Boden, Land und von Überlagerungen

„Wir müssen uns die Rechte an unserem Boden sichern“, „wir müssen unser Land verteidigen“ und was es noch so alles an hübschen Argumenten gibt, um dem Wandel – besser der aufkeimenden Verlustangst Einhalt gebieten zu wollen.

Es wird gerne von „Land und Boden“ gesprochen und nicht selten „durcheinander gewürfelt“ verwechselt, jedoch stets mit dem Wunschgedanken, beides sein Eigen nennen zu wollen. Und wenn man es schon nicht sein Eigen nennen kann, mag man es wenigstens „besetzen“. Oh, Entschuldigung, ich meinte natürlich: besitzen.

Dass der Begriff „Land“ viele Bedeutungen mit sich bringt, kann man ganz nett bei „Wikipedia“ nachlesen. Eine davon ist: Land – unabhängiges, (staatlich) verfasstes politisches Gebilde, einen Staat oder: Territorium eines verfassten Staates, das Staatsgebiet.

Land definiert sich alsdann auch als ein Gebilde, welches sich durch Grenzen von anderen Ländern abgrenzt.

„Leben Sie noch IN ihrem Land oder schon AUF der Erde?“

Konzeptionell ist ein Land immer Ausdruck für eine künstliche Abgrenzung zwischen sich abgrenzenden Meta-Ich-Strukturen (Ländern mit ihren Namen, die „Großen Brüder“) – einem Produkt kernkonditionell gleichgeschalteter Individuen, die sich wie von selbst durch Sprache und Kultur unterscheiden würden. „Ideologische Mären“ sind dabei auch nur ausgedachte Überlagerungen und hübsche Etiketten ein und des selben Weines: der Betreuung in der die Hierarchie.

Die Strukturen in denen sie leben, bringen sich für gewöhnlich als Hierarchie zum Ausdruck – als manifestierte Kollektivprojektion der „ersten Hierarchie*“.

Patriotismus entpuppt sich also nur als Akt staatlich praktizierter Götzenanbetung und Opferreitschaft. Für was bitte schön? Für ein „Land“? Für bedingte Zugehörigkeit? Für Scheinfreiheit und Scheinsouveränität unter der Fuchtel der Fremdbestimung durch wen, bitte schön?

Ich denke, hier wird zuviel im Vorgestern gewühlt, während Begriffe, die den Menschen an sich charakterisieren, aktuell nur als Worthülsen gehandelt werden. Aus diesem Grunde, konnte das mit der Sopuveränität ja auch so schnell „gehandhabt“ werden.

Sichern, lügen, schützen und abgrenzen sind Begriffe des „Ichs“, um sich gegen Veränderung zur Wehr zu setzen, um den natürlichen Lern- und Entwicklungsprozess verdrängen und den bestehenden Zustand beibehalten zu wollen.
Der Grund, warum das System auch so ist, wie es ist.
Innerhalb des natürlich verlaufenden Wandels, lösen sich diese statische Denk- und Verhaltensmuster zunehmend auf, damit verbundenes Handeln wird mehr und mehr unwirksam oder bedarf eines übermäßig hohen Energieaufwands, um sich zu entfalten.

*“unfertiger“ Mensch, verblieben unter der Erstprogrammierung seines „Ichs“, was sich gegen seine Veränderung zur Wehr setzt, während der Mensch glaubt, er sei sein „Ich“.
Unter „Erstprogrammierung“ versteht sich die künstliche Fortführung (fremd) des anfänglich noch natürlichen Grundbedarfs (selbst) des jungen Menschen im Sinne sowohl geistiger wie auch materieller Natur im vordringlich einseitigen Empfangen. Künstlich meint: durch die Implementierung der Bedingung: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt“ und „einseitiges Empfangen“ meint die gesellschaftlich tolerierte Unvernunft, die als „Vernunft“ gelebt wird.

„Wer nimmt, bekommt genommen. Wer gibt, dem sei gegeben.“

Manifestiert wird das ganze Verhalten in der Regel durch die Bestrafung für eigene (natürliche) „Entwicklungsversuche“ und führt so zu zunehmender Abgrenzung und damit verbundener Gleichschaltung – unter der man sich dann wieder gewohnt in allen möglichen Gemeinschaftskonstellationen zusammenfindet und der Denkprozess bereits durch einen Verdrängungsverhalten eingetauscht wurde.

Und auf dieser Basis sollen dann „Lösungen“ entwickelt werden?!

„Merkel muss weg“, ist hierbei der treffende Ausdruck für ein kollektiv wirkendes und gewohntes Verdrängungsverhalten. Die Frage lautet: Weiter verdrängen oder anfangen sich selbst weiter zu entwickeln?

Der Familie nachgelagerte Institutionen (Kindergarten, Schule, Staat, Kirche und Unternehmen, Vereine &c.) docken nur an den implementierten Denk- und Verhaltensmustern der beibehaltenen Unvernunft an und man wird für weitere „Vorgesetzte“ (Betreuer) „fit“ gemacht.

„Sie werden hier fürs Arbeiten bezahlt und nicht fürs Denken.“

“ Lösunghinweis: Schuld im Außen = verdrängte Aufgabe im Inneren.“

Beitragsbild: Unterschied zwischen Boden/Land und politischem Begriff von „Land“. Was dann wohl „Politik“ in ihrem aktuellen Sinne ist?

„Wie wäre es jetzt mal mit Umdenken? Ach so, Sie warten noch, was die anderen machen werden.“

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