Tilsiter und Edamer – Illegale Vollstreckung der Firma „Finanzamt Fulda“ mit Polizeiaufgebot in Müs

(Fulda/Müs, A.Berg, 6. Mai 2013) Ein halbes Käsebrötchen noch verdauend, sitzen wir mit einigen Kollegen vom DPVM am Tisch, wartend auf das pünktliche Erscheinen der guten Frau der Firma „Finanzamt“ um ca. 11 Uhr des 06. Mai 2013 in Müs bei einem Bekannten.

Als die Holde der Firma „Finanzamt Fulda“ pünktlich um Einlass begehrt, das Wohnzimmer betritt und den „Vollstreckungszettel“ zückt, erstarrt sie, als Kollege Becker im selben Moment aufsteht. Sie verlässt fluchartig das Haus.

Sogleich springt alles auf und verlässt ebenfalls das Haus – hinterhergehend. Die gesamte Szenerie überblickend, wird die Frau aufgefordert sich mit einem Amtsausweis auszuweisen. Die „Gute ohne Rechtsgrundlagen“ kommt der Aufforderung  nur mündlich nach, „Sie hätte einen“, versucht sich gleichzeitig mit dem Fahrzeug aus dem Staub zu machen. Es folgt der Aufruf, dass sie nun festgenommen (nach § 127 StPO) ist. Sie startet den Wagen, drei Kollegen der DPVM stellen sich vor das Fahrzeug.
Dies scheint die Gute nicht zu interessieren und lässt zwei bis drei Male die Kupplung kommen und fährt die Kollegen an.

Um die Situation nicht eskalieren zu lassen, nimmt ihr jemand im Blitzzugriff den Fahrzeugschlüssel ab. Es beginnt eine kurze und heftige Diskussion und die Gute schließt sich im Auto ein, beginnt zu telefonieren. Seitens des DPVM wird ebenfalls die Polizei gerufen und die hessische „Staatskanzlei“ in Kenntnis gesetzt.

Danach kehrt die üblich Ruhe ein. Wir holen uns etwas zum Trinken und bieten der Holden von der Firma „Finanzamt“ ebenfalls etwas an, was sie jedoch ausschlägt.

Die Polizei erscheint nach ca. 20 Minuten mit einigen Vitos und Zivilfahrzeugen, einschließlich ein paar Beschäftigen der Firma „Finanzamt Fulda“. Später erscheinen Gefängnistransporter.
Man macht uns freundlich darauf aufmerksam, dass wir nun festgenommen, durchsucht und in Handschellen abgeführt zum Polizeipräsidium Osthessen gebracht werden. Auf die Frage, was uns vorgeworfen wird, bekommen wir keine Auskunft.

Interessant, als der „Tumult“ aus DuSu (Durchsuchung) und Handschellen Verabreichung am größten ist, tauchen am Himmel zwei Warthogs (Warzenschwein, A-10) tief fliegend am Himmel auf, wobei eines davon wieder Retour an der Szenerie vorbeifliegt (Haben wohl Fotos gemacht.)

Seitens der Polizei findet die übliche professionelle Abwicklung statt, die Leute von der Firma „Finanzamt Fulda“ bringen mitgebrachte Aufkleber auf den Autos unseres Bekannten auf. Wir sind entspannt. Krimi, Krimi.

Uns wird freundlich in den Gefängnis-Transporter geholfen, der nach einer Weile auch losfährt. Einen Verbesserungsvorschlag: Moosgummi auch auch den Sitzflächen anbringen.

Angekommen, werden wir jeder in eine Zelle geführt. Und nach Vorschrift müssen wir uns auch der Schuhe entledigen. Was macht man derweil wartend in einer Zelle? Meditieren.

Einer nach dem anderen wird dann zur erkennungsdienstlichen Maßnahme gebracht und es auch geht ganz locker ab. Fingerabdrücke, Fotos, alles locker (Habe heute nochmals – mich vergewissernd – bei der Polizei nach dem Fachbegriff nachgefragt. Der Polizist lachte noch. Vielen herzlichen Dank. Muss ja alles seine Richtigkeit haben.)

Einige von uns können sich natürlich die geheimdienstliche Abspielung nicht verkneifen, dass die Fingerabdrücke eigentlich ja schon vorliegen müssten. Dann geht es zurück in die Zellen. Über die Qualität der Räumlichkeiten ließe sich nun streiten, temporär-gemütlich ist es schon, dies bei den beiden netten Polizistinnen erwähnend.

Danach wird jeder einzeln zur Vernehmung aufgerufen und das ist auch ganz locker. Manche machen vom Aussageverweigerungsrecht gebrauch… obwohl. Ich schreibe hier gerade diesen Bericht. Ist ja egal. *Augen rollender Smiley*

Wir setzen uns ja nur für geltendes Recht ein und fragen die Akteure nach ihren gültigen Rechtsgrundlagen und ihren hoheitlichen Befugnissen.

Nach und nach erhalten wir unsere Sachen zurück, treffen uns am Parkplatz vor dem Polizeipräsidium.

Es ist warm, die Sonne berührt den Horizont. Die Frisur sitzt.

Herrje, was tut man nicht alles für die Sache.

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