Von der Auflösung der Nationen

(v1.3) (Hab zu früh auf „Veröffentlichen“ geklickt. Deshalb noch ein paar Korrekturen.) Eine Welt abgegrenzter Dinge zeichnete die alte Weltordnung aus – durch entwickeln und später eines als normal angenommenen Vorhandenseins von durch Grenzen abgetrennte Staatsgebieten. Diese als „Schutzfunktion“ gegen andere Staaten. Das macht natürlich so manchem in der aktuellen Zeit Bauchschmerzen, sieht er sich in Bedrängnis oder wird sogar zum Opfer.

Zum Opfer wird man jedoch nicht durch die stattfindende Tat eines Täters, sondern ist dieses Verhalten bereits in der Kindheit in der Familie geprägt worden.

Die erfahrene Tat ist für gewöhnlich das „geerntete Ergebnis“ eines nicht selten bereits ein Leben lang andauernden Säens – eines im „Schutze“ unverantwortlichen – besser: unvernünftigen, jedoch gesellschaftlich tolerierten und betreuten,  „objektiven“ Handelns.

Geht man in die Details, so ist die Familie der Geburtsort des Systems – eine künstliche Überlagerung durch eine Bedingung.

Ein Satz übertragender Denk- und Verhaltensmuster, die dazu führen, dass die anfänglich noch natürliche Unvernunft (geistiger und materieller Bedarf im jungen Menschen, sich entwickeln zu wollen) später künstlich verlängert wird durch die Bedingung: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

Und so wird aus noch anfänglich natürlicher Betreuung und Begleitung, eine mehr oder weniger subtile autoritäre Erziehung – Fremdbestimmung.

Die Bestrafung des jungen Menschen für eigenständiges sich entwickeln wollen, durch die Autorität, sorgt nicht selten für ein sich Zurückziehen des jungen Menschen aus seinem eigenmotivierten Entwicklungsprozess und alsbald verdrängt er.

Um sich irgendwie unauffällig durch jenes durchzuschlängeln, was die Gesellschaft als Leben definiert und an Gewohnheiten geknüpft vorlebt.
So gewöhnt er sich ein „so tun, also ob“ an – eine Tarnung, eine Hülle, Gleichlauf, um nicht aufzufallen, um nicht bestraft zu werden. Irgendwann hat er vergessen, warum es das mal tat und so „vergisst“ er sich zunehmend selbst.

„Ja, aber ich muss doch und habe keine Zeit.“ „Sagt das Opfer. Es geht nicht darum „Herr“ über andere zu werden, sondern wieder „Herr“ über sich selbst.“

Sichtlich, dass Belohnung (für Angepasstheit(Hinweis: Karriere, Peter-Effekt), Anerkennen der Autorität und Einhalten seiner allgegenwärtigen Regelwerke (die Autorität ist im Kern auch nur ein verletztes „Ich“) und Bestrafung für Vergehen gegen die Autorität und der von ihr auferlegten Regelwerke, die alte Weltordnung ausmachen.

Man sieht hier deutlich, welche Bedeutung der Umgang miteinander bekommt, wenn man sich unter dem Aspekt individuell-kollektivem Lernens und Entwickelns zusammenfindet, wo auch die Materie eine sichtlich umfassendere Bedeutung erlangt, als üblicher Weise gesammelt, gestapelt, festgehalten und gesichert zu werden – sichern im Sinne von mengenmäßiger Umhüllung und Abkapselung des „verletzten Ichs“ – die Person.

Das betrifft auch so manche, die sich in der Vorstellung bewegen, nur genug Wissen angesammelt zu haben, um es und sich damit schützen zu wollen.

„Glauben heißt nicht Wissen“ und: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Mal was zum darauf herumdenken. So am Rande.

Fühlt sich jemand in seiner Würde gekränkt oder beleidigt, so kann ich ihn an dieser Stelle beunruhigen, es ist lediglich sein „verletztes Ich“. Ein Hinweis, dass das Rechtssystem sich an den gewohnten Denk- und Verhaltensmustern orientiert, die das „verletzte Ich“ ausmachen. Denn wie heißt es so schön?

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Und da sie unantastbar ist, braucht sie nicht geschützt zu werden! Ein weiterer Hinweis auf unnütze Betreuung innerhalb staatlicher innerhalb jeglicher künstlicher Grenzen.

Grenzen als Ausdruck eines kollektiven „Ichs“ gegen andere, sich abgrenzende „Iche“ und allem gemeinsam: ihre Künstlichkeit.

An dieser Schwelle (zur Neuen Zeit) bewegt sich zumindest der deutschsprachige Raum, während sich der Deutschsprechende an seine Traditionen und Konventionen festzuhalten versucht.

Dabei gibt es genug von jenen, die den „Teufel an die Wand der Neuen Zeit malen möchten“, einer düsteren Zeit.

In der Regel bleibt in diesen Momenten meine provokante Frage unbeantwortet: Wenn das die Neue Weltordnung sein soll, was denn dann die alte Weltordnung?

Zurück zum Thema. Nachgelagerte Institutionen wie der Kindergarten, die Schule, das familiär-gesellschaftliche Umfeld sowie der Staat und die klassischen Unternehmen orientieren sich lediglich an den aus der Bestrafung hervorgegangenen Konditionierungen und führen die Betreuung als ob sie das normalste der Welt sei weiter.

Dass dabei der Mensch in seiner Entwicklung in der Regel auf der Strecke bleibt, sieht man an den zwei in der Regel zeitlich von einander propagierten Aussagen, die jedoch in der Verknüpfung ein „erschreckendes“ Bild einer verfallenden Gesellschaft zeichnen:

„Wir wollen, dass Ihr es mal besser habt, als wir…wenn Ihr so seid, wie uns das gefällt.“

Nicht nur dass sich auf diese Weise die Entmenschlichung zunehmend ein Stelldichein gibt. Darüber hinaus, wirkt die Aussage gegen die natürliche Entwicklung gegen den Lebensprozess selbst – eine Gesellschaft in einer vom Leben abgewandte Haltung – in einer mentalen Selbsthaltung – nicht zu vergessen: die alte Weltordnung.

Die Gesellschaft schafft sich auf diese Weise selbst ab. Sie sieht sich mental nicht in die Lage versetzt (sie hat sich an die klagende Opferhaltung gewöhnt), diesen Prozess umkehren zu wollen. ein Phänomen, was ebenfalls durch jene Bestrafung zu einer gehorsamen Außenorientierung und „gewohnten“ Fremdbestimmung geführt hat – in der Regel auf andere wartend, die für eine „Änderung“ sorgen sollen.

„…So zeigt es sich, dass unsägliche Pein über das anonyme Volk hereinbrechen werde. Doch schauet, ob da nicht noch ein Schmerz, den Ihr noch nicht habt erlebt, daran fest zu halten der alten Zeiten willen, die schon lang vorbei.
Lasset Euch erquicken, erkennet die Zusammenhänge, welche Euch des Tages und zur Nacht anraunen, doch meist noch ungehört verbleiben. Wohl wisset, sie den neuen Weg für Euch bedeuten.“ Beitrag vom 28.05.2010

Jene, die sich mittlerweile nur noch nach Gewohnheitsrecht ihre „Führer“ erkieren (hinweisend BVerfG, 2507.2012), die dann die Kohlen aus dem Feuer holen sollen, während sich die Gesellschaft auf dem Komfortsofa räkelt.

Die Mehrheit ist von ihren gesellschaftlich tolerierten Verdrängungskonzepten (Kampf, Widerstand, Flucht, Schuldzuweisung, Ignorieren, Aus- und Abgrenzen, inkl. gewohnter Feindbildprojektion) getrieben, dabei genau diese bewusst oder unbewusst übersehen wollend, einschließlich der damit verbundenen Auswirkungen, über die dann üblicherweise sich beklagt, gejammert, sich beschwert, sich entrüsten und gegreint wird.

Verhalten, die lediglich Funktion besitzen, um das selbstgeschaffene Leid ein Ventil zu geben. Andere wiederum versuchen sich in der Regression, einem Rückfall in vergangene Denk- und Verhaltens-, nicht selten auch kindliche Verhaltensmuster.

Verständlich, dass dies keiner hören will. Vor allem nicht wenn sich herausstellt, dass ein Hohes Alter, graue Haare und Falten kein Garant dafür sind, dass man sich ein Leben lang selbst „über den Tisch gezogen“ hat.

Dieses „so tun, also ob“ findet seinen Anfang in der Beziehung zwischen dem Menschen und seinem „Ich“, in der besten Täuschung: Der Mensch glaubt, er sei sein „Ich“. Auf diese Weise ist dafür gesorgt, dass er zu seiner Persönlichkeit wird und sich so nicht ändern kann – besser: will.

„Ich kann ja sowieso nichts ändern.“

Dieser Umstand führt dazu, dass der Mensch zum Opfer seiner eigenen Denk- und Verhaltensmuster (Regelwerke und Bedingungen, die sowohl sein „Ich“ ausmachen wie auch das System verkörpern) wird. Das „Ich“ (Jakob) über dem Menschen (Esau). Das ist die Nummer mit „Esau und Jakob“ und damit auch die Aufgabe, die sich mit dem Esau-Segen verbindet.

„Jakob; hebräisch: Fersenhalter.“

Und dass den deutsch sprechenden Menschen diese Aufgabe zukommt, die Welt nicht nur in Frage zu stellen, sondern neu zu entdecken, findet sich als Hinweis in der „Feindstaatenklausel“ der UN.

Denn was ist ein „Feind“ im einfachsten Fall? Nur jemand, der eine andere Meinung hat, die einem selbst nicht gefällt.

„Etwas wie einen äußeren Feind“ gibt es nicht. Egal, was die Stimme in ihrem Kopf Ihnen sagt. Alle Feindbilder, die wir haben, sind nur  Projektionen des „Ichs“, als der Feind selbst.“ Dr. Deepak Chopra, M. D.

Demnach ist der „Freund“ ebenfalls nur eine Erfindung des „Ich“, um Gleichgesinnte damit zu „stigmatisieren“.

Jetzt verstehe ich auch, warum mir der Begriff „Freund“ in der Anwendung noch nie so richtig „koscher“ vorgekommen ist.

Und um auf die katastrophale Auswirkung des bestrafenden Eingriffs hinzuweisen: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ Artikel 1, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Dazu passt auch trefflich ein Zitat aus dem Film „Prisoners“: „Kinder verschwinden zu lassen, ist unser persönlicher Krieg, den wir gegen Gott führen. So verlieren die Menschen ihren Glauben und dann werden sie zu Dämonen…“

Wen wundert es, dass die Mehrheit keine „Menschenrechte“ erfährt und so mancher Krakeelhals diese auch nicht bei anderen „einfordern“ kann, sondern selbst entschlossen in der Öffentlichkeit vorzuleben hat.

Das „Außen“ spiegelt lediglich die inneren Haltungen der Gesellschaft, die sich zwar durch das Reden unschuldig gibt, sich jedoch durch ihr Handeln verrät.

„Am Tun wird man sie erkennen.“

Aus „dem System“ kommt man nicht raus, indem man irgendeinen Zettel ausfüllt oder in der Hoffnung unterwegs ist, auf irgendein Konto mit viel Geld zugreifen zu können, um alsdann von „Freiheit“ sprechen zu wollen. Das ist nur eine Illusion, geschaffen vom eigenen „Ich“, ist nur ein Schein.

„System, alte Weltordnung, Matrix, alter Bund = das „Ich“ in seinen „gewohnten“ Konditionierungen mit dem Menschen als funktionierendes Anhängsel“

Das Bedürfnis sich „schützen“ zu wollen, ist eine Eigenschaft des „Ichs“, was offensichtlich nur innerhalb betreuender Systemstrukturen auftritt, wo der Mensch mit seinem „ich“ zunehmend zu Sache wird und an ihm der „Akt der zu bezahlenden Dienstleistung“ vollzogen wird.

Einige weiterführende Gedanken und Hinweise:

„Die Rechtsfähigkeit des Menschen beginnt mit der Vollendung der Geburt.“ §1 BGB

Der Mensch orientiert sich lediglich am überpositiven Recht. Davon wird ihm natürlich nichts erzählt und so wird er zur natürlichen Person (Hülle): Der Mensch in der Rolle als Rechtssubjekt, über die man innerhalb der alten Ordnung – als ob es das normalste auf der Welt sei – verfügt.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Artikel 1 Grundgesetz für die Bundesrepublik in Deutschland

Nur der Mensch, der Verantwortung für sein eigenes Handeln trägt, ist der Würde sicher. Ein Handeln, was sich dem Lebensprozess zuwendet.

„Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen, sie ist hort der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Friedens.“

Es heißt: „Liebet Eure Feinde“…, denn sie sind lediglich eine Erfindung des „Ichs“ – eines „verletzten Ichs“ – ebenso wie der „Freund“.

P.S. Nicht zu vergessen, die Rede von Helmut Schmidt und die letzter Zeit immer wieder auftauchenden Hinweise zum Neoliberalismus.