Über den Frieden

Frieden wird immer dann gefordert, wenn Situationen, wie Kriege entstanden sind.
Die „deutsche Frage“ orientiert sich dabei noch an einem ausstehenden Friedensvertrag – vollkommen verständlich, diesen Gedanken zu verfolgen – jedoch nicht in diesem Wandel.

Dass Deutschland bis heute keinen Friedensvertrag hat und sowohl beim ersten, wie auch beim zweiten Weltkrieg in einem Waffenstillstand verweilt, versuchte man zumindest für den zweiten Weltkrieg mit dem 2+4-Vertrag auch mit  „Friedensvertrag“ übertünchen zu wollen – eine Behauptung.

Vom Prinzip her ist das etwa so, als ob das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland eine Verfassung – ebenfalls eine Behauptung.

Das treibt „die üblichen Patrioten und ihre U-Boote“ natürlich auf die Barrikaden und sorgt so wiederum für ihr kontrolliertes „Funktionieren“ – innerhalb konventioneller Grenzen. Doch besteht die Aufgabe nicht darin, sich nur innerhalb dieser Grenzen zu bewegen – die Aufgabe greift viel weiter. (Offensichtlich fällt kaum jemand auf, dass man mit Gesetzen die Leute schön an der Nase herumführen kann, die sich dann auf Basis auf andere „gültige“ Gesetze etwas zusammenreimen.)

Da mag der Gedanke zunächst aufkommen, dass Frieden doch ein anzustrebendes Gut sei.
Das steht ja auch nicht zur Frage, sondern die Art und Weise, wie man da herangeht. Ein Stück Papier ist nur „ein Stück Papier“ im Außen, wenn die eigentliche Ursache für Krieg vom Prinzip her nicht hinterleuchtet wird. Denn was nutzt ein Stück Papier, wenn die Ursache weiterhin am Wirken ist.

Und nur allzu gern wird sich in gewohnt oberflächlichen Begründungen geaalt, die dann geschichtsträchtig untermauert werden. Die Geschichte wiederholt sich, weil sich die Denke in den Köpfen wiederholt. Und Wiederholung ist stets ein klares Zeichen für… Kreisverkehr oder gewohnte rückwärts gewandete Orientierung.

An dieser Stelle mag ich einen weiteren Gedanken einstreuen: Ein „Feind“ ist in seiner „einfachsten Ausführung“ nur jemand, der eine andere Sichtweise zu einem oder mehreren Sachverhalten hat und wird durch eine Feindbildprojektion vom „Ich“ erzeugt, siehe auch: „Feindstaubklausel“.

Mit der Projektion des Feindbildes auf den „erkorenen Gegner“ und dessen konkludenter Annahme, entsteht ein „Vertrag“ und weiteres Handeln ist daran für gewöhnlich ausgerichtet. Die Feindbildprojektion fußt auf einem „Ich“, was sich gegen Veränderung wehrt.

Innerhalb der alten Weltordnung basiert „ewig Gestrig“ auf der Beibehaltung von Denk- und Verhaltensmustern, die die Ordnung erzeugen und diese solange aufrecht erhält, wie man daran festzuhalten gedenkt.

Wie gesagt, die Aufgabe „Hinüber in die Neue Zeit“ greift weiter, als gewöhnlich eine angedachte Reorganisation von Staaten, Bundesstaaten oder Gemeinden, die sich nur wieder auf Werkzeugen und Methoden der alten Ordnung aufbauen würden, was in der Regel mit einem Festhalten an Recht und Gesetz verbunden ist.

Recht und Gesetz, sind vom Menschen geschaffene, künstliche Regelwerke, basierend auf vordringlicher Außenorientierung, Machterhalt, Fremdbestimmung und Kaschierung der Auswirkungen der gesellschaftlich tolerierten Unvernunft.

An dieser Stelle ist der Ausgang aus der selbstgeschaffenen Unmündigkeit. Vernunft und Gewissen können dabei nicht „woanders“ eingefordert werden, siehe Artikel 1 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“, sondern sind Aufgabe des Einzelnen diese zu entwickeln. Vernunft und Gewissen, die im alten System durch fortgeführte Fremdbestimmung zu kurz kamen und Grundlage des „Neuen“ sind.

Die damit verbundene Aufgabe umfasst im „Deutschen Fall“ also nicht nur die gewohnte Sicht- und Handlungsweise, sondern über den konventionell-traditionellen Horizont hinaus, siehe den etwas älteren Beitrag: „Die wahre Aufgabe der Deutschen…“.

Es geht darum weiter als sonst zu denken, selbst dann, wenn der Nebenmann noch laut nach einem Stück Friedenspapier ruft und über das nicht Vorhandensein mokiert oder eine Mehrheit der Meinung ist, gerade weil es eine Mehrheit ist, sei das Vereinbarte auch schon das „Richtige“, wenn man im Hintergrund an den gewohnten Denk- und Verhaltensmustern festzuhalten gedenkt.

Die „Deutsche Szene“ (selbst)leidet noch zu sehr an den gewohnten „Presswehen“, die sie mit „konventionellen Lösungen“ zu überbrücken versucht, wohlgleich diesen Zustand selbst erzeugt.

Ungeachtet, dass ein „Gesetz“ einen räumlichen Geltungsbereich benötigt, wo es „wirkt“, denn auch ein Land ist ja auch nur ein künstliches Konstrukt und das „Völkerrecht“

Es genügt nicht, sich an einen Tisch zu setzen, gemeinsam einen Friedensvertrag zu unterzeichnen und damit hat sich dann der Fall. Es ist keine Lösung der tatsächlichen Ursachen weltweit auftretender Phänomene.

Es lohnt sich, den Blick auf Jenseits der Grenzen der Konventionen, Traditionen und alles rund ums „deutsches Reich“ und bekannten Ordnungen zu richten.

Tun und „tun“ sind zwei paar Schuhe
Das Tun spiegelt stets den aktuellen Bewusstseinshorizont wieder und es ist nichts Ungewöhnliches, sich im Gestern und Vorgestern zu verfangen, während man es darauf abgesehen hat, damit etwas „Neues“ machen zu wollen.

Dieses Verhalten beruht auf einer einstigen Bestrafung für „neue“ Ideen – in der Regel in der Kindheit, in der Regel in der Familie.
In der Familie erfährt der Mensch seine wesentlichen Prägungen, die ihn irgendwann danach „funktionieren“ lassen.
Nachgelagerte Institutionen (Kindergarten, Schule, Unternehmen, Politik usw.), machen sich diese „Vorprogrammierungen“ nur (subtil) zunutze.

Der Umdenkprozess fängt zunächst grob fokussiert in der Familie an (fein fokussiert zwischen Mutter und Kind) und im Kern bei jedem, der das System Schritt für Schritt hinterfragt – also nicht an den BRD/DR-Beschäftigungsarien, „Gelben Scheinen“ und dem üblichen Zinnober usw., stehen bleibt.

Durch die vordringliche Außenorientierung, in der die Mehrheit aufgewachsen ist, ist man zunächst auch in der Vorstellung, die „Lösung“ liege im Außen und wäre durch einen „Schein“, einen Vertrag oder eine „Beweisführung der Abstammung“ bereits abgeschlossen oder gar mit einer Reorganisation. Nur allzu leicht lässt sich die Gemeinde der Reichsverfechter in die „Ecke der Rechte“ drängen, wo sie dann auch willig zu wühlen beginnt, um auf künstlichen Konstrukten etwas von gestern aufbauen zu wollen. Wenn die „Person“ eine Fiktion ist, sind Gesetze, die auf die Person angewendete werden, ebenfalls welche.

In der Regel bleibt bei dem Ganzen alten Kram ein fahler Geschmack im Mund. Denn letztlich ist man gefragt, sich selbst zu hinterfragen, bzw. mit Hilfe des Wahrgenommen, das System zu hinterfragen, was wiederum aus dem „Ich“ erzeugt wird.

In 2012 machte ich noch die „Urkunde 146“, der erste symbolische Akt des Abnabelungsprozesses. Und wie mein Umfeld, war auch bei mir der Glaube, dass wäre jetzt „die Lösung“. Einige beschäftigten sich mit der „Staatlichen Selbstverwaltung“, was im Kern ein Hinweis auf die ersten Schritte in die Selbstverantwortung, was mir immer etwas abenteuerlich erschien und nicht meine Richtung war.

Als meine Kollegen dann auf die Idee kamen den „Gelben Schein“ zu machen und ich mir das „Abenteuer“ ansah, was dahintersteckte, kam in mir das erste Mal das Gefühl auf, dass „die Lösung“ viel einfacher sein musste, als sich mit noch mehr Papier zu beschäftigen.

In 2012/13 gab es die „Republik Freies Deutschland“, die sich anfänglich aus 400 bis 500 Leute zusammensetze, sich jedoch dadurch auszeichnete, dass sie keine ökonomischen Strukturen besaß, also blieb ihr nur das Geschäft mit den „Dokumenten“ – im Kern eine Verwaltung ohne „Wirt“, wie auch alle ähnlichen, später entstandenen Organisationen.
Wer weiter darauf herumdenkt, wird die Sinnlosigkeit einer Verwaltung erkennen.

Zudem leben freie Menschen leben in keiner hierarchisch organisierten „Republik“ oder sonstigen, hierarchischen Ordnung, die sich zudem auf konventionell-traditionellen Werkzeugen und Strukturen eines „Staates“ aufbaut, wie zum Beispiel „Recht und Gesetz“. Schon gar nicht auf dem Prinzip der Wahl sogenannter „Vorgesetzter“.

Aus der Beschäftigung mit der „RFD“ entstand auch der erste Beitrag: „Vom Ursprung der Hierarchien…“, und ein erster Einstieg in die Systemanalyse.

Ein ähnliches Phänomen bringt die Reichsszene insgesamt mit sich, die sich auf der einen Seite an den Rechtsgrundlagen von vorgestern festklammert und auf konventionell-traditionelle Organisationsstrukturen aufzubauen versucht, in der Vorstellung, wieder an eine Ökonomie andocken zu können.

Der eigentliche Wandel geht jedoch über diese „Gewohnheiten und Vorstellungen“ hinaus.

Im Großen und Ganzen fußen bisherige Lösungs- Herrschaftsmodelle auf einer Hierarchie, weil man nichts anderes kennt, was wiederum daran liegt, dass die Mehrheit mit ihrer „inneren Hierarchie“ herumläuft.

Die Hierarchie, ihre Ursache und deren Auswirkungen sind dazu da, um zu zeigen, wie es nicht funktioniert und solange man nur mit dem einen Denken herumläuft, also im Kern „auf einem Bein steht“, denkt, fühlt und handelt man im Sinne der Hierarchie mit allen Konsequenzen.

Die „erste Ordnung“ ist der Verhältnis zwischen „Ich“ und seinem Menschen, der solange danach „funktioniert“ und auch manipulierfähig(!) bleibt, solange er sich nicht damit beschäftigt und darauf werden stets nur die gewohnten „Gebilde“ erstehen, die dann Bekämpft werden.

Um eines herauszustellen: Kommunikation ist immer mit Veränderung verbunden, was jedoch mehrheitlich stattfindet, ist Veränderung verhindern zu wollen!

Manipulation untereinander basiert auf konventionell-traditionell konditionierten „Ichen“ und dient zur Aufrechterhaltung der Ordnung und nicht dem Wandel, denn hat man sich kollektiv von der Entwicklung und dem Lebensprozess an sich abgewandt, weil das in der alten Ordnung bestraft wurde (und wird) und fürs Nichtdenken (also gewohntes Verdrängen) belohnt wird.

Etwas anders ist dann „etwas anderes“, wenn es von seinen Prinzipien her anders ist und nicht, weil man einfach die Inhalte (diese Gesetze gegen  andere) ausgetauscht hat, während Prinzipien und System, die gleichen geblieben sind!

Der Pfad „nach draußen“ führt durch das „Innen“.

Frieden setzt einen inneren Frieden voraus, der sich durch die Selbstumkonditionierung des „Ichs“ ergibt – unter anderem von der gesellschaftlich tolierten Unvernunft, hin zu individueller Vernunft.

„Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen.“

Tipp: Gehört zur Mentschwerdung.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.