Thesen – Ist-Zustandsbetrachtung (gesellschaftlich)

  1. Krieg findet statt, um durch fremde Ressourcen und Wertschöpfungsfähigkeit, die heimischen Strukturen aufrechterhalten zu wollen.
  2. Krieg findet bereits im täglichen Kleinen seinen Anfang und seine Ursache im „Wollen“, Begehren (Gier) und „Nehmen“ und beruht auf einer beibehaltenen und gesellschaftlich anerkannten Konditionierung im einseitigen Empfangen, was man als klassischen „Egoismus“ kennt und im Kern nur eine unentfaltete Vernunft darstellt, die man als „Unvernunft“ kennt.
  3. Klassischer Egoismus beruht auf dem natürlichen Anfangszustand eines Neugeborenen durch seinen geistigen und materiellen Bedarf (Empfangen). Dies wird in der Mehrheit der Familien, Gemeinschaften, Kindergarten, Schulen und im Beruf einfach weitergeführt. Kennzeichnend für die Weiterführung sind stets die „Vorgesetzten“, die einem sagen, was man zu tun hat oder „was man haben, kann und darf“.
  4. Durch fortgeführte Fremdbestimmung kann sich beim Individuum jedoch der Entwicklungsprozess der Vernunft nicht vollziehen, was stets „eine Weiterbetreuung erforderlich macht“. Die Unvernunft arbeitet nach dem Prinzip „vom mehr des Selben“ und ist gekennzeichnet durch eine exponentielle Kurve und wird durch besitzen, behalten und verteidigen zusätzlich genährt.
  5. Vernunft in seiner dynamisch entfalteten Ausgewogenheit, ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen „Empfangen“ UND „Geben“. Seine Entfaltung führt zu jener Gerechtigkeit, die bei Fremdbestimmung nicht existiert. Denn in der Regel sind auch die Fremdbestimmer vom Phänomen des einseitigen Empfangs „betroffen“.
  6. Durch die Existenz der Funktion der „Vorgesetzten“ und damit verbundener Fremdbestimmung, finden zwei Methoden Anwendung: Belohnung (für artgerechtes Verhalten und Gehorsam) und Bestrafung (bei Verstoß) – beides(!) Grundlagen für Willkür und Opportunismus und im Besonderen zur Beibehaltung(!) der Betreuungsbedürftigkeit. Die hier zu nennenden Werkzeuge sind bspw. Stigmatisierung, Ausgrenzung, bedingte Zugehörigkeit, Ignoranz, Machtbestrebung und Machterhaltung, Kontrolle), das Rechts- und das Geldsystem und auf der anderen Seite der notwendige Glaube an „gerechte Vorgesetze“.
  7. Die fortgeführte Betreuung sorgt für eine vorwiegend im Außen orientierte und kontrollierte Geisteshaltung, die auch die Grundlage für die Manipulationsfähigkeit (durch Belohnung und Bestrafung) des Individuums und durch diese wesentliche Gleichschaltung auch die Masse darstellt.
  8. Der Betreute gibt seine Verantwortung an den Betreuer ab, entweder erzwungen (Missbrauch der Machtposition) oder freiwillig (Wahlen).
  9. Das Individuum bleibt dabei nur scheinbar in einem unverantwortlichen Zustand, der durch die scheinbare Übernahme durch die Vorgesetzen verstärkt wird: der ungeschriebene Gesellschaftsvertrag.
  10. Die Abgabe der Verantwortung erfordert „Gehorsam“ auf der einen und „Schutz und Betreuung“ auf der anderen Seite, jedoch auch zu einer inneren Opfer/Täter-Konditionierung.
  11. Die Infragestellung dieses Vertrages durch den Untergebenen (die Infragestellung der Autorität) führt zunächst zu einer Bestrafung und bei weiterem Vergehen zur Auflösung, Stigmatisierung und Ausgrenzung des „Untergebenen“.
  12. Die Ent-Täuschung des Untergebenen (Volk, folk, folg!) führt zu Schuldzuweisung und Erkieren anderer Betreuer oder auch umgekehrt, wenn der Untergebene plötzlich nicht das Ergebnis gebracht hat, was man von ihm „erwartet“ hatte. Übliche Mittel sind das Beklagen, Jammern, Wimmern, Greinen und unschuldig sein wollen. Das eigentlich Prinzip lautet: „Jeder erntet am Ende das, was er gesät hat.“ Schuldzuweisung ist ein Verdrängungskonzept.
  13. Das unter Punkt 4 genannte Prinzip „vom mehr des Selben“, in Verbindung mit der Außenorientierung sorgt für die Zunahme der Komplexität der wahrgenommenen Umwelt und selbstgeschaffener Strukturen und damit verbundene Notwendigkeit der Erhaltung und einhergehender Ausbeutung (untereinander und auch der Natur).
  14. Betreute und Betreuer bewegen sich während des Versuchs der Erhaltung geschlossen auf einer „Reise nach Jerusalem“ – einem Nullsummenspiel und unter Beibehaltung dieses Zustandes der Betreuung mit nur einem Ausgang – es sei denn, man denkt um.
  15. Die unter den Punkten 3 bis 7 beschriebenen Sachverhalte haben zur Folge, dass das Individuum weniger echte eigene Erfahrungen macht und sich dabei entfaltet, um auch Selbstbewusstsein-, -vertrauen und -wertgefühl zu entwickeln.
  16. Durch die Verdrängung werden mangelndes Selbstbewusstsein, -vertrauen und -wertgefühl nach außen projiziert. Mangelndes Selbstvertrauen dabei als das allseits bekannte „Misstrauen“.
  17. All das gibt es nicht geschenkt, noch per Gesetz oder durch einfache, kollektive Abstimmung.
  18. Die materielle Welt ist begrenzt. Die geistige Entwicklungsfähigkeit kennt jedoch keine Grenzen.

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