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Über den Sinn der Bedeutung

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Setzt man sich intensiv mit dem System auseinander, so trifft man nach einer gewissen Zeit auf Begriffe wie Demokratie, Freiheit, Selbstbestimmung, Liebe, Frieden, Gerechtigkeit, Werte, Würde, Verantwortung, Vernunft &c.

Fragt man den einen oder anderen, was für ihn bspw. „Freiheit“  bedeutet, so bekommt man nicht selten zur Antwort: „…dass man alles tun kann, ohne einem anderen zu schaden.“

Bei „Vernunft“ ist die Antwort weitaus interessanter: „Darunter versteht ja jeder etwas anderes.“

Wenn man sich darüber hinaus die gesellschaftlichen Werte näher anschaut, die gern im freien Fall gesehen und entsprechend dann in den offenen Raum gefordert werden, darf man sich nicht wundern, warum sie verfallen.

Wie bei allen Begriffen, entsteht zu ihnen erst ein Bezug, wenn man ihnen eine Bedeutung verleiht(!) und dies nicht nur für sich selbst bewusst erklärbar verinnerlicht. Es ist wie ein Beleben.

Während die „Vernunft“ gern für ihre gewohnt entfremdete Form des einseitigen Empfangens (klassisches Ego) namentlich herhalten soll, lässt dies den Gedanken zu, dass die Vernunft für einen inneren Zustand – mehr: für einen inneren Mechanismus steht, den es näher zu betrachten gilt.

„Es ist vernünftig, viel Geld auf dem Konto zu haben.“

Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen.“

Macht man sich nun davon ein Bild, findet sich dort ebenfalls die Gerechtigkeit und durch diesen Zustand und die innere Ausgeglichenheit. Vernunft ist der Schlüssel zur Freiheit, zur Selbstbestimmung, damit verbundene Selbstverantwortung und Würde, Schlüssel zum Frieden und zum Leben an sich.

Demokratie ist bei allem dann nur noch die Bezeichnung für das gesellschaftliche Miteinander, wo Wahlen, Hofstaat, Fremdbestimmer, Recht und Gesetz, Re-Gierungen nur noch eine Erinnerung sind.

„Nur die Gierigen brauchen eine Re-Gierung.“

Denn das, was sich der Mensch als System schuf, sieht nur so aus wie Leben, doch es wendet sich gegen das Leben selbst – ist es voller Bedingungen.

Mit der Entfaltung der Vernunft geht ein Entwickelungsprozess einher, hin zu Selbstvertrauen, Selbstliebe, Selbstachtung, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Ebenfalls Begriffe, die zunehmend an Bedeutung gewinnen, die vorher durch Fremdvertrauen, Fremdliebe, Fremdachtung, Fremdwertgefühl und Fremdbewusstsein – also Fremdbestimmung – repräsentiert waren.

Das ist auch schon die eigentliche Aufgabe, wozu das System geschaffen wurde, dieser möglichst lange aus dem Wege zu gehen. Das System wurde im Kern dazu geschaffen, damit es in Frage gestellt wird. Und wie bereits beschrieben, erzeugt sich das System aus den Konditionierungen, Verhalten und Konventionen der Systemteilnehmer.

Es lohnt sich also darüber weitere Gedanken zu machen, welche Auswirkungen eine Neubesinnung hat.

Doch von nix kommt nix, denn all dies entwickelt sich erst durch Szenarien, denen man sich mutig stellt, denen man am besten mit der Frage begegnet: Was habe ich hier zu lernen, statt gewohnt in den Widerstand zu gehen und sich ausschließlich nur zur Wehr zu setzen – oder wie so mancher, darauf zu warten – bis die „Erlösung“ kommt.

Bei allem stellt sich lediglich die Frage, welchen Preis man bedingungslos dafür zu zahlen (zu geben) bereit ist.

„Am Tun werdet ihr sie erkennen.“

P.S. Um dieses Tun geht es – im Sinne des Neuen.