Von Problemen, die nur Symptome sind

Schaut man sich das über Jahrhunderte gelehrte und gelernte Grunddenkstrukturen an, so bewegt sich die große Mehrheit in der gelebten Vorstellung einer Welt der Teile, Dinge und scheinbar unabhängig voneinander existierender Probleme. Probleme, denen man jeden Tag „kämpferisch“ begegnet – überall dort, wo sie für alle! sicht- und spürbar in Erscheinung treten.

Dieses Verhalten ist kollektiv in den Köpfen verankert und weil es nur so gelernt wurde, muss es – weil es die Mehrheit ja auch so macht – richtig sein. Dass sich die Akteure jedoch in einem kollektiv gelernten Irrglauben bewegen, können sie nicht erkennen. Dies würde dann nur geschehen, wenn sie eine „Neue Sichtweise“ annehmen würden, um so aus der selbstgeschaffenen Sackgasse überdauerter Paradigmen und Konventionen herauszufinden.

Doch die wahrgenommene Welt ist mehr, als nur eine Welt der Dinge und Teile. Sie ist ein dynamisch vernetztes Ganzes. Und erst mit diesem Verständnis gelingt es Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu „erkennen“ und man kommt so zur Gewissheit, dass sich die Mehrheit die ganze Zeit mit Symptomen beschäftigt, wo Ursachen weitesgehend unbedacht und -behandelt bleiben.

In der Vorstellung, man habe in dem Moment eine „Lösung“, wird das wahrgenommene Symptom nur kaschiert. Dies führt statt zu einer Lösung (Auflösung), zu vermehrter Komplexität und Ineffizienz, was für die Teilnehmer wiederum zu mehr Handlung, mehr Energieverbrauch, mehr Geldmitteleinsatz und mehr Druck führt, um diese Strukturen aufrechtzuerhalten.

Mit Erkennen der Zusammenhänge lassen sich Engpässe ausmachen und beseitigen;  verkrustete Strukturen verwandeln sich wieder in fließende Prozessmuster. Einst wahrgenommene und hart bekämpfte Probleme lösen sich von selbst auf. Es waren ja nur Symptome.

Wenn wir dies auf die ökonomischen Strukturen anwenden, schaffen wir uns wieder eine wirksame Basis.

Das Schubäus Modell liefert dazu die notwendigen Lösungsmuster.

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