Und sie hörten gerne Ihre Meinung

(v1.1) Wenn ich mir hier und da mal Beiträge und Videos anschaue, scheint der Bedarf nach Lösungen irgendwie „unter den Tisch gefallen“ zu sein. Es verbleibt der Eindruck, dass nur noch auf „Waschzeit“ gespielt wird.

Wer sich dabei erwischt, dass er nur das von anderen gerne hört, was ihm gefällt, solange ihm ein Um- und Weiterdenken und damit verbundener Entwicklungsprozess erspart bleibt, dreht er sich nur weiter im Kreise.
Eine Waschmaschine, die sich mit der Zeit immer schneller dreht und, wie in der Vergangenheit oft genug beobachtet, mit einem Verfall endet – gleicht es dem Phänomen einer platzenden Finanzblase.
Das Phänomen selbst tritt im Kern nur dann auf, wenn mit abgeschlossenen Themenbereichen hantiert wird, also alles Weiterführende und damit in Verbindung stehende „ausgegliedert“ wird.

Vereinzelt äußert sich noch die Vorstellung, die Schuldigen doch endlich mal vor Gericht zu zerren.
Jene haben die Erkenntnis noch vor sich, dass es innerhalb des Systems kein Gericht gibt, wo sich „die Krähen gegenseitig die Augen auskratzen“ – bis hoch zum Internationalen Strafgerichtshof.
Und selbst wenn es zu einer solchen Inszenierung kommen würde, wäre sie für die Erwartenden auch nur eine solche, siehe: „Wiedervereinigung und Mauerfall“.

So wird vordringlich nur noch das aktuelle Geschehen aus Flüchtlingsaufläufen, nationalen und internationalen Politschauspielereien und (lieb gemeint) „Verschwörungstheorien“ betrachtet und nicht selten mit Heulen und Zähneknirschen angereichert. Und nur allzu gern wird „Wahres“ mit „Wahrheit“ verwechselt und so der Prozess des Weiterdenkens gekonnt ausgehebelt.

Ob es bereits ausreicht, nur genug Unsäglichkeiten aneinander zu reihen, um dann… ja, was dann?

„It’s true, but not truth.”

Die Reichsbürger sind mittlerweile wieder aus dem Fokus geraten, sie waren wohl doch nicht so gefährlich, wie man das gern in der Presse darzustellen versuchte. Sie fungieren auch nur innerhalb altsystemischer Betrachtungen, was im Kern nur in einem Kampf um das bessere Gestern münden kann.
Man sieht die unterschiedlichen Festhalteargumente und damit auch die Sinnlosigkeit von Überzeugungsarbeit.

Dabei ist es so einfach, die Dinge miteinander in ein Beziehungsnetz zu bringen, aus dem sich dann ein klares Bild, einer nicht nur deutschen Zukunft entfaltet – wohlgefallend.

Doch hörte ich in den letzten Jahren stets: „Das Alte muss erst weg.“ „Ja, und wann kommst du dann wieder?“

Eine provokative Anspielung an die gewohnten Kämpfer und Widerstandsakrobaten mit eingebautem Verdrängungsdämpfer.

An dieser Stelle der eingeflochtener Gedanke, dass es darum geht, ein Bild des Ganze zu entwickeln, wo sich Meinungen angliedern und integrieren.
Integratives Denken geht dem Verdrängungsdenken voraus, dem in der Anwendung auch ein Bedeutungswandel des einen oder anderen Themas einhergeht.

Der nächste atomare Weltkrieg scheint auch in weite Ferne gerückt zu sein. Der falsch gelernte Umgang mit der Angst, scheint somit an Wirkung zu verlieren.
Wobei mir immer wieder auffällt, dass jene Informationen, die den Einzelnen selbst dienlich sein können, gerne von anderen „unter den Tisch gekehrt“ werden.

Das Phänomen beruht bei näherer Betrachtung auf keiner Absicht, stellt sich in der Regel heraus, dass der Betroffene sich nur nicht mit dem Thema beschäftigt hat, weil er es ja erst selbst verinnerlicht haben müsste, was über das gewohnte Kopieren und Verteilen hinausgeht.

Dabei zeigt sich auch, dass man sich doch irgendwie gegenseitig unten hält, während dann von anderen gesprochen wird, die an diesem Zustand schuldig sein sollen.

Das funktioniert auch nur solange, wie man den inneren Entwicklungsprozess für sich ausblendet und diesen „woanders“ oder bei „anderen“ einfordert – ein Verdrängungskonzept. Gewohntes.

Der Nihilist ist jener, der an gar nichts glaubt, um sich so vor Veränderungen seines geistigen Zustandes schützen zu wollen und auch so manch spirituellen Akteure nutzen ihre Disziplin, um einen „Schutzwall der Unberührbarkeit“ aufzubauen.

„Fordert die Menschenrechte ein!“ „So einfach also? Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen. Viel Spaß beim Einfordern.“

Das Gute jedoch ist, dass die Mehrheit der einströmenden Menschen im Kern genauso konditioniert ist, wie die beunruhigten Ansässigen. Da sich zu wenige aus der Masse der Aufklärer selbst(!) mit Psychologie und Verhaltensmustern beschäftigen, bleibt jenen für gewöhnlich nur ein argwöhnisch-nervöses Augenzucken.

Einfließende Flüchtlinge bieten ihnen ja genug Potential für Feindbildprojektionen jeder Art, welche wiederum in der ansässigen Bevölkerung gern „angehetzt“ werden. Mittlerweile scheint die Szene ein Tiegel aus gesellschaftlicher Verdrängungsthemen zu sein – eine Subkultur mit eingebauter Altsystemik wie auch neuzeitlichem Entwicklungspotential – je nach dem, wie sich die Szene entscheidet.

„Die Nummer mit dem Wandel ist ganz einfach: Wenn Sie Nudeln garen wollen, müssen Sie genug Energie ins Wasser leiten, damit das Wasser kocht. Am Ende schüttet man das eine in den Ausguss und die Nudeln werden nie wieder so sein, wie vorher. Das nennt sich irreversible Zustandsänderung.“

„Der Mob wird nie wirklich auf die Straße gehen.“ „Warum?“ „Keiner will zum Mob gehören.“

Man kann davon ausgehen, dass bereits in den vergangenen Jahren genug Kinder und Frauen auf diesem Boden Verbrechen – wie wir sie heute in der Szene vorgezeigt bekommen, erlebt haben – nur hat man das „unter den Tisch gekehrt“ hat. Eine Behauptung mit Hintergrund.

Wandel erfordert die Vorhaltung (Offenbarung) von Realität und nicht ihrer gewohnten Verdrängung, wie es auf einem Komfortsofa mit ausgebauter Denkapparatur üblich ist. Das gilt im Übrigen für alle im gewohnten Verhaltensmodus.

Dem deutsch sprechenden Menschen kann man nicht einfach die Wahrheit sagen, die würde er ja nicht vertragen, weil er ja in einer Illusion aufgewachsen ist, die er aus der Gewohnheit heraus nicht zu verlassen gedenkt, während andere von der Betreuung leben. Und so muss er wohl sein Komfortsofa mit anderen teilen.

Er beschwert sich, er klagt, er greint. Nur nachdenken,… das macht er nicht.

Zwar will er einen souveränen Staat, wundert sich jedoch darüber, wenn das „elegant merkelhaft“ schnell geregelt ist, obwohl er es vom Prinzip her nicht anders machen würde, weil er im Kern nur seine Ruhe haben will, um das übliche weitermachen zu wollen – eine Illusion.

Der deutsch sprechende Mensch will keine echte Selbstbestimmung – ihm genügt der wörtliche Anschein. Die echte Selbstbestimmung würde ihm ja seine Gewohnheiten kosten. Diesen Preis ist er nicht bereit zu zahlen. Zumindest ist mir bisher niemand begegnet.

Das liegt auch daran, dass keiner wirklich „der Erste“ sein will, da er sich sonst der Unbill seiner bisherigen Begleiter, der Gesellschaft und ihrer Systemverfechter ausgesetzt sähe. Und, wer will das schon?

Da bleibt er doch lieber „Reichsbürger“ oder wehrt sich dagegen und ist auf diese Weise wenigstens nicht ganz alleine, oder? Dabei ist die Bedeutungsschwangerschaft aus Rechtsglaubereien schon lange vorüber.

Und so wurde bisher nicht wirklich verstanden, worum es darüber hinaus geht und so beschäftigt er sich weiter mit den täglichen Obskurien.

Der dabei nur allzu oft gehörte Wunsch eines kollektiven Aufstiegs, kann bei der herrschenden Vielfältig- und Vielschichtigkeit letztlich nur noch durch ein Wunder erfolgen – ungeachtet der vielen Meinungen, die in dem Moment interessant werden, wenn sie sich über die gewohnte Verdrängung hinaus bewegen.

Erst neulich las ich auf Facebook, wie jemand in der Zeitung gelesen hatte, dass die Zahl weltweit hungernder Kinder um die Hälfte reduziert worden ist und man sich beim Genuss seines Croissants und Kaffee darüber freute. Den Kommentar habe ich mir verkniffen.

Alles ist gut.

P.S. Entwicklung ist dahingehend wichtig, da das klassische „Ich“ ohne Umdenkprozess und aufgrund seiner Erstprogrammierung stets seiner Selbstzerstörung entgegen rennt. Damit man das erkennt, braucht es natürlich auch genug Situation, wo das Gegenteil erkennbar ist, um auf diese Weise einen Umdenkprozess zu erwirken.

Hat man sich erst einmal in den Entwicklungsprozess begeben, erscheint einem das gewohnte „Horrorszenario“ und damit verbundene Denkweisen zunehmend nur noch als Schauspiel seiner verzweifelnden Erzeuger im Modus gegenseitiger Schuldzuweisung und ihren mengenmäßigen Auflistungen von Unsäglichkeiten.

„…aber immer zweimal mehr, als du.“

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