Warum der EuGH dem Urteil des BVerfG zustimmen musste

Die Tage kam die Nachricht, dass der EuGH das Urteil zum Rundfunkbeitrag bestätigt hat. Er musste es, da er sonst die Struktur, in der er und alle „natürlichen Personen“ sich bewegen, selbst in Frage gestellt hätte. Warum? Ganz einfach:

„Als Fiktion bezeichnet die Rechtswissenschaft die Anordnung des Gesetzes, tatsächliche oder rechtliche Umstände als gegeben zu behandeln, obwohl sie in Wirklichkeit nicht vorliegen.
Hierbei kann die Fiktion das genaue Gegenteil der tatsächlichen Umstände als rechtlich verbindlich festlegen.
Eine Fiktion kann deshalb im Prozess auch nicht widerlegt oder entkräftet werden, da sie definitionsgemäß vom tatsächlichen Sachverhalt abweicht.
Das Wort „gilt“ ist in Gesetzestexten ein Indiz für das Vorliegen einer Fiktion, sie kann sich aber auch in Legaldefinitionen verbergen.“ Fiktion(Recht), Wikipedia

Das was auf die Menschen wirkt, funktioniert aufgrund ihrer Rolle als Rechtssubjekt (natürliche Person) und ist nur ist eine Fiktion. Jede damit verbundene Rolle ist eine Fiktion, an die in der Regel „belohnt“ geglaubt wird. Auf der anderen Seite wird auch daran geglaubt, weil jeder Nichtzahler ja auch „bestraft“ wird.

Beide wiederum sind die Opfer ihres Glaubens an das Geld selbst und die ihr vorstehende Autorität.
Und Niemandem gehört das, was auf seinem Konto als „Sichteinlage“ und durch seinen Glauben zu Geld wird. Er hat lediglich das Privileg, daran teilzunehmen und sich so den Bedingungen zu unterwerfen.

Auf die natürliche Person, also der Mensch in der Rolle als Rechtssubjekt greifen die von Menschen in der Rolle der Legislative, Judikative, Exekutive und Verwaltung geschaffenen Gesetze – im Rahmen des positiven Rechts. Sie können interpretiert und ausgelegt werden.

Und da die Gesetze des positiven (gesatzte) Rechts nicht selbstregelnd ist, müssen diese durchgesetzt werden, nicht weil sie gerecht sind, sondern weil sie Gesetze sind. So wie man den Vorgesetzten glauben muss, nicht weil sie „gerechte Vorgesetzte“ sind, sondern weil sie Vorgesetzte sind.

Das funktioniert alles solange, wie das Vertrauen zum Leben selbst fehlt, verbunden mit der Vorstellung, kein Geld dafür hergeben zu wollen, einfach nur in Ruhe gelassen zu werden, um auch nur „die alte Nummer schieben“ zu wollen.

Dabei bewegen sich beide – „Täter“ und „Opfer“ – in einem Spiel aus „müssen“, sich gezwungen fühlen und nicht anders zu können.

Das Opfer wird hingegen immer nur sagen: Ja, was willst Du denn DAGEGEN tun? Anhand der Fragestellung erkennt man hier bereits die alte Ordnung.

Die „Nummer“ hat damit zu tun, dass sich auf beiden Seiten durch den Glauben an das Geld – genauer: über die Art und Weise, wie es zu einem kommt (durch Arbeit). Dies verbunden mit der Vorstellung, was sie meinen sich damit kaufen zu können, „gehöre“ dann ihnen.

Damit unterwerfen sie sich selbst der Autorität und ihren wohlwollend überlassenen Privilegien über Eigentum, Besitz, Hab und Gut oder eine kleine Machtposition verfügen zu dürfen.
Dies alles genießen sie solange, wie sie sich den Regelwerken der Autorität und damit ihr „bedingungslos“ (also ohne Widerspruch) unterwerfen.

Diese Regelwerke sind nicht dazu gedacht gerecht zu sein, sondern bilden ein Sammelsurium ähnlich einer Fettschicht, um sich durch willkürlich-opportune Auslegung gegen ihre Infragestellung zur Wehr zu setzen. Verschleierung, Täuschung und Inszenierung.

Die „Nummer“ geht dann zu Ende, wenn sich Mensch für Mensch auf den Weg gemacht wird, hinüber in das überpositive Recht, auch Vernunfts- oder Naturrecht. Und das ist beileibe kein abrupte Zustandsänderung.

Es ist ein individueller, den Menschen sich in Vernunft und Gewissen entfaltender Weg, hin zur Selbstbestimmung, also schrittweise und konsequente Abkehr von der alten Ordnung und ihren Prinzipien und Vergünstigungen.

Es gibt auch kein Abschiedsschreiben aus dem Alten, weil niemand diesen Weg offiziell zugeben wird, da er sich und seine Rolle sonst selbst in Frage stellen würde.

Und um es so auszudrücken: Klagen, Jammern, Heulen, Zähne knirschen, sich beschweren und kollektives Jammern (Demonstrieren), sind lediglich Ventile für das selbst geschaffene Leid und keine wirklichen Helfer (Das Leid wird dadurch erzeugt, dass sich an meist überholten Vorstellung festgehalten wird, statt die Kraft für die „eigene“ Entwicklung zu nutzen.).

Im Sinne von „gemeinsamen Leid“ „Masse bilden“ zu wollen, sorgt lediglich für ein sich gegenseitiges Untenhalten. Weshalb die meisten Blogs auf Dauer zu keinem wirklichen Ergebnis kommen und sich mit der Betrachtung von Details von Details und fortlaufender Beschreibung auftretender „Probleme“ bereits zufrieden zu geben meinen.
Das liegt auch an der Art ihrer gewohnten Fragestellung, die immer wieder zum Alten und in den gewohnten Zustand führt.

Sie wollen zwar, dass sich etwas ändert, doch erst mal so, dass sie selbst nicht davon betroffen sind.

Das alles funktioniert auch solange, wie sie sich nicht selbst fragen, warum sie so agieren, sondern die Verantwortung bei den von ihnen ernannten „Feinden“ zu finden bereit sind.

P(layboy). S(ervus). Dass die BRD kein Rechtsstaat im klassischen Sinne ist und ein Grundgesetz zur Verfassung gemacht wird, ist nur das Einstiegsthema in die Luftnummer. Auch das Bestreben, wieder etwas „sein Eigen“ nennen zu wollen, verliert auf dem Weg aus dem System der alten Ordnung zunehmend an Bedeutung.

Es geht darum, das Naturrecht wieder zu erlangen und nicht irgendwelche „Boden- und Besitzrechte“. Denn die sind auch nur Erfindungen, um den materialistischen Menschen damit unterwerfen zu wollen. Dabei fällt auf, dass der verdreht anerzogene Umgang mit der Angst und Geld, sich als „prima“ Entwicklungsblocker herausstellen.

Alles was dem Menschen in der Rolle als Rechtssubjekt zugebilligt wird, ist lediglich mit der Bedingung behaftet, dass er an eine ihm vorgesetzte Autorität glaubt und diese nicht in Frage stellt.
An dieser Stelle mag man darüber vordenken, was es bedeutet, sich lediglich von einem Hamsterrad mit „ungerechten Vorgesetzten, in ein Hamsterrad mit „gerechten Vorgesetzten“ bewegen zu wollen – beides Illusionen.

Die Wirksamkeit des Handelns, im Sinne fundamentaler (das ist ‚mental‘ drin) Veränderung (über gewohnte Rechts-, Reichs-, Bundesstaats- und Gemeindegelüste hinaus) ist dann gegeben, wenn sich dem Leben selbst und der öffentlichen(!) Absicht, sich in Vernunft und Gewissen entwickeln zu wollen.
Da hilft auch kein „so tun, als ob“ oder die Vorstellung erst mal das nächste, „kleine Ziel“ zu erreichen.

Es ist die oberste Überschrift, die den Menschen sich aus dem System bewegen lässt.

Dabei wird Schritt für Schritt all das, was sich der Mensch innerhalb seiner von Ihm geschaffenen Fiktion (mit allen Gegebenheiten, sich vom Leben selbst abzuwenden) in Frage gestellt.

Was den Menschen wieder an das Leben selbst „andocken“ lässt, sind die Vernunft und das Gewissen.

„Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess zwischen bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen. Sie ist der Hort der Gerechtigkeit, des Frieden und der Freiheit. Gewissen ist zu spüren, was rechtens ist.“

Verstanden, auf welcher Ebene die Nummer abläuft?

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.