„Think global, act local“

Globale Zusammenhänge in der aktuellen Weltsituation (mit der aktuellen Weltanschauung) verstehen zu wollen, scheitert nicht selten daran, dass die Akteure gelernt haben, sich der vereinbarten (Selbst)Täuschung geschickt zu bedienen.
Und dies geht solange ganz prima, wie eine Mehrheit jene gewähren lässt, und diese ihr Wegschauen dazu nutzt, um die ersehnte Kuschelsituation möglichst lange genießen zu wollen. Dies geschieht durch Aufrechterhaltung heimischer Strukturen, in deren sich die Systemteilnehmer gewohnt bewegen.

Wir haben es jedoch mit mehreren Wahrnehmungsebenen (Überlagerungen der Wirklichkeit) zu tun, deren sich der eine oder andere öffnet oder noch unter seinen Konditionierung lebend verschließt – nicht selten aus der Gewohnheit heraus, das Erreichte behalten, sichern und notfalls verteidigen zu wollen, bzw. zu lassen.

Die Mehrheit wurde deshalb im Klein-in-Klein großgezogen, während wenige im Groß-in-Groß zuhause sind. Beide verkörpern jedoch nur die Denkmuster des alten Systems der Trennung.

Denn es gilt beide Denkmuster miteinander zu verbinden. Dies führt dazu, dass sich aus einem statischen Denken ein dynamisches Beobachten, Denken, Fühlen und Handeln entwickelt – vom Kleinen ins Große und wieder zurück und umgekehrt, wie es intuitiv zur Lösung von Problemen jeweils notwendig ist.

Erst auf diese Weise kann man Muster und Engpässe erkennen, die sich in den Systemstrukturen als Beengungsmuster wiederfinden und auflösen – vereinfacht ausgedrückt. Unschärfe (erfühlen und erahnen von Mustern) und Fokus (erkennen und verstehen Mustern) erfordern also eine dynamische Sichtweise auf die jeweiligen Systemzusammenhänge – wobei wir es stets mit Systemen in Systemen zu tun haben. Eine standardisierte Gießkannen-Technik und das gewohnte Beschuldigen ist vollkommener Unfug.

Was mehrheitlich konditioniert erkannt wird, sind zudem nur vorgegaukelte Symptome des Systems, die der Masse durch Triggerung ihrer Unsicherheit (Angstmuster) zum Fraß vorgeworfen werden.
Auf der Bekämpfung oder Beschäftigng mit diesen Symptomen ist das Geschäftsmodell ausgelegt.
Aber es ist auch die stillschweigende Aufforderung zum Weiterdenken durch das System selbst, die nicht selten als Aufforderung zum Widerstands interpretiert wird.

„Am Ende bezahlt jeder den Preis für bisheriges Mitmachen im Alten System.“

Und immer wieder stehen jene zur Seite, die hilfreiche Bereuung anbieten. Oder sich als falsche Propheten der alten Ordnung erweisen. Also obacht!

In Huxleys „Schöne neue Welt“ wird der geistige Reifeprozess bereits bei der Aufzucht des Menschen durch eine sorgfältig ausgeklügelte Konditionierungen der befruchteten Eier, Föten und fortlaufend zu Alpha+ (die Klügsten) bis Epsilon– (die Dümmsten) fest verankert.
Beginnend mit dem Prozess der Befruchtung, wächst der Mensch zunächst in der Brut- und Normzentrale auf. Eine menschliche Gebärmutter gibt es nicht mehr. Der gesamte Prozess der Konditionierung ist auf hohe ökonomische Wirksamkeit getrimmt, denn es benötigt ja Arbeiter und Aufpasser.
Das BUN selbst ist auf eine hohe Ausbeute von Eizellen ausgelegt, die sich durch technische Teilungsprozesse vervielfältigen lassen. Und so aus einer einzigen Eizelle ein Vielfaches hervorgebracht werden kann. Es finden dazu auch weltweite Wettbewerbe zwischen diesen Institutionen statt. Der Mensch als solcher, ist dabei auf der Strecke geblieben. Was bleibt, ist die Person und ihre Funktion.

Auch wenn sich der eine oder andere bei nachfolgendem Gedanken zur Wehr setzt, so zieht er stets jene Situationen selbst an, derer er sich gleichzeitig zu entziehen versucht.

„Man bekommt das, was man sich nimmt.“

Ich kann dies immer nur wiederholen. Und gleichgeschaltete Denke führt zu gleichgeschalteter Masse – selbst bei den sogenannten „Systemaussteigern“. Denn um das „System“ zu überwinden, gilt es seine Prinzipien zu kennen, und erst dann ist ein anderes Herangehen möglich. Denn das „System“ ist ein überlagerndes abstraktes Gedankenkonstrukt, dem man nicht beikommt, indem man gegen seine Anhänger zu Felde zieht.

„Das System macht immer nur ein Angebot: Unterwirf‘ dich seinen Hütern, bei fortlaufender Betreuung, Belohnung und süßem Leben. Was scheren dich die anderen.“

Für den gewohnten Realitätsdenker spielt das Denken eine tragende Rolle in seinem täglichen Handeln. Doch auch das Denken hat eine ganz andere Bedeutung, als er es zu meinen vermag.
Denn die gewohnte Vorstellung – er mache die Gedanken – beeinflusst er so seinen Wahrnehmungs- und Handlungspielraum selbst und schafft so die eigene Begrenztheit. Erst ein Um- und Weiterdenken führt zur Umorientierung und somit verändern der eigenen Lebenssituation.

Dass das alte System diese Umorientierung mittlerweile selbst vorantreibt zeigt, dass die Zeit des Komfortsofas zu Ende geht und der Einzelne aufgefordert ist, sich zu „bewegen“. Zunächst auf rein geistiger Ebene bei sich selbst, die bisher bei Belohnung fürs Artigsein (Systemtreues Denken, Handeln und Teilnehmen) nicht selten ausgeblieben ist.