Vom Nutzen und Brauchen und einer verdrängten Aufgabe der Menschheit

Die letzten Tage kamen sehr viele Informationen rein und durch Gespräche wurden viele Sachverhalte bestätigt. Wohl das erste Mal, dass ich mir auf gelben Zettelchen Stichworte fixiert habe und nun nacheinander zu Texten auszuarbeiten.

Interessant dabei ist, wenn man sich umhört und vergewissert, sind die einzelnen Themen bekannt, jedoch im Zusammenhang (Ursache und Wirkung und Wechselwirkung) wurde sich wohl weniger Gedanken gemacht.

Es wird immer vom Brauchen und Nutzen gesprochen. Und Menschen signalisieren durch ein „Ich brauche dich“ oder „Du nutzt mich nur aus“, dass sie im Kern Aufmerksamkeit benötigen – indem sie es in Form eines Defizits beschreiben. Nicht selten ist ein „Ich liebe dich“ nur ein „Ich brauche dich“.

Die Art bewusster oder unbewusster Manipulation ist mannigfaltig.

Brauchen ist auf der einen der Versuch, sich vom Prinzip her vervollständigen zu wollen, es ist nicht selten aber auch ein Instrumentalisieren, also Nutzen des Menschen und seines Könnens als Werkzeug, um die eigenen Visionen, Ziele und Vorstellungen erreichen zu wollen.

Im alten System verbuchte man dies unter dem Begriff „Ehe“.

Aufgrund der Inhaber und ihrer Konditionierungen treffen meist Menschen aufeinander, wo zunächst die Liebe alles überlagert und harmonisiert.
Alsbald transformiert sich das ganze in einen Alltagstaumel und im Hintergrund bahnt sich aufgrund mangelnder Kommunikation der Machtkampf der „Geschlechter“ seinen Weg. Bis es knallt. In der Regel entsteht eine solche Situation aus (un)bewusstem Vorenthalten von Informationen. Geheimniskrämerei schafft Zwietracht. Wohl um des gedachten Vorteils willen.

Was nicht bewusst ist, dass Mann wie Frau selten über ihre eigene „Vervollständigung“ nachgedacht haben, die sie im Außen suchen und aus dieser Diskrepanz das gewohnte Muster durch Schaffung von Abhängigkeiten beginnt.

Ich schreibe extra gewohnt, denn durch die mehrheitlich einseitige Konditionierung des weiblichen Prinzips – sowohl bei Männer und Frauen, ist ein Verhalten das des Bewahren und Erhalten. Ich zitiere hierzu meinen Sohn Maximilian, der mit zwölf Jahren das gesellschaftliche Prinzip beschrieben hat.

Wir saßen eines Tages zusammen. Es ging um die Familie.

„Sag’ Maximilian, was hältst du von der Situation?“

„Papa, das ist ganz einfach. Du willst etwas für dich und für alle erreichen. Mama will etwas erreichen, doch gleichzeitig versucht sie deines zu verhindern.“

Ich liebe meine Söhne.

Eine weitere Situation. Ich war mit einer wundervollen Frau zusammen. Es war sehr liebevoll. Jedoch immer wenn sie ihren „Rappel“ hatte, kamen Vorwürfe und Anschuldigungen, hervorgerufen durch finanzielle Problematiken. „Wenn es dir gut geht, dann verlässt Du mich sowieso.“ Das ist schon ein harter Brocken, wenn man erst ein paar Wochen zusammen ist. Aber auch ein Signal. Ein anderer Satz war: „Ich will keinen Mann haben, der mehr Geld verdient als ich. Denn dann sagt er mir, was ich zu tun habe.“

Ich konnte zudem zunehmend beobachten, wie versucht wurde, mich von der spirituellen Welt abkoppeln zu wollen und welche Mittel dabei zum Tragen kamen. Ich verfolge dies sehr aufmerksam und da ich anders verbunden bin. Ist es wie ein Film, der da abläuft. Das Kino in der Realität.

Nicht zuletzt vernahm ich, wie sie vor mir in Gedanken jenen Mann beschrieb, wie er sein müsste, damit sie mit ihm zusammenleben könne.

Beobachtungen.

Eines Abends sagte ich ihr, dass ich nicht dieser Mann sei, sondern nur jener, den sie in Liebe kennen gelernt hatte – mit Konsequenzen.

„Weißt Du, lieber Leser, warum ich die Dinge aufschreibe? Weil ich die Geheimniskrämerei und die Ursache des abhängig machen und mehrheitliche Beschäftigen mit daraus entstandenen Symptomen, die sich aus diesen Verhalten ergeben, leid bin.“

Männer sind da nicht anders. So kam jemand eines Tages auf mich zu und sagte: „Ich habe etwas über dich gehört. Man redet über Dich.“ „Was wird gesagt?“ „Das sage ich dir nicht. Und ich wüsste auch noch etwas, was Dir weiterhelfen würde. Das sage ich dir auch nicht.“

Ich muss da immer schmunzeln.

Die Verlockung der Macht (Abhängigkeit durch bedingte Liebe), dem Vorenthalten der Liebe zu sich selbst, lässt die Menschen sich selbst entfremden. Schaffung von Abhängigkeiten oder deren Versuch geschieht aus Gewohnheit und Erhaltungsdrang, um einer immanenten Verlustangst des Besitzstandes entgegen wirken zu wollen.

Das Prinzip, was mein Sohn beschrieben hat – wie ich in Gesprächen bereits bestätigt bekommen habe – schafft nachfolgendes Szenario:

Die Mehrheit der Männer und Frauen werden in eine Welt auf der Suche nach Liebe (im Außen) hineingeboren. Und da sie sie nicht erhalten, schaffen sie sich Ersatz. Dies auf dem Wege materieller Art und auf der anderen durch Macht über andere.

„Hinter jedem starken Mann, steht eine starke Frau.“

Und da Männer Macher (Schaffung von Ordnung in der Materie) sind, jedoch die Gefühlwelt konditioniert ablehn(t)en, konnten die Frauen die notwendige Sensibilität in sich weiterentwickeln.

Bedenkt man, dass die Liebe eine hochschwingende Energieform ist, erfordert sie dementsprechend ein gewisses Maß an Sensibilität, um gefühlt und wahrgenommen zu werden.

So ist es nicht verwunderlich, wenn „gewohntes“ Miteinander ein bedingtes Vorenthalten der Liebe erfordert, damit zum Beispiel geistige Eingebungen der Frauen durch ihre Sensibilität nun von den Machern in eine strukturelle umgewandelt werden können. Dieser Vertrag schuf jene materielle Welt, die wir sichtbar wahrnehmen.

Jedoch ist es eine Scheinwelt und wenn sie einem nicht mehr gefällt, tauft man das ganze als Illusion um, und beschäftigt sich nicht mehr mit den wahrgenommenen Unzulänglichkeiten. Und wenn es einem nicht gefällt, dann hat man jemanden, der einem dafür die Schuld geben kann. Hoppla, da war doch was mit Verantwortung.

Und an dieser Stelle entsteht die Herausforderung.

Nach konventionellem Muster benötigt der Mann also die Liebe von seiner Frau, um wirksam tun zu können. Die Frau hingegen trägt in sich eine Vorstellung (z.B. von Familie) und sieht ihrer Aufgabe das Handeln des Mannes zu kontrollieren (ein Handlungsmuster des Erhaltens und Bewahrens) zu wollen.

Nicht selten geht dies soweit, dass der Mann sich in einer Liebesbeziehung zunehmend in einer Kontrollwolke bewegt. Erfahrungen. Und interessant wird es dann, wenn dem Mann dann „Kontrolle“ vorgeworfen wird.

Im Kern war jeder schon beides – in anderen Leben. Somit wird klar, dass die Aufgabe FÜR JEDEN darin besteht, sich in sich zu vervollständigen, damit er eins wird mit sich und dem Göttlichen verbindet. Erst dann geht es auch mehr und mehr in Resonanz.

Ich musste darüber nachdenken, warum es sich stets wie eine Worthülse anfühlt, wenn von „Wir sind alle eins“ gesprochen wird.

Weil es im Kern noch eine Worthülse ist. Denn solange nicht jeder in sich das bewusste Geben (Gestalten) und Nehmen (empfangen) mit Liebe IM SINNE SEINER EIGENEN AUFGABE in sich integriert hat, solange laufen alle nur „halbherzig“ herum und müssen sich jemanden suchen, der ihnen die Kohlen aus dem Feuer holt. Und erst dann wird es ein eins sein geben, denn eins sein in der Gemeinschaft setzt ein Einssein in sich voraus.

Dies erfordert ebenfalls das Bewusstsein über die Verantwortung und damit verbundenem bewusst-liebevollen Handeln.

Das ist die eigentliche Aufgabe eines jeden Menschen, die zur Würde (wirdi) in ihm führt, die wirksame Beziehung mit dem göttlichen herstellt und so auf dieser Ebene zu einer souveränen Gemeinschaft führt.

Schaut man sich nun die materielle Welt an, bringt sie im Sinne der neuen zeit eines klar zum Ausdruck. Die Matrix, als Metastruktur einer Gebärmutter, kann somit nur aus einer Welt, geschaffen aus Vorstellungen von Frauen (Weibliches Prinzip) durch das Tun der Männer als Organisatoren entstanden sein, damit Menschen mit einem neuen Bewusstsein geboren werden können.

Dafür danke ich allen Frauen dieser Welt. Denn so macht es wieder, dass Bewusstwerdung auch ein Akt der Geburt ist.

Diese „neuen“ Menschen, vielleicht nennt man sie „Homo Spiritus“, vereinen in sich die Prinzipien des weiblichen, männlichen, der Vernunft, der Verantwortung, des Fühlens, Denkens und Handelns in Liebe, mit dem Bewusstsein, dass das Göttliche durch sie wirkt.

Frauen und Männer auf Augenhöhe, in sich vereint, sind die Basis eines neuen Miteinanders – ein echtes „Wir“.

Es nützt nichts, die Liebe in sich zu tragen, wenn man sie nicht mit jeder Handlung in diese Ebene durch Tun und Gestalten fließen lässt. Das gehört zum Sein. Und das ist der Lernprozess. Schritt für Schritt. Und da ist es vollkommen gleich, ob es ein Mann oder eine Frau ist.

P.S. Es gilt die Gewohnheiten und Konventionen in Frage zu stellen. Denn „Gewohnheiten“ sind eine Eigenschaft des weiblichen Prinzips. Und von denen habe ich ja bereits genug geschrieben.

Eine ist die der Erwartung: Dass man das macht, was der andere will, ohne selbst zu wissen, wie es sein soll.

„Ich bin gern ein Teil Deines Lebens, nicht jedoch Teil Deiner Einrichtung.“