit kämpfen und sich verteidigen beschäftigt.

Also, die Länder sind alle bereits in Unternehmen umgewandelt worden und die wertschöpfungsfreien Strukturen stehen – aufgrund fehlender Handelsverträge (die Unternehmen untereinander für Gewöhnlich abschließen) – mit dem Rücken zur Wand. Das geht auch solange weiter, solange keine Lösungen für eine wirksame Neustrukturierung vorliegen – besser: erkannt werden.

„Tatsächlich aber sind die europäischen Völker ihre Staaten, ihre nationalen Volkswirtschaften, sind alle Unternehmen, von der Entwicklung der Welt, von der ich sprach, auf das Stärkste berührt. Sie wissen es nur noch nicht. Sie haben es nur noch nicht verstanden…“ Helmut Schmidt, 2012, Quelle: Youtube

Präambel des UN-Kaufrechts:
„Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens im Hinblick auf die allgemeinen Ziele der Entschließungen, die von der Sechsten Außerordentlichen Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen über die Errichtung einer neuen Weltwirtschaftsordnung angenommen worden sind,…“

Die vorhandene Eigenschaft „wertschöpfungsfrei“ betrifft im Kern alles, was an Verwaltungen und sich sonst so als staatliche Struktur zu präsentieren versucht – und letztlich nur noch auf Obrigkeitshörig- und Gläubigkeit (also Gewohnheit) sein Dasein fristet.

„Wir brauchen wieder einen Rechtsstaat.“ „Das eben, brauchen wir nicht. Der Mensch untersteht keinem positiven Recht – egal im welcher Form auch immer.“

Sicher kann man jetzt die anderen fleißig anschreiben, dass sie keine Rechtsgrundlagen mehr haben, siehe auch: rückwirkende Entscheidung des BVerfG auf das Wahlgesetz von 1956 am 25.07.2012. Man steht bereits auf der grünen Wiese und was passiert? Es wird nur „alte Soße“ gerührt.

Betroffene werden dies nicht verstehen wollen, weil sie damit ihre Lebensgrundlagen zu gewährleisten versuchen, wie auch ihre Vorgesetzten, die ihnen befehligen, siehe: „Parallelen aufgreifend“.

Die „Kuh“ bekommt man nur vom Eis, indem jeder selbst beginnt nach einer Lösung Ausschau zu halten. Wegschauen und Ignorieren sind an dieser Stelle kontraproduktiv.

Es reicht auch definitiv nicht aus, die bisherigen Denk- und Verhaltensmuster als üblichen Vergleichs- und Abgrenzungsmaßstab heranzuziehen oder sich nur genug zur Wehr zu setzen.

„Nicht nur der Deutsche verdrängt, dass er nur verdrängt.“

Was haben wir uns aufgeregt!
Wahrgenommene „Unsäglichkeiten“ werden gewohnt dazu genutzt, beklagt, kritisiert und bedemonstriert zu werden. Kaum jemand macht sich wirklich Gedanken über die Ursachen und verfängt sich meist im schnellen Ausfindigmachen von Schuldigen. Das ist ja „normal“ so. Ist es das?

Das dahinter wirkende Kernverhalten ist im Übrigen auch für die Entstehung von Hierarchien und damit verbundenen Auswirkungen verantwortlich – einer zwar „gewohnten“, jedoch der Natur widersächlichen Organisationsform. Kaum jemand weiß das, denn: Es gibt ja Wichtigeres!

Genau das ist die Selbsttäuschung, der sich nur allzu gerne hingeben wird, während an Gewohnheiten festgehalten und im Außen reichlich Tamtam nachgegangen und veranstaltet wird. Und wenn das alle so machen, muss es auch einfach richtig sein. Das ist im Übrigen das gleiche Prinzip, wie bei den Gesetzen.

„Die Mehrheit bestimmt, was „richtig“ ist, jedoch nicht unbedingt das, was richtig ist.“

Derartige Entscheidungen beruhen auf den bisher unangetasteten Denk- und Verhaltensmustern, die auch für die letzten – sage ich mal – 100.000 Jahre Menschheitsgeschichte und ihrer „Entwicklung“ verantwortlich sind.

Aus diesem Grund reicht es auch nicht, die Geschichte nur als Wissensmenge aufzuhäufen, ohne etwas daraus zu lernen.
Selbst ein noch so detailorientiertes Hinschauen auf noch so viele Inhalte und Expertenmeinungen bringen nichts, wenn die Prinzipien dahinter nicht erkannt werden (wollen), die die Inhalte erzeugen!!!

Im Zooladen: „Komischerweise beschweren sich die Fische immer nach dem Fressen über das schmutzige Wasser.“ „Das können die gut. Das haben die gelernt.“

Und offen gesagt…
…hat das alles auch seine Richtigkeit und ist auch gut so. Auf diese Weise verbleiben die Anhänger weiter im System, sind beschäftigt und kommen nicht auf komische Gedanken.
Gut, dass sie auch in der festen Annahme sind, die BRD sei das System, Merkel an allem Schuld und die müsse – zusammen mit den Flüchtlinge – einfach nur weg. Was bin ich froh.

Sie werden schmunzelnden Auges zugeben, dass das natürlich Gedanken von „einfacher Natur“ sind – ebenso wie Bestrebung, dies durch gewählte Mehrheiten erreichen zu wollen, basieren diese „Lösungen“ nur auf einem gewohnten Verdrängungskonzept. Das tut mir jetzt echt Leid!

Okay, es tut mit nicht Leid. Mit Leid kann keiner was anfangen. Mit: „Es muss sich „etwas“ ändern, jedoch auch nicht!

Und so bleibt die eigentliche Herausforderung weiträumig geschützt und das Schauspiel kann weitergehen. Sicher hofft so mancher Betreuer darauf, dass die „jungen Wilden“ irgendwann wieder zur „Vernunft“ kommen. So wie bei der „Occupy-Bewegung“ und den „Montagsdemos“.

„Wir haben gewonnen. Die Menschen interessieren sich nicht mehr für ihre Bürgerrechte, nur noch für ihren Lebensstandard. Die moderne Welt hat Ideen, wie die Freiheit, hinter sich gelassen. Es genügt ihnen zu gehorchen.“
„Die Gefahr bleibt bestehen, solange der freie Wille existiert. Jahrhunderte lang haben wir versucht durch Religion, Politik und heute durch Konsumdenken Widerspruch auszulöschen. Hat nicht auch die Wissenschaft eine Chance verdient?“
Dialog aus dem Film „Assassin’s Creed“, 2016

Dass sich mancher nochmals den Wunschtraum altstaatlicher Rechtschaffenheit zu erfüllen versucht, sorgt dafür, dass die Neue Zeit jene und die für die Mehrheit unangetastet bleibt, während sie wartet – notfalls bis zum Sankt Nimmerleinstag.

„Wir werden niemals aufgeben und weiter kämpfen.“ „Also weiter im üblichen Kreisverkehr?“

„Revolution ist jener Akt, die einen Herrscher durch andere, gewogene Herrscher zu ersetzen, in der Hoffnung auf gerechte Vorgesetzte oder durch Austausch einer Ideologie gegen eine andere, während die Organisationsform der Hierarchie und Fremdbestimmung die gleiche bleibt.“

„Man fragt uns: Im Kapitalismus wird der Mensch durch den Menschen ausgebeutet. Und im Sozialismus? Wir antworten: Im Sozialismus ist es umgekehrt!“ Radio Erevan, Zitat aus Nomenklatura, Michael S. Voslensky

Sicherheitshalber sei auch der Hinweis gegeben: Dass im gewohnten Gruppenzwang der Denkapparat weniger stark beansprucht ist.

Der Gedanke, man habe es durch Verdrängung des „Problems“ bereits mit einer Lösung zu tun – im Glauben, man müsse dies nur nach dem Prinzip „vom mehr des Selben“ entsprechend laut genug darlegen, ist ein Irrglaube.
Selbst dann, wenn alle der „gleichen“ Meinung sind, dass es – mit Nachdruck – richtig“ sein muss und sogar „Gegner“ sich kämpferisch gebend, dabei in Erscheinung treten.

An dieser Stelle mag ich jeden beunruhigen: Die wahrgenommenen Unsäglichkeiten sind lediglich Symptome des Systems. Schade, wenn man sich auf diesem Weise engagiert.
Aus diesem Grunde macht es wenig Sinn, sich nur mit den Symptomen (die sicht- und spürbar in Erscheinung treten) zu beschäftigen, als vielmehr mit dem System selbst und das sind weder das Rechts-, das Politik-, das Wirtschafts- noch das Geldsystem, weder die Wissenschaft oder gar die Religion &c. Das sind alles nur „Abkömmlinge“ des Systems!

Offen gefragt: Wer lässt sich schon dabei erwischen, dass er sich nur mit der Bekämpfung von Symptomen beschäftigt und als Don Quichotte alle Ehre gibt? Und so lässt man sie weiter „ihr Ding machen“, bis jene es vielleicht erkennen.

Mich wundert die Frage nicht, die dann recht häufig auftaucht: „Ja, was willst du denn dagegen tun?“

Zugegeben eine gute Frage, wenn auch eine, die von den üblichen Konditionierungen des Fragenden bereits manipuliert ist. In der Regel wird auch nur eine entsprechende, schnell verstehbare und dreizeilige Antwort erwartet.

„Ich habe keine Zeit! Ich muss kämpfen! Das Alte muss erst weg!“ „Und wann kommst du dann wieder?“

Durch das Wort „dagegen“ ist die Verdrängung bereits in die Frage mit eingebaut und man kann den Fragenden bereits dabei seine innere Haltung „abfühlen“, wenn jetzt nicht gleich die „richtige“ Antwort kommt.

Solch eine Antwort darf in keinem Fall den Eindruck erwecken, dass der Fragende dabei das Gefühl entwickelt, dass er im Kern erkennt, dass sein bisheriges Wissen und Traktieren zu nichts führen wird, wenn er nicht weiterdenkt.

„Weiterdenken, statt weiter denken.“

Deshalb kann man dem „Volk“ auch nicht die Wahrheit sagen, die im Kern lautet: „Alles geschieht bereits nach Eurem Glauben! Wenn ihr es anders wollt, wisst ihr, wo das Umdenken geschehen muss.“

Die Betreuer werden das natürlich nie zugeben. Die wollen das unschlüssige Volk ja weiter betreuen – außer jenen, die sich der Neuen Zeit widmen und solange gibt es zunehmendes Durcheinander.

„Nur Unwissenheit erzeugt Chaos“, Lucy, 2014

„Ja, aber ich habe das alles nicht bestellt.“ „Bewusst nicht, sondern durch dein Tun, was sich von deinen Denk- und Verhaltensmustern ableitet und somit auch zeigt, dass Reden nur reden ist, wenn sich endlich „etwas“ ändern soll. „Ich habe doch gar nichts getan.“ „Eben drum.“

Der Dialog klingt jetzt sehr provokant, weil er immer noch die Frage offen lässt, was denn dieses „Getane“ oder zu „Tuende“ beinhaltet. Gewollt.

Der Grund, warum man den Menschen nicht die Wahrheit sagen kann, liegt einfach daran, da sie diese unter Beibehaltung ihrer Konditionierungen gar nicht verstehen würden, selbst wenn sie es wollten. „Selbst dahinterkommen“, heißt das Motto und Erkennen. Das wiederum setzt einen Entwicklungsprozess voraus.

Andere gehen soweit, dass sie es gar nicht wissen wollen, während sie gleichzeitig Lösungen fordern! Wahnsinn hat Methode!

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Mehrheit wurde bisher durch weiträumige Abgrenzung gegen Veränderung geschützt. Darauf ausgerichtete Werkzeuge (z. B. Bestrafung für eigenständige Entwicklung) waren und sind in der Regel zur Erhaltung des Systems (und seiner Ordnung) gedacht. Genau das geht zu Ende. Neue Zeit, neue Prinzipien.

Im Kern ganz einfach: Mehrheitliches Tun führt unter Beibehaltung der Methoden zu nichts, außer zu Beschäftigung und letztendlicher Regression.

Der wesentliche Aspekt, dem System „ein Schnippchen schlagen“ zu wollen, besteht darin, sich entwickeln zu wollen! Denn „das System“ wird aus den eigenen Denk- und Verhaltensmustern erzeugt.

Unter dem Aspekt gewohnter(!) Denk- und Verhaltensmuster geht es stets um Verdrängung, dies in Form von Schuldzuweisungen, Ignorieren, Ausgrenzen, Unterwerfen, Vernichten &c. – im Sinne der Erhaltung und Verteidigung des (eigenen) Systems. Klingt also ziemlich schräg.

Dabei unterscheiden sich die einen nicht wirklich von jenen, denen sie die Schuld zuweisen. Willkommen im Club des wechselseitigen ewig Gestrigen!

Der Wandel, der sich inhaltlich mit der Neuausrichtung hin(!) zum Lebensprozess entwickelt, steht dem gewohnten auf gestern ausgerichteten Denken und Verhalten radikal gegenüber.

Die letzten hundert Jahre zeigen, dass ein paar tausend Jahre kollektiv oktroyierte und als „richtig“ empfundener Fremdbestimmung, Bestrafung und Verdrängung jetzt mal fix als Märchenstunde erkannt nachgeholt werden. Gut, dass es das Internet gibt, sonst gäbe es bereits Mord und Totschlag.

Ich sag es mal so: „Es kommt, wie es kommt, weil sich kaum Gedanken um die Ursachen, sondern lieber um die Verdrängung (Bekämpfung) der Symptome gemacht wird.“

„Ja, aber ich habe damit doch gar nichts zu tun.“ „Was auch nur eine Sichtweise darstellt, die durch die konventionelle Programmierung der Verdrängung beeinflusst ist.“

Es geht nicht um Schuld oder Unschuld!!! Das sind nur Konzepte, um sich willkürlich-opportun herausrechnen zu wollen, falls es mit einer Veränderung der eigenen Denk- und Verhaltensmuster (abgelegt im „ich“) zu tun hat: Der Mensch hat sich von seiner geistigen Entwicklung nahezu abgenabelt, gesteuert durch sein „Ich“, was das bisherige System erzeugt.

Erkannt, worum sich alles dreht, wenn man jetzt den vorhergehenden Gedanken invertiert(!) und nicht üblicherweise nur negiert und Schuldige sucht? Es geht – nochmal – um die Entwicklung des Menschen.

Genauer: Es geht um die Neuausrichtung der eigenen Denk- und Verhaltensmuster

  • die durch die Betreuer bisher geschützt worden sind,
  • die für die Existenz der Betreuer verantwortlich sind
  • und die das System erzeugen, was sich gegen das Leben selbst stellt.

Verstanden, was Deutschland ist? Oder jedes andere Land?

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