Tendenz – Weniger vom weniger

http://tinyurl.com/36sq3h4 (FAZ)

Eine Auswirkung sich weiter verkomplizierender Strukturen und dem Gebaren fortschreitender Selbstbedienung. Da nutzt auch der Aufschwung nichts, bleibt von den zugestandenen Brosamen nichts übrig. Sollten die Verantwortlichen in Erwägung ziehen, die karren nicht aus dem Dreck, sondern gegen die Wand fahren zu wollen? Das wäre eine sehr schwarseherische und einfache Antwort.

Klassische Politik kann diese sich weiter ausbildenden Engpässe nicht korrigieren, zeigt aber auch, dass man ihr keinen Vorwurf machen kann und darf.

So sehr man sich nun auf allen Ebenen mit den Problemen auseinandersetzt, so sehr ist den Akteuren nicht klar, dass es sich nur um Symptome handelt. Die eigentlichen Aufgaben ganz woanders liegen, jedoch auch, dass sie die Politik mit den ihr möglichen Mitteln nicht lösen kann.

Stellt sich jetzt die frage, ob hier ein kollektiver Entschluss getroffen wurde nicht zu handeln, um auf eine neue Normalität zuzusteuern.

Die alte Normalität, wie sie die Mehrheit nicht anders kennt, beginnt seit langer Zeit ihre Wirksamkeit zu verlieren. Da helfen auch keine weiteren Geldmitteln oder verlustierende Aktionismen in luftigen Höhen. Handeln ist jetzt angesagt – besser Entscheidung.

Entscheidung sich langsam, aber kontrolliert vom „Alten“ loszulösen. Doch als Land insgesamt und gewohnt „von Oben“ aufoktruiert wird dies „in die Hosen gehen“ – alles im Chaos versinken. Nicht jedoch, wenn es schrittweise und an der „eigentlichen“ Basis der Gesellschaft geschieht – der Ökonomie – den Unternehmen.

Grund für die expontiell verlaufenden Unzulänglichkeiten (und nicht nur in unserem Land) sind die globalen Marktveränderungen, auf die wir – speziell der Mittelstand –  in keiner Weise vorbereitet sind. Noch immer wird versucht, mit überholten Methoden und falschen Propheten die entscheidenden Lösungsmustern finden zu wollen. Dabei bleibt die Stigmatisierung von „Andersdenkenden“ oder „Suche nach Schuldigen“ nicht aus. Alles Dinge die sofort abgestellt werden müssen.

Nicht nur die Situation der Kommunen zeigen, wo sich die Symptome zu Unerträglichkeiten entwickelt haben, die Lösung darin nicht liegen kann, einen Bulk an Abgaben einfach zu erhöhen. Es wird nichts nutzen, denn ihre Basis, von der sie, wie die meisten „Bürokratien“ versorgt werden, weit weg ist von funktioneller Effizienz – die Ökonomie – die Unternehmen.

Stop, Mädels und Jungens! So geht es nicht weiter!

Fast wie Lemminge auf dem Weg zu Klippe, zeigt sich, wie sehr isomorphes (von gleicher Gestalt) Denken und Handeln die Köpf aller vernebelt, sie kollektiv in einer Sackgasse verweilen lässt, aus der sie sich nicht mehr von selbst befreien können.

Wie lange wollen Sie das noch mitmachen?

Durch viele Gespräche ist der Trend klar zu erkennen, die Wissenden fühlen sich jedoch der Aufgabe machtlos gegenüber, leiden, haben sich mit Ihrem Schicksal wohl schon abgefunden. Die Medien und Wirtschaftsweise propagieren Wachstum. Ich frage, von welcher Position aus startet dieses Wachstum?
Wieviele Unternehmen und Privathaushalte sind der letzten Krise zum Opfer gefallen?

Kann es sein, dass dies niemandem so recht bewusst ist oder wird das auch kollektiv verdrängt, wie alle Unannehmlichkeiten, die mit der eigenen Verhaltensänderung zu tun haben?

Könnte es sein, dass die jährlichen Preiserhöhungen darin liegne, dass die Überschuldung in jedem Produkt und jeder Dienstleistung, mit 40% und steigend die Preise hochtreibt, sich jedes Jahr der sinnlose Mechanismus der Lohndebatte in sLeben ruft? Wohin soll dies führen?
Ein System, welches sich nur auf äußere Einflüsse (Wachstum)  konzentriert, wird sich im Inneren sukzessiv aushöhlen. Export und funktionelle Binnenwirtschaft müssen im Einklang stehen und dies ist seit längerer Zeit nicht mehr der Fall.

Die Mehrheit der Unternehmen muss sich den Gegebenheiten globaler Veränderung anpassen, ob sie wollen oder nicht. Das es kommen wird ist nicht mehr zu übersehen. Zeit zu handeln, solange es noch auf freiwilliger Basis geschehen kann.

Die aktuelle Politik bei der nächsten Wahl „abzuwatschen“ und anderen das Ruder wieder in die Hand zudrücken, ist nicht die Lösung.

Zeit zu handeln? Ich denke nicht. Erst wenn uns der Gürtel nicht mehr gehört, den wir ständig enger schnallen, wird der Mehrheit bewusst, dass auch die Reparatur der dafür notwendigen Lochzange nicht mehr finanziert wird – dann geht die Hose runter.

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