Tja, wenn man nur zuschaut, darf man sich nicht wundern

http://tinyurl.com/3e955qf (Handelsblatt)

Was Herr Zoellick näher beschreibt, ist die zunehmende Instabilität vorhandener Systemstrukturen gegenüber den globalen Veränderungen. Überdauerte, längst unwirksame Denk- und Verhaltensmuster, die die aktuell nur in eine Richtung führen, die man kollektiv beschlossen hat. Was soll der Humbug?

Solange man versucht, sich mit einer Hand am Alten festzuklammern, um gleichzeitig das Neue zu erreichen, wird die Situation weiterhin so bleiben. Mit dem Unterschied, dass die „Showdowns“ dann immer öfter kommen. Um an dieser Stelle das Neue mal näher zu beschreiben: „Neu ist immer das, was nicht in gewohntes Denken hineinpassen mag und frech sein Ei auf den Tisch der Konventionen legt.“

Also, was ist zu tun?

Ganz einfach. Es gilt die gesellschaftliche Versorgungsebene neu zu gestalten und den globalen Markt- und Wettbewerbsstrukturen anzupassen. Mehr ist es nicht. Alles andere, bedeutet nur sinnfreie Zeitgestaltung.

Was will man da noch sagen? Solange Schuldzuweisungen das Denken der Akteure beherrschen, wird sich die Situation für die Geselschaft nicht verändern. Der exponentiell zunehmende Verfall von Vertrauen in das System und seine Wirksamkeit hat seinen Zenit noch lange nicht erreicht.

Schade ist nur, dass sich mehrheitliche Bemühungen nur um die Bekämpfung von Symptomen drehen. Während die eigentlichen Ursachen, die wir in den überrachteten, unzeitgemäßen und den globalen Markt- und Wettbewerbsstrukturen in keiner Weise angepasst ökonomischen Strukturen wiederfinden.

An dieser Stelle sei jedoch gleich gesagt, dass man mit konventionell-traditionellen Denk- und Verhaltensmustern die „Probleme/Symptome“ nicht aus der Welt schaffen kann. Mehrheitlich drehen sich Akteure und „selbsternannte“ Betroffene im Kreis – außerstande sich aus der selbstgeschaffenen Sackgasse herauszubewegen.

All dies, weil man lernte Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie für alle sicht- und spürbar in Erscheinung treten. Was der Mehrheit zur Lösung ihrer Probleme fehlt, ist das Verständnis für dynamische Systeme und ihre wechselseitigen Abhängigkeiten, dann würden die „Macher“ erkennen, dass sie sich nur mit den Auswirkungen systemischer Unzulänglichkeiten und Engpässen beschäftigen und Lichtjahre von wirksamen! Lösungsmustern entfernt sind.

Es geht jedoch auch anders. Nur wird dann nicht diskutiert, sondern gemacht.

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