Über wirksame Organisationen

„Als Organisation bezeichnet man das funktionale Zusammen- und Wechselspiel von Teilsystemen im Sinne der Erfüllung einer Einzel- wie auch der Gesamtaufgabe.“

Ich beziehe mich bei den nachfolgenden Gedanken auf eine Email sowie ein Telefonat, worin im Dialog symptomatische Probleme für klassische Organisationsformen hervorgetreten sind.

In der Regel tummelt sich das Ganze um eine Person, die sich im Glauben bewegt, alles kontrollieren zu wollen – sichtlich aus Mangel an SSelbst)Vertrauen – projizierend auf andere.

Kontrolle, die sich bei zunehmender Strukturkomplexität und damit verbundenen Feedbackschleifen als Irrtum herausstellt, denn so fallen alle verursachten Auswirkungen stets auch auf diese eine Person zurück – sich meist in den Details verlierend.

Burnout ist zunächst das warnende Signal und bei beharrlichem Beibehalten folgt der Zusammenbruch der gesamten Organisation.

Nicht selten versuchen jene dann im Umfeld „Beauftragter“ oder „von oben Erkorener“ nach Schuldigen, um die Last von sich heben zu wollen, was zwangsläufig zu internen Diskrepanzen, Missstimmung und Ent-Täuschung unerfüllter Erwartungen (selbstgeschaffener Illusionen) auf allen Seiten führt.

Im Sinne wirksamer Organisationen gilt es funktionsorientierte (also an Aufgaben, Können und Fähigkeiten angepasste) Teilsysteme in aufeinanderfolgenden Regelkreisen aufzubauen, wiederum im Sinne der überlagernden Gesamtaufgabe. Und zwar so, dass die jeweiligen Strukturen in sich automatisch eigenständig und -verantwortlich im Sinne der Aufgabe tätig sein können und Freigaben durch zunehmend überlastete Führungsstrukturen – und mögliche Fehlentscheidungen und damit verbundene Engpässe  – ausgeschlossen sind und werden.

Jener Sachverhalt aus dem Telefonat kann dahingehend beantwortet werden, dass es wenig nutzt, da Partei und Politik nichts anderes verkörpern, als bezahlte, verwaltungs- und Betreuungsaufgaben dann nachzugehen zu wollen, wenn jene bei einer Wahl erkoren werden, was dem freiheitlichen Wandel an sich bereits diametral gegenübersteht.

Somit sich ein Organisieren mangels ökonomischer Grundlagenstrukturen von vorne herein erübrigt, nur mit erheblichen Kosten für letztlich nichts in der Hand verbunden wäre.

Jene, die sich auf der Ebene politischer Führungsarbeit zu behaupten versuchen – gleiches gilt im Übrigen für alle führungseifrigen Akteure in Macht- und Führungspositionen – hängt ihre Position lediglich von fortlaufender Unwirksamkeit ihrer untergeordneten Strukturen ab, was in keiner Ökonomie der Welt auf Dauer als tragbar erweist.

Ökonomisch wirksam ist eine Organisation dann, wenn sich sich auf wesentliche Aufgaben konzentriert und die gewöhnlich schleichend zunehmende Entropie (Maß der Ordnung) vermeidet, und so erst keine weiteren Beschäftigungs-, Kriegsschauplätze- und Beaufsichtigungs- und Betreuungsfelder entstehen, die ggf. sogar mit wertvollen Finanzenergie am Leben gehalten werden müssen, die dann wiederum zu Engpässen bei den lebenserhaltenden Kernprozessen führen.

Siehe als leuchtendes Beispiel: Flüchtlingsthema und selbstverwaltende Städte und Kommunen.

Im Kern bedeutet das alles: Weg von Fürstentümern, Abteilungsstrukturen, Macht- und Führungspositionen, hin zu funktionsorientieren miteinander wechselwirkenden Teilsystemen – im Weiteren eine dazu passende, individuelle Informations- und Kommunikations- und hochwirksame -Prozessebene.