Stellen Sie sich mal vor,…

… Sie machen sich die Mühe und sprechen mit vielen Menschen über mehrere Jahre, hören sich ihre Meinungen an und alle wollen, dass sich etwas ändert, ob sie nun keine Steuern mehr bezahlen wollen, keine GEZ, kein OWis, keine Grundsteuern, keine was auch immer.

„Wenn es da mal ein Formular gibt, was man nur ausfüllen muss, sag‘ mir Bescheid, wo ich es herunterladen kann.“ Zitat aus 2013

Wer denkt schon darüber vor, dass es nicht einfach um „Bedrucktes“ geht, sondern um die Infragestellung der Autorität an sich und damit verbunden, auch der von ihr zugestandenen Privilegien, wie Teilnahme am Geldsystem, Teilhabe an der Macht (durch das zweitkleinste Fürstentum, die Familie), zugestandenes Eigentum und Besitz sowie Hab und Gut.
Die Privilegien werden sogar vererbt. An das geglaubte Haben wurde sich so sehr gewöhnt, dass ein mögliches(!) Wegfallen von etwas zu Verlustängsten führt und auf diese Weise der einst mit Privilegien bedachte, zum willigen Teilnehmer der alten Ordnung verkommt.

Wer kommt schon auf die Idee, dass lediglich der Vertrag gehorsam zu sein damit aufrechterhalten, gelebt und sogar weiter vererbt wird?

Wer kommt schon auf die Idee, dass er nur gewohnt auf sein „Ich“ zugeschnittene Angebote erhält, damit er weiter fleißig an seinen Denk- und Verhaltensweisen und damit am System festhält?

Wer kommt schon auf die Idee, wenn er mit der Frage „Bedrucktes“ („Geld“) haben oder nicht haben, nur seinem „Ich“ auf den Leim geht?

Wer denkt schon darüber nach, dass „Bedrucktes“ nur dann etwas wert, wenn man daran glaubt, dass es etwas wert ist?

Wer denkt schon darüber vor, dass man mit den gewohnten Denk- und Verhaltensweisen („Ich und die anderen“) trotzdem einer kollektiven Zusammenarbeit nachgeht?

Allein diese Gedanken und damit verbundene Betrachtungen und Antworten zeigen, wie der Einzelne dazu steht. Was in dem Fall wichtig ist, wie er im offenen Raum dazu steht – nicht das, was er unter vier Augen zu beschwören meint.

Dass sich „endlich“ etwas ändern soll, darüber waren sich die meisten, mit denen ich während der letzten Jahre zu tun hatte, bewusst.

Ist man sich der Tatsache bewusst, dass man nur für sich selbst etwas zu tun hat, orientieren sich die einen (die Mehrheit) am gewohnten, am Bekannten (Geld, Macht, Eigentum, Besitz, Hab und Gut). Nur wenige gehen freiwillig den Weg und lassen das Bekannte zurück.

Man kann es in etwa so formulieren: Jeder ist eine Art Christoph Kolumbus, doch wenige treten die Reise an.

Sehr früh schon entstand für mich ein Zwiespalt. Mache ich was für mich und wie ist es für die anderen? So entschloss ich mich, alles in den offenen Raum zu kommunizieren.
So mancher war der Meinung, ich würde mich über andere stellen, was – aus heutiger Sicht – lediglich eine von jenen inszenierte Selbstunterdrückung darstellt. Wenn ich mich über andere stellen würde, dann würde ich mir die Arbeit mit diesen Blog ersparen.

Dabei ist auch erkennbar, dass man nicht anderen hilft, indem man sie „schützt“, wie dies hier und da noch geglaubt wird. Denn auf diese Weise würde wieder verhindert werden, dass jene eigene Erfahrungen machen und sich so nicht entwickeln können und werden. Zudem würde wieder nur die Grundlage geschaffen, für die das gewohnte System bekannt ist.
Viele versteckten sich dann wieder hinter wenigen, die dann für alle die „Kohlen aus dem Feuer holen“ sollten – nicht selten auch die ersonnenen Feinde eben mal schnell zu beseitigen. An diesem Punkt erkennbar, dass so manch „Wesen“ nicht wirklich spirituell ist, sondern lediglich sein „Ich“.

Sich im Leben zu bewegen, bedeutet zu vertrauen, sich selbst und dem Leben, dass alles was passiert, stets „richtig“ ist, und es lediglich darum geht, die richtigen Fragen zu stellen – selbst dann, wenn einem die „richtige“ Frage zunächst nicht einfällt. Es sind Fragen der Entwicklung: Was habe ich aus der mir gezeigten Situation zu lernen?

An irgendeinem Zwischenstopp kommt man zur Erkenntnis, wie groß die Luftnummer wirklich ist, die soweit geht, das bspw. „Eigentum“ nur eine Märchenstunde und mit Zahlen Bedrucktes („Geld“) eben nur Papier ist.
An diesem Punkt wird es in der Regel sehr leise, da all jene an einem Punkt kommen, wo sie ihren Glauben daran, möglicherweise infrage stellen müssten.
Das ist der Punkt, wo sich die einen von den anderen unterscheiden. Doch auch das, ist nicht weit genug gedacht, da ja alles seinen Sinn hat, weswegen es existiert. Es geht also noch einen wesentlichen Schritt weiter.

Hat man erst einmal (was laut einer lieben Bekannten wohl noch tausend Jahre dauern würde) erkannt, wie die alte Ordnung funktioniert und durch Infragestellung ihrer Prinzipien dabei auch das lange vergessene „Gegenteil“ wieder entdeckt, so bewegt man sich – beide Systeme gleichzeitig betrachtend an einem recht ungewohnten Punkt.

Für jemanden, der sich jeden Tag in einer Art Überlebenskampf meint, werden diese Gedanken nicht wirklich weiterhelfen, vielmehr wird er versuchen, sein Kämpfen noch zu verteidigen, zu rechtfertigen. Nicht selten erreichen mich E-Mails oder Telefonate, wo nach Lösungen in den gewohnten Themen (Rund ums Geld und die Gesetze) gesucht wird. Innerhalb der alten Ordnung gibt es keine, da sie in sich selbst bereits eine Märchenstunde ist. Nicht geltendes Recht nur gegen geltendes austauschen zu wollen, ist in etwa so, als wolle man die alte „Luftgitarre“ gegen eine neue auswechseln.

„Von „Deutschland“ zu sprechen kommt der Vorstellung gleich, ein Wort in Händen halten zu wollen.“

Das schmeckt so manchem nicht wirklich. Doch wie heiß es früher immer: „Es muss sich endlich etwas ändern.“

Das es sich dabei um die Auflösung der kollektiv geglaubten Märchenstunde handeln würde, konnte man ja nicht wissen. Nicht einmal mir war das zu Beginn bewusst. Jedoch was soll‘s? Es geht ja nicht um entweder oder, sondern um Entwicklung. Nicht wenige können mit der Aussage: „Zeit, umzudenken“, wirklich etwas anfangen. Hinzukommt, man kann einem das Wissen darüber auch nicht einfüllen.
Es gibt auch keine – wie heute gewünscht – „Kurzfassung“, nur weil so mancher der Meinung ist, dass die Beiträge „ja doch recht lang seien“.
Sie merken, ich vermeide es, bestimmte Begriffe zu verwenden, da sie zwar greifbar wären, jedoch nicht wirklich etwas bringen.

So am Rande, Rückmeldungen über Meinungen, die hier nicht eingehen, existieren in der Tat nicht, und tragen so auch nicht zu einer Veränderung durch Neuentscheidung bei.

„Die Welt verändert sich nicht, indem man sie nur betrachtet. Man verändert sie, indem man Entscheidungen trifft… Seht nach oben, der Himmel steht offen.“ „Amelia Wren“, The Aeronauts, 2019

Es gab auch manche, Sorglosigkeit spielend: „Ach, es ist doch alles nur eine Illusion.“ Worauf ich sagte: „Ja, aber nur solange, bis der Gerichtsvollzieher wieder vor der Tür steht“, was dann wiederum mit „Arschloch“ beantwortet wurde.

Gerne möchten jene, dass sich etwas ändert, während sie gleichzeitig an dem festhalten, was ein Verändern verhindert.

Stimmt, aber…
Etwas verstandesmäßig logisch zu erfassen, gelingt vielen, jedoch mit Selbstdisziplin sich der Sachverhalte bewusst zu sein und diese zu verinnerlichen, ist noch mal eine ganz andere Nummer. Denn führt dies zu irreversiblen Veränderungen in den eigenen Sicht- und Handlungsweisen.

„…Siehe, ich bin’s und habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Völker werden. Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker und will dich gar sehr fruchtbar machen und will von dir Völker machen, und sollen auch Könige von dir kommen.…“ 1. Mose, 17, 4 bis 6

Wer die Erzählung von Abraham und Isaac kennt, offenbart sich, wenn man sie zunächst entpersonifiziert/symbolisiert, um das Vertrauen des Menschen zum Leben selbst. Das meint „Bund“. „Vater“ steht für Fundament. Was jedoch gelebt wird, ist das Gegenteil. Komisch. Wie sieht es nun mit der Ursache aus? Ist es mehr ein Problem oder eine Herausforderung?

So stellte sich bei der Betrachtung von Unsäglichkeiten und der „Notwendigkeit“ endlich zu handeln heraus, dass das gewohnt Gedachte und Praktizierte zu nichts führte.
Was dabei als „Zusammenarbeit“ deklariert wurde, erwies sich später hintergründig nur als Verteidigung des Erreichten, was sich in einer späteren Erkenntnis nur als kollektiv geglaubte Märchenstunde über „Eigentum“ entpuppte.

Dabei ist es den Verfechtern gleich, ob sie etwas oder jemanden zu besitzen meinen, um in sich das flüchtige Gefühl von Sicherheit zu erwecken.
Verständlich, dass dann gelebte Spiritualität gern zum Geschäfte machen missbraucht wird und irgendwann nach hinten losgeht.

Der gewohnte Rahmen ist in der Regel bestimmt von anerzogen-vorgegebenen materiellen und besitzergreifenden Vorstellungen und damit verbundenen, möglichen Existenz- und Verlustängsten. Im gewohnten Denken geht es dabei stets um haben oder nicht haben.
Über die Art und Weise, welchen Preis man bspw. für „Geld“ zu zahlen hat, führt zu der Frage, in wie weit man bereit ist, sich für mit Zahlen Bedrucktes zu unterwerfen.
Das beharrliche „Ich“ ignoriert alles, was nicht in seinen gewohnten Rahmen passt, da jede Veränderung gleichzeitig auch an seiner Existenz zerrt.
Diesem „Problem“ versucht es dadurch zu begegnen, indem es sich des „so tun, als ob“ bedient. Es ignoriert notfalls auch, dass es existiert, um sich weiter so zu erhalten.

So gibt es derer viele, die die Theorie über den Geschmack von Mars® kennen.

„Neo, genau wie ich, wirst du irgendwann einsehen, dass es ein Unterschied ist, ob man den Weg nur kennt oder ob man ihn beschreitet.“ „Morpheus“, Matrix, 1999

Mensch oder Person…
… der Unterschied und damit verbundene Entscheidung macht es aus, worin man lebt. Nicht umsonst heißt es: Die „natürliche Person“ ist der Mensch in der Rolle als Rechtssubjekt.
Nur allzu gern, wird vom Menschsein gesprochen und Menschenrechte gefordert, während man weiter an „Geld“, Macht, Eigentum und Besitz bedeutungsschwanger festzuhalten gedenkt.
Das „Ich“, also die Denk- und Verhaltensweisen (DuV) des Menschen bestimmen, was er glauben darf. Dies solange, er nicht an seinen DuV arbeitet und meint, er könne ja nicht anders. Auf diese Weise kann sich das „Ich“ gewiss sein, dass alles schön beim Alten bleibt, während das „so tun, als ob“ es anders erscheinen lässt. Das selbst geschaffen-anerzogene Gefängnis kann man in der Art beschreiben:

„Es ist ein maßgeblicher Unterschied, ob man eine Rolle spielt oder die Rolle ist.“

Erst heute hatte ich einen Dialog, wo der sichtbare Beweis für eine Argumentation, dass Mensch und Person zwei paar Schuhe sind, einfach beiseite gefegt wurde. Tatsachen werden herunterspielt, während sie sich so von ihrer eigenen Entwicklung abhalten. Auf der anderen Seite zeigt sich auch, dass der Weg nicht einfach für alle gleich – zumindest nicht gleichzeitig ist.

Es wird zwar gern von Zusammenarbeit geredet, doch in der Weise, dass das Thema hübsch klein gehalten wird, was in sich nur zu einer Dauerbeschäftigung ohne wirkliche Entwicklung führt. Es ist lediglich ein „so tun, als ob“.

Doch wer gesteht sich – auf Basis seiner unhinterfragten Denk- und Verhaltensweisen schon ein, dass er sich selbst etwas vorgemacht („so tun, also ob“) hat, weil er bspw. an Bedrucktes („Geld“), Macht, Eigentum, Besitz, Hab und Gut geglaubt hat – ja sogar, dass das Leben das eigene sein soll.
Es sind lediglich all jene, die sich aufmachten, das System in Frage zu stellen und dass es im Kern keinen Grund gibt, bei weiteren Schritten beunruhigt zu sein. Beunruhigt zu sein herrscht nur dort, wo sich kein Gedanke gemacht und erst mal abgewartet wird, was wohl kommt.

Die Mehrheit steht ihr Leben lang an einer Bushaltestelle und wartet auf jenen einen Bus, dessen Fahrer sie selbst ist.

„Xavier: Wir sind alle im Krieg. Im Krieg mit uns selbst. Und du hattest Recht, Raven. Ich habe meinen verloren. Ich hatte vergessen, wer ich war, warum ich das alles überhaupt angefangen habe. Ich habe den Blick verloren von dem, was wichtig war. Ich habe … so viel verloren. Und es tut mir leid, dass ich es nicht früher gesehen habe, und ich bin nicht so entwickelt, wie ich dachte.
Jean Gray: Früher dachten wir, die Erde sei das Zentrum unseres Sonnensystems. Erst vor ein paar hundert Jahren haben wir herausgefunden, dass die Sonne das Zentrum ist. Im großen Plan der Galaxis gibt es immer noch so viel, dass wir nichts über unseren Platz in der Galaxis wissen und darüber, was möglicherweise darüber hinausgeht, weshalb wir weiter lernen müssen. Weil es sich anfühlt, als wären wir am Ende, ist es nur der Anfang.“ X-Men: Dark Phoenix, alternatives Filmende, 2019