Vom Drehen und Winden zum Unumstößlichen

http://tinyurl.com/5v6k84n (Süddeutsche.de)

Schaut man sich die Chose an, bleibt die Frage nach sinnvollen Lösungsmustern, aus den Reihen der Protagonisten ungeklärt. Während die einen vom europäischen Energiespardiktat träumen, versuchen die anderen sich aus der Situation zu winden, die mit mehrheitlich vorhandenem Wissen und daraus abgeleiteten Handeln erst daraus entstanden ist. Den Protagonisten und Akteuren kann man keinen Vorwurf machen. Es wurde nie anders gelernt. Genauso wenig den „Betroffenen“, die sich mit in die Thematik durch das über Jahrhunderte Verhaltensmuster, der kollektiv gelernten Verschiebung von Verantwortung, untrennbar mit im Boot befinden.

So ist es nicht verwunderlich, wenn in der Wiege der Demokratie der Anfang einer neuen Ära gewagt wird: Zurück zu den Wurzeln ursprünglicher Staatsform. Auch in unserem Land werden die Stimmen immer lauter. Doch was nutzt es, gesellschaftliches Miteinander auf diese Art und Weise wieder ins Leben zu rufen, wenn die gesellschaftlichen Lebensgrundlagen dafür nicht geschaffen sind.

Damit wir den globalen Wandel mitgestalten, bedarf es wirksamer ökonomischer Basisstrukturen, die sich flexibel im globalen Umfeld bewegen können. Aktuell ist dies jedoch noch Lichtjahre von mehrheitlicher Realität entfernt. Allein die, wie die FZ berichtete 10 Mio., an Burnout erkrankten Mitarbeiter sind ein Zeichen dafür, dass vorhandene Wissens- und Handlungsmuster mehrheitlich unwirksam sind.

Auch der Versuch aus dem Ausland weitere „Mitarbeiter“ zu gewinnen, bleibt ein Wunschtraum. Denn es bedarf nicht noch mehr Menschen, die in der Masse noch weniger verdienen und dies aufgrund vorhandener Schulden (2 Bill.) und einhergehender jährlicher Neuverschuldung und einhergehender Preiserhöhungen (ca. 40% stecken in jedem Produkt und jeder Leistung) und Lohnkämpfe. Wohin soll dies führen?

Stop! Jetzt ist Schluss!

Eine gemeinsame Währung ist keine Basis für eine europäische wie auch andere Gemeinschaften, wenn wir bspw. vom Amero sprechen. Solange keine global wirksamen ökonomischen Strukturen existieren, solange wird sich die Situation weiter verschärfen und auch auf die Länder übergreifen, die aktuell versuchen den Schaden von sich abzuwenden. Daran wird auch kein „Euro-Care-Paket“ etwas ändern. Geldmittel werden nur noch zu Hinhaltemaßnahmen eingesetzt – bis das Fass endgültig überläuft.

Wilder Aktionismus sinnfreier Freizeitzeitgestaltung.

Was diese Mal bei den nächsten Wahlen zählt ist nicht: „Schaut mal, wir haben doch was gemacht.“, sondern ein „Das haben wir für die Gemeinschaft erreicht.“ Und das muss mehr sein als nur leicht verkürzte „lange Gesichter“.

Das über einige Jahrunderte währende System aus „Untergebenen und Herrenmenschen“ verfällt. Es muss. Damit ein Neuanfang gemacht werden kann.

Doch so, wie es gerade stattfindet, muss es nicht sein und nicht zu der Situation führen, die sich bereits am Horizont abzeichnet. Man kann den Wandel schrittweise für alle gestalten, jedoch nicht mit unwirksamen „Hauruck-Methoden“, wie sie aktuell zur Bekämpfung vorhandener Probleme eingesetzt wird oder gar mit politischen Höhenflügen und neuen „Kämpfern“, welche doch nur das „Aufgewärmte von gestern“ zu preisen wissen.

Die EU schafft sich auf diese Weise ab – und das für eine sehr lange Zeit. Es wird Zeit, dass die Abkömmlichen sich langsam wieder zurück in ihre heimischen Gefilde zurückbesinnen und dort mit anpacken, wo ihre Kraft wirklich benötigt wird.

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