Kollektive Neurose

http://tinyurl.com/27xs8bh (FAZ)

Betrachtet man das Projekt S21 in einem übergeordneten Zusammenhang, verinnerlicht sich die Gesamtsituation der sich vollziehenden Veränderungen für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, wie sie aktuell die Mehrheit aller westlichen Länder betrifft, kann die geplante Umsetzung von S21 nur als wilder Aktionismus bezeichnet werden.

Doch befinden sich die Akteure auf allen Seiten untrennbar in einem Boot vereint: Angst vor Veränderung, festhalten an Gewohntem, liebgewonnenen Strukturen und Machtspielchen.

Um daran anzuschließen, stellt sich mehrheitliches Handeln als  Bekämpfung von Symptomen dar, deren Ursachen sich die Mehrheit der Akteure nicht bewusst ist. Ich schließe hier keinen aus, man kann auch niemandem pauschal die Schuld zuweisen, wurde es nie anders gelernt.

Denn hat der Mensch gelernt, Probleme überall dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und fühlbar in Erscheinung treten. Zum anderen, dass stets andere für den eigenen Lebensumstände verantwortlich zu machen.

Somit schuf sich die Mehrheit selbst die Umstände, mit denen sie nun zu kämpfen hat, vorhandenes Wissen nicht die Probleme lösen kann, mit denen es ohne Ausnahme alle zu tun haben, aus denen die Probleme entstanden sind.

Doch kann es auch anders ausschauen. Doch muss sich die Mehrheit darüber im Klaren sein, dass die Ursachen an ganz anderer Stelle zu finden sind, als sich Akteure und Protagonisten aktuell überhaupt vorstellen.

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