Von Begegnungen im Leben

Immer wieder kommt es vor, dass man Menschen begegnet, die sich nicht nur sehr für das „Neue“ zu interessieren, sondern auch selbst Erfahrungen zu  machen bereit sind oder bereits gemacht haben. Das zu sehen ist erfreulich, denn so erkennt man, dass Wandel stattfindet. Er ist halt auch kein Lichtschalter.

Spannend wird es bei jenen, die einem im Leben begegnen, die man als Grenzgänger bezeichnen mag und versuchen an etwas zu gelangen, um jedoch gleichzeitig im Alten verweilen zu wollen. Diese spannungsreiche Zeit dauert eine Weile an, bis etwas geschieht und sie sich wieder in gänzlich alten Strickmustern verfangen haben und man sie so wieder aus den Augen verliert.

Dies alles bewegt sich zwischen gedanklichen Gemeinsamkeiten, Tipps geben, Anstupsen, philosophischen Erkenntnissen und Übereinstimmungen, bis hin zur gefühlten Liebe des Lebens.

Eine wunderbare Zeit, all die Dinge wieder zu erfahren, die man bereits vergessen hatte.

Dafür danke ich allen, die mir bisher begegnet sind und jenen, die mir noch begegnen werden.

Nachtrag, 26. September 2015: Ich habe lange darüber nachgedacht, was den wissenden Dialogfreudigen von anderen unterscheidet: Er weiß zwar alles, kann es aber selbst nicht in Handlungen umsetzen und ausleben. Es scheint so, als wolle er wissen wie Erdbeereis schmeckt, ohne es jedoch erleben zu wollen.

Und das beobachtete Bestreben die „Grenze“ überschreiten zu wollen, mündet nicht selten in einer zunehmenden Verkomplizierung (Argumente, Wenns und Abers und Ausreden) ihres Lebens in allem was sie denken und tun. Es ist in der Regel ein Schutzmechanismus. Die vorgetäuschte Komplexität als Schutz vor Veränderung. Lieber sucht man im Detail nach einem weiteren, um das Selbe weitermachen zu wollen, ohne wirklich eine Lösung zu haben oder sich dafür zu öffnen.

Ich erkenne an dieser Stelle, dass ich meinen Weg fortführe, es trägt mich – irgendwo hin. Vielleicht auch nur nach Hause.