Tick, tack, tick, tack!

(v1.4) Ein heutiger Anlass machte es erforderlich, schnell noch das neue „Exekutiv-Lakritz“ zu entwickeln. Mögen Sie gute Geschichten aus dem Leben? Prima.

Ein Mann rief mich heute Abend an und erzählte, dass er an der Arbeit auf seinem Betriebsmobiltelefon von einem Polizeibediensteten (Pb) angerufen worden war. Es ging um die Eintreibung eines noch offenen Beitrags.

Der Pb stellte dem Mann ein Ultimatum, den Betrag bis nächste Woche Mittwoch zu zahlen, sonst würde er zu einer unangemessenen Zeit vor der Wohnung des Mannes erscheinen und wenn dieser nicht öffnen würde, würde der Pb die Tür mit einem Schlüsseldienst gewaltsam öffnen lassen.

Gegebenenfalls würde er mit dem SEK kommen, die Tür eintreten, den Mann niederknüppeln(!) und anschließend ins Gefängnis stecken.

Der Mann wurde vom Pb zudem als „Reichsbürger“ betitelt.

Als der Pb darauf hingewiesen wurde, dass er keine geltenden Rechtsgrundlagen dazu hätte, sagte dieser, dass ihn das nicht interessiere.

Sodele, liebe Hagener Pbs,

auch wenn man den Sachverhalt nicht beweisen kann – ich kenne den Mann persönlich – geht dieses Telefonat doch eine Winzigkeit zu weit.

Apropos „Reichsbürger“. Kennen Sie die ZDF-Nachrichten vom 03.02.2012 mit Petra Gerster? Darin wird öffentlich und klar dargestellt, dass die BRD die Rechtsnachfolgerin des Dritten Reichs ist. Dazu ein weiterführender Gedanke:

„Nehmen Sie einmal den Fall eines Völkermordes. Da beschließt ein eiskalter Diktator fünf sechs Millionen Männer, Frauen und Kinder umbringen zu lassen. Dafür braucht er doch mindestens eine Millionen Komplizen. Mörder und Henker. Wie macht er das, dass man ihm gehorcht?
Indem er die Verantwortung auf viele Leute verteilt. Ein Diktator braucht einen funktionierenden Staatsapparat. Das heißt, er braucht Millionen von kleinen Funktionären, von denen jeder anscheinend eine unbedeutende Aufgabe wahrzunehmen hat.
Und jeder von ihnen wird diese Aufgabe ausführen – mit Kompetenz – und ohne Bedenken.
Und niemand wird sich klarmachen, dass er der millionste Teil eines grausamen Verbrechens ist.“
„I wie Ikarus“, 1979

Der Begriff „Reichsbürger“ ist mittlerweile eine Beleidigung. Falls Sie da gerade nach einer vom Verfassungsschutz vorformulierten Rechtfertigungsbegründung suchen, mag ich Sie mit Freude darauf hinweisen, dass das positive Recht, dem Sie sich verschrieben haben, lediglich auf einer Fiktion basiert, an die – weil belohnt – geglaubt wird. Sie ist künstlich geschaffen und wissen Sie auch warum?

„Wissen sie, warum sie in der Funktion als Polizeibediensteter existieren?“ „Nein.“ „Weil sie vorgeschickt werden, um die Auswirkungen gesellschaftlich tolerierter Unvernunft oberflächlich zu kaschieren.“ „Stimmt. Und ich gehe davon aus, dass dies noch lange Weile der Fall sein wird.“ Gespräch mit Selbigem in 2017.

Wenige Tage später traf ich den besagte Pb in einem Chinarestaurant. Er versuchte sich irgendwie verstecken zu wollen.

Möchten Sie, liebe Hagener Pbs, sich doch nicht lieber um echte gewalttätige Menschen in Ihrem Aktionsumfeld kümmern, wie sie seit nicht geraumer Zeit in Ihrem Land herumgeistern und wirkliches Leben gefährden?

Okay, ein Land ist letztlich ja auch nur ein künstliches Gebilde in(!) dem Personen leben. Und Personen sind ja nur Rollen/Hüllen/Fiktionen aus denen eben ein Staat besteht. Personen sind jedoch keine Menschen. Das haben Ihre Kollegen aus Gießen bestätigt.

„Die natürliche Person, ist der Mensch in der Rolle als Rechtssubjekt.“

Wobei der Ausdruck „natürliche Person“ in sich Unfug ist – genauso wie „natürliche Zahlen“. Die Natur kennt keine Zahlen. Sie sind eine Erfindung des Menschen, um das Unbegreifliche auf menschliche Größe reduzieren zu wollen.

Ach so. Die berühmte „Gewaltbereitschaft“, die nur allzu gerne bei „Reichsbürgern“ erkannt werden möchte, ist in der Regel nur eine eigene, eben doch nur projizierte ist, um die eigene Gewaltbereitschaft rechtfertigen zu wollen.

Der Feind fängt immer im eigenen Kopf an!

Wenn Sie nun wissen möchten, wo ich „zu Hause“ bin, rufen Sie doch bitte Ihre Kollegen in Fulda an. Telefon: 0661-1050. Die wissen, wo ich bin und freue mich auf Ihr Kommen.

Alternativ können Sie auch mit Ihren Kollegen der Polizeistation in Gelsenkirchen sprechen, die ich – zwecks einer Rechtsaufklärung – auch selbst mal besucht habe. Die haben mich sofort erkannt.

Was ich zu erwähnen vergessen habe – so ganz nebenbei – dass ich ein beseelter Mensch bin und seitens der BRD – offiziell kein „Deutsch“ mehr habe und Sie oder ein SEK oder was es sonst noch so gibt, für mich nicht zuständig sind. Das kann man aber in den Unterlagen handschriftlich ergänzen – also fälschen.

Ich bin hier, jedoch nicht da. Das liegt wohl an meiner Aufgabe, der ich gerne nachgehe, die sich nicht mit dem üblichen Rechts- und Reichsfirlefanz beschäftigt.

Gedanklich bin ich auch kein „Reichsbürger“ und sogar die Rolle als „Terrorist“ geht im Kern nicht weit genug – wie alles was erfunden wird, um ein Feindbild zu erschaffen, um so die eigene Gewaltbereitschaft rechtfertigen zu wollen.

Zudem bringe ich nicht die für Sie notwendigen Eigenschaften eines gewöhnlichen Terrorist mit.

„Es ist ein Unterschied, ob man eine Rolle nur spielt oder ob man die Rolle ist.“

Als deutsch sprechender Mensch bin ich nicht mehr in der Rolle des „Staatsangehörigen“, was Sie hier in diesem Beitrag (und Beitragbild) auch selbst nachlesen können. Ich verweise zudem auch auf zwei Schreiben an die Institution Amtsgericht und Landgericht Fulda.

Und falls es Sie auch nicht interessiert: „Für mein Handeln trägt mein Vorgesetzter die volle Verantwortung.“ Polizeibediensteter in Bamberg

Liebe Grüße

P.S. Und wenn Sie diesen Satz gelesen haben, bin ich bereits dort, wo ich mit diesem Schreiben hinwollte.

Hinweis: Aktuell bin ich mit dem Subsumieren einiger Tatbestände beschäftigt, was es erforderlich machte ein Abrollvorgangsnummernsystem einzuführen, wo erkennbar ist, mit welchem Fall ich gerade beschäftigt bin – aktuelle Vorgangsbearbeitungsnummer ist die 29. Die noch zur Verfügung stehende Vorgangsnummer lautet 931.

Falls Sie also beabsichtigen vorbeikommen zu wollen, bringen Sie bitte entsprechend Zeit mit.

Nachtrag: Das Beitragsbild zeigt Schlagstöcke aus Lakritz, mit einem Entformungswinkel von sieben Grad.

Musikalische Untermalung (besser):

Nachtrag: Aus Harnischmacher, Robert: „Die Polizei im NS-Staat“, in: Kriminalistik 7/2006 (S. 469):

„Der NS-Jurist Dr. Best schreibt etwas: „Die Polizei handelt nie rechtlos oder rechtswidrig, soweit sie nach den von den Vorgesetzten – bis zur Obersten Führung – gesetzten Regeln handelt … Solange die Polizei diesen Willen der Führung vollzieht, handelt sie rechtmäßig“.

„Verfassungsgemäß und verfassungsmäßig, rechtgemäß und rechtmäßig“