Was dem Islamisten sein Dschihad,…

…ist dem Deutschen sein Kampf mit der Veränderung.
Was der eine mit Dschihad bezeichnet, ist für den anderen der Bewusstwerdungsprozess, während beide im Außen nach Lösungen und Schuldigen für ihre Misere suchen.

„’Til Armageddon, no shalam, no shalom.“ The man Comes Around, Johnny Cash

Während man kollektiv gewohnt mit der inneren Zerrissenheit im Außen kämpft und so mancher dem Frieden im Außen zwecks Unterschrift hinterherläuft, ist eines deutlich erkennbar: Man redet von Frieden, man trägt ihn jedoch nicht in sich. Das ist der innere Konflikt, der gerne nach außen verschoben, verdrängt wird.

Es geht also mehr um eine Art Ruhe, die man auch mit einem vereinbarten Waffenstillstand umschreiben könnte – wie dies die beiden „Weltkriege“ ja letztlich gezeigt haben. Das reicht jedoch nicht aus.

Da fällt mir natürlich der neue Film „Wonder Woman“ ein, wo jene bestrebt ist, den Deutschen den liebgewonnenen Kriegsgott „Ares“ abspenstig machen will, damit die Deutschen wieder zu Menschen werden.

Geht man davon aus, dass die Schauspielerin Gal Gadgot aus Israel kommt, dann passt das ganz prima in das Bild, dass die Deutschen (Dichter und Denker) endlich mal ihren Hintern in Bewegung setzen sollen, um das auferlegte Feindbild mal abzulegen.

Im Kern ist das Feindbild nur eine Projektion des anderen und soll dem Betroffenen Schuld auferlegen.

Ich denke, dass es klar genug ausgedrückt ist, dass Schuldzuweisung lediglich ein Verdrängungskonzept ist, genauso wie die Schaffung eines Feindbildes aus dem „Ich“ heraus, was man anderen über Gebühr auferlegt und dieser Mechanismus auch nur solange funktioniert, solange der Beschuldigte selbst im Außen unterwegs ist und nach Schuldigen und Verantwortlichen sucht.

Ein Feind, ist man bereits dann, wenn man für gewöhnlich nur eine andere Meinung hat. Und „Feind der Welt“ zu sein, sind wir ja irgendwie „gewohnt“, was wir im Kern jedoch nicht sind. Es handelt sich lediglich um eine Feindbild-Projektion, was wiederum ein Kennzeichen dafür ist, dass die Mehrheit selbst an ihren Verhaltensmustern festzuhalten versucht und der Deutsche seinen Hintern bewegt.

„Man kann nur das im anderen erkennen, was man selber in sich trägt.“

Wenn man in dem Zusammenhang letztlich eine große Liste der Weltvergehen zusammenträgt, zeigt sich am Schluss, dass es besser ist, die Vergangenheit ruhen zu lassen und auf das Neue zu schauen. „Es kommt sowieso“, auch als Antwort auf die Aussage: „Die haben jetzt alle Angst vor dir.“ Nun ja…

Feindbild-Projektion ist lediglich der Hinweis, dass die Deutschen wohl anders denken, die Art und Weise aber wohl vergessen zu haben scheinen.

Also erinnere man sich an seine Art des „Deutschen Denkens“. Und dass es sich hier um eine Herausforderung im Denken handelt. Neue Systeme starten auf der mentalen Ebene.

Und was die Suche im Außen betrifft, so kann ich alle anderen mit beunruhigen, dass die Veränderung im Inneren stattfindet und es keines einzelnen Messias bedarf. Denn das was sich erlöst, ist der Mensch selbst, indem er sich dem Leben und seinem natürlichen Lernprozess zu wendet, als Jakob mit Gott stritt und fortan der „Gottestreiter“ genannt wurde, was im Hebräischen „Israel“ heißt.

Was Armageddon (Harmagedon) betrifft, der findet für den Umdenker in seinem Inneren statt: Die letzte Schlacht zwischen „Gut und Böse“, indem der Mensch erkennt, dass er sie beide für einen bewussten Entwicklungsprozess benötigt und keiner von beiden verdrängt werden kann.

„Gut“ in der alten Bedeutung, was einem zuträglich erscheint und „Böse“, was einem abträglich erscheint. Das „Ich“ im vordringlich einseitigen Empfangen liebt das „Gute“.

„Gut und Böse“ sind eine Erfindung des „Ichs“ und das Symbol der Trennung, um sich nur das „Gute“ einverleiben und das „Böse“ verdrängen zu wollen. Und alles „Böse“ hat stets mit Unbekanntem und neuen Informationen zu tun, die das „Ich“ in seinem Wesen verändern, wobei wir wieder bei der Entwicklung des Menschen angelangt sind.

„Der Terrorist im Fremden Land, ist der Held im eigenen.“

Begegnen sich ein Europäer und ein Afrikaner mit ihren Ruderbooten auf dem Mittelmeer. Fragen beide gleichzeitig: „Wo geht’s hin?“ und antworten sich: „Ins Ausland.“

Musikalische Untermalung:

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