Was im Kern zu tun ist

Wer es in hoher Auflösung magSichtlich, dass das System uns „scheinbar“ in Situationen führt, wo wir uns gewohnt dann verteidigen oder unterwerfen. Verlust oder Sieg. Beides meist aus dem Beweggrund: des Geldes wegen – verbunden mit dem Auge nach der eigenen Existenz: Knast No. 1.

In derartigen Situationen stellt man sich selten die Frage nach dem Sinn, sondern man funktioniert nur noch. Alte Denk- und Verhaltensmuster treten zu Tage und beherrschen die Akteure – all dies begleitet von: sich in Rage zu reden, im Dafür- oder Dagegensein, Polarisierung, Untergangsbedürfnisse (eigene oder systemische), Rache und Vergeltung, Schuldzuweisung, Beschweren, Beschuldigen, Stigmatisieren, Verteidigen, Klagen und Wimmern.

„Mutti, du bist böse gewesen.“

Die erste gefühlte Erleichterung erfährt man, wenn man auf „Gleichgesinnte“ trifft, die das auch so erleben – und man sich fortan kollektiv – im Kreise dreht – ohne es zunächst zu merken. Denn was einem zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst ist, dass es sich bei allen gelernten Verhalten um konditionierte Opferverhalten handelt – fein kombiniert mit einer verdrehten Wahrnehmung in Form der Projektion, statt natürlicher Selbstreflektion.

„Guck mal, die anderen haben das auch gesagt.“

Nicht selten folgt die kollektive Gleichmacherei, so dass sich auch das Opfer² (Opfer der Opfer) hinter anderen Opfern zu verstecken weiß und mit angsterfüllten Augen zum gemeinsamen Aufklären und Frieden aus dem Hintergrund aufruft. Im Kern will es nur in Ruhe gelassen werden. Es folgt die Zeit gebetsmühlenartiger Überzeugung.

Im Kern geht es darum, den dritten Weg einzuschlagen, indem man Schritt für Schritt alle Konventionen gesellschaftlicher Prägung beobachtet, in sich erkennt und in Frage stellt und sich so langsam vom Wust kollektiv vereinbarter Sklaven-Herrenmoral entledigt.

Es gilt grundsätzlich alles in Frage zu stellen und nicht nur die Rosinen herauszupicken, mit dem Hintergedanken, seine Vorteile, sein Errungenes bewahren zu wollen.

„Ich suche mir nur die Rosinen raus.“ „Das ist aber dieses mal ein Marmorkuchen.“

Nicht selten bedeutet diese Entscheidung auch das Verlassen des gewohnten! Umfeldes – manchmal gefolgt von kollektiven Vorwürfen, weil man sein eigenes Ding macht.

„Du bist ja ein Egoist.“ „Ja, dann mach‘ doch mit.“

Hier ein Hinweis aus der Praxis: Derartige Aussagen finden stets durch den Filter der Projektion statt, also: Projektion = !Selbstreflektion;

Diese Verdrehung findet ihre Ursache in erzwungenem Gehorsam in der Kindheit, wo durch Vorenthalten von Liebe, dem jungen Menschen seine Position „klar“ gemacht wurde. Und er so alle Verhalten selbst entwickelte, um bedingte Liebe, Anerkennung, Aufmerksamkeit und Zugehörigkeit erfahren zu dürfen.

Das ganze wiederholt sich dann im nahen Umfeld und zu gegebener Zeit bei der nächsten Generation von Hierarchieanwärtern.

„Die Tröge bleiben, die Schweine wechseln.“

Selten, dass sich der eine oder andere über diese Handlungen bewusst ist. Das wäre arglistig. Da es jedoch gewohnt, alsi unbewusst geschah, konnten diese Verhalten über die Jahrhunderte auch überdauern.

„Für die zwei Mark drückst du aber mal Deine Oma und sag‘ nichts deinem Bruder.“ „Oma, das kostet aber extra.“

Die Verdrehung der Selbstreflektion hin zur Projektion führt zu innerer Trennung und Zerrissenheit und schafft so die Welt, wie wir sie „gewohnt“ wahrzunehmen pflegen. Und dieser Zustand wird für jegliche Arten bedingter Belohnung kollektiv vereinbart aufrechterhalten – aktuell befindet es sich jedoch im Verfall.

Das „System“, mehr der eigene Spiegel (der Gesellschaft), lässt uns selbst in wahrgenommene Situationen führen, um uns darauf aufmerksam zu machen, uns unserer Opferverhalten Schritt für Schritt bewusst zu werden und sich ihrer zu entledigen.

Mehr findet aktuell nicht statt.

P.S. Und wenn Du das gelesen hast, frage Dich nach Deinem Mute, diesen Weg zu gehen. Denn es ist Dein Weg. Es war nie ein anderer. Das wollten Dir andere nur erzählen, damit sie Deine Fähigkeiten für ihre Belange nutzen konnten.

„Festen Blickes schau’ unbeirrt voran,
Gleichgesinnten Du begegnest auf dem Weg,

Deinen Worten Blicken wahrlich standhaltend,
zu gestalten die Neue Zeit – mit wahrer Herzenskraft.“