Wenn man sich darüber im Klaren ist

Vielleicht wird mir der eine oder andere zustimmen mögen, wenn ich behaupte, dass es so nicht mehr weitergehen kann und sich „etwas“ ändern muss – der übliche Satz also. Und das wird es auch. Und selbst, wenn es sich jetzt komisch anhören mag: Es muss auch so sein, wie es aktuell ist.

Erst vorgestern sagte man mir, dass ich mit meinen Ansichten noch 100 Jahre warten müsse, bis sich da etwas verändert. Die Gedanken sind jedoch bereits jetzt vorhanden. Vielleicht liegt jedoch die Meinung darüber nur 100 Jahre zurück. Also 1917. Und wenn man noch vier Jahre zurückrechnet, bekommt man vielleicht dafür ja noch einen „Gelben Gutschein“.

Ich arbeite an etwas mit, was auch jeder auf meinem Blog lesen und verfolgen kann, der sich dafür interessiert. Es geht darum, warum die Dinge so erscheinen, wie sie erscheinen. Denn das fragt hier kaum jemand. In der Regel wird sich mit Symptomen und Schuldigen beschäftigt und nicht selten lauthals darüber beklagt. ein Zeichen dafür, wie sehr die Insystem-Konditionierungen bei den meisten noch wirken.

Es ist ein Irrglaube, es gäbe so etwas wie eine objektive Weltanschauung, wo sich der Einzelne aus Handlungsverantwortung und Bezug zum Ganzen herausrechnen könne und für das unsägliche Treiben ausschließlich andere dafür verantwortlich wären. Diese Illusion (der Abtrennung) verschafft ihm sein „Ich“, und die Mehrheit glaubt an ihr „Ich“.

Nachdem sich das Recht nur als künstliches Regelwerk (und ALLEM was damit im Zusammenhang steht) des „Ichs“ (Meta-Ich der Gesellschaft) herausgestellt hat, um seine eigene autoritäre Position behaupten und „die Unvernunft der Anderen“ reglementieren zu wollen, beschäftige ich mich vordringlicher mit den Grundfesten der Gemeinschaft der Menschen, ob dies ihre Prägungen (Konditionierungen, Denk- und Verhaltensmuster, die das alte System erst erzeugen) betrifft oder ihre Ökonomie (Wertschöpfung und Wertgestaltung), mit der sie versucht, ihre Lebensgrundlagen gewährleisten zu wollen. Alles andere leitet sich davon ab.

Im Kern ist es das Spannungsfeld zwischen Geist (innere Entwicklung) und Materie (also ihrer Gestaltung, Formgebung), was die Welt als eine Anschauung des agierenden Beobachters in einer Wechselwirkung, die er erlebt und gleichzeitig auch erzeugt.
Dass der Mensch selbst Geist und Materie verkörpert und ihm das Bewusstsein für Vernunft und Gewissen in die Wiege gelegt wurde, so wundert es (zunächst ein wenig), dass er von beidem doch recht wenig Gebrauch macht.
Okay, er fordert es gerne bei anderen ein, während ihm der eigene Balken im Auge zwickt, was wiederum auf sein konventionell-traditionell geprägtes „Ich“ hinweist. Man gelangt aus der „Nummer“ jedoch nur durch sich selbst heraus, indem man die eigenen Denk- und Verhaltensmuster in Frage stellt.

Während der letzten zwölf Jahre sind mir einem Menge Menschen begegnet, die alle eine Veränderung der „aktuellen“ Situation zum Besseren gefordert haben und wenn ich sie fragte, was sie selbst dazu beitragen würden, war in der Regel recht schnell Ruhe eingetreten.

„Sehen sie: Wir haben…, wir müssen… und eigentlich… und sie verstehen sicher, dass… wir haben Häuser… wir haben Familien… wir haben… Schulden…wir…“

Andere wiederum waren sehr engagiert, hinterfragten jedoch das „System“ nicht weit genug, so dass sie sich nur innerhalb der Konventionen und Traditionen  bisheriger „Regelwerke der Fremdbestimmung“ bewegten und in der Regel noch bewegen.

Was man ihnen ansah, war ihr Bestreben im Außen nach Geld, Hab, Gut und Besitz und dessen Sicherung und Verteidigung und was hervorstach: die Angst vor dem Verlust, die sie hinter markigen Worten der Schuldigenbestrafung zu verstecken versuchten, während sie lauthals nach „Gerechtigkeit“, „Masse bilden“ und „Patriotismus“ riefen.

Ein Mensch, der in seiner Kindheit für seine kreative Gedanken und Erkenntnisse bestraft wurde, wird sich fortan nur noch rückwärts am Alten festhaltend durchs Leben orientieren, da er für das Gestern (also was seine Eltern ihm als „gut und richtig“ verkauft oder besser oktroyiert haben) nicht bestraft wird.

„Du bist solange gut, solange uns das gefällt.“

Irgendwann vergisst er diesen ersten Moment der Bestrafung und funktioniert weiter in seinen sich daraus gebildeten Denk- und Verhaltensmuster.

Ich hoffe es klingt jetzt bei dem einen oder anderen, warum er immer nach gestern ruft. Der Mensch hat über die Jahrtausende ein Verhalten entwickelt, was er von Generation zu Generation zu übertragen versucht, um im Gestern sein Heil finden zu wollen, weil er das kennt und dafür Liebe, Anerkennung und Zugehörigkeit von Außen erhält. Dieses Verhalten führt in einem fortwährenden Wandel zu einem zunehmenden „Staudruck“: Durch das Festhalten am Alten.

Offen gesagt, hat das Gestern für mich die Aufgabe: Es konsequent in Frage zu stellen und an dieser Stelle macht es erst recht keinen Sinn, sich an alten Konventionen und Verhaltensmustern festzuhalten – vor allem dann nicht, wenn dadurch jenes „System“ erzeugt wird, was gleichzeitig zunehmend abgelehnt wird, angefüllt mit gewohnten Argumenten der Verdrängung erkorener Schuldiger.

Dass jener dabei selbst nur Teilnehmer des Systems ist. Mit der Handlung des Beschuldigens und bestrafen wollen, sorgt er selbst dafür, dass das System weiter funktioniert.

„Zuerst muss Merkel weg! Zunächst brauchen wir welche, die wir wählen, die das bewerkstelligen, aber zumindest muss ich noch fürs Wochenende einkaufen.“

Das nennt man auch Verdrängung, nebenbei ist es Symptombekämpfung und zudem noch Wunschdenken. Das mit dem Einkaufen kann hingegen funktionieren – vorausgesetzt, das Finanzamt hat das Konto nicht vorher geplündert.

Ohne geistigen Wandel, wird das „System“ immer wieder nur neu erzeugt, was die meisten bei ihrem Tun sich selbst unwirksam werden und im Kreis drehen lässt.

Erst über den (selbst) initiierten Bedeutungswandel bisheriger Geschehnisse und Konventionen (also durch in Frage stellen und loslassen vom Alten), kommt es zu einer Veränderung für den Einzelnen. Denn was der Mehrheit noch nicht so ganz klar zu sein scheint, dass sie mit ihren eigenen Konditionierungen das System selbst erzeugen, indem sie unter anderem auch am Gestern festzuhalten versucht.

Und dies funktioniert dann, wenn man erkennt, dass die bisherige Chose dazu gedacht war, dass sich der Mensch ein System gestaltete, wo er am Ende erkennt, dass es so nicht funktioniert hat!
Gern höre ich dann die Fragen noch im Ohr klingen: Wie es denn „funktioniert“, während bereits in der Frage die Hoffnung auf einen einzigen Satz der Erlösung liegt, der den gewohnten Denkmustern entspricht, den man dann auch nur flächendeckend zu kopieren braucht und alle erlöst sind.
Um es so auszudrücken: Jungens und Mädels, es wird einfach nicht genug nachgedacht – besser: wenn das Gestern genommen und als Morgen verkaufen wird, wird überhaupt nicht nachgedacht. Da geben sich die „Reichsbürger“ weiterhin ein flottes Tänzchen mit den BRDlern und nahezu auch dem Rest der (alten) Welt(ordnung).

Was mich wundert ist, warum doch so manche darüber Bescheid wissen, es jedoch unterlassen im offenen Raum zum Ausdruck zu bringen. Ich habe in den letzten Jahren einige bekannte Persönlichkeiten aus der „Szene“ kennen gelernt, die das alles wissen, jedoch darüber schweigen und ihrem Publikum lieber nur das erzählen, was es gerne hört.

„Wer sich erinnert: System = Konditionierungen im „Ich“ des Menschen, nach denen er solange auf die gewohnte Weise „funktioniert“, solange er sie nicht erkennt und seine ‚Einstellung‘ ändert.“

Abkopplung
Das „Ich“ trennt sich durch einen geistigen Trick vom Ganzen nahezu ab, um sich nicht verändern zu müssen. Es unterteilt, es kategorisiert, es benamt, es stigmatisiert, es grenzt aus. Was für ihn eine Veränderung bedeutet, lehnt es ab. Es geht in den Widerstand, es kämpft um vordringlich sein geistiges Überleben. Und da der Mensch in der Vorstellung ist, er sei das „Ich“ wird er so zum willigen Werkzeug seiner im „Ich“ abgespeicherten Denk- und Verhaltensmuster.

Aus diesem Grunde hatte sich am geistigen Zustand der Gesellschaft – bis das Internet als weltweit offener Raum entstand – kaum etwas geändert. Und auf diese Weise kann man ihre Entwicklung ganz gut beobachten.

„Voices callin‘, voices cryin‘. Some are born an‘ some are dyin'“ The Man Comes Around, Johnny Cash

Alles bis jetzt Geschehene ist dazu gedacht konsequent(!) in Frage gestellt zu werden. Denn das was nicht nur der Deutsche allein für die „Welt“ hält, basiert auf seinen Prägungen. Prägungen, die er wiederum verändern kann. Das ist auch der Preis für die Neue Zeit.

Denn ohne dies selbst zu erkennen, fordert der Mensch zwar lauthals im Außen nach Veränderungen, jedoch im Inneren klammert er sich – besser sein „Ich“ an alten Rockschößen fest und hofft weiter auf ein „Kessel Buntes“.

Einem solchen Verhalten, was im Übrigen nur eine Selbsttäuschung ist, kann man nicht mit wohlklingenden Reden und schmeichelnd warmen Worten daherkommen.

Denn aus einem gewohnten „Ich“ des Einzelnen ergeben sich durch Massebildung ein „Meta-Ich“ und so weiter und so fort und dies solange, bis es sich an der Erde wie ein Parasit festsaugt – in der Vorstellung mit Materie die selbst gewählte innere Leere füllen zu wollen, siehe Georgia Guidestones.

Das „Ich“ glaubt nicht daran, weil der Glaube an Dinge, die es nicht sehen kann, ihn verändern würde. Aus diesem Grunde verlangt es nach sichtbaren Beweisen, nicht selten diese gleichzeitig verhindernd.

Wie sagte einst der Mann von der jüdischen Gemeinde? „Das alte System ist dazu gedacht, das Geistige ins Tägliche zu bringen.“

Das „Ich“ hat es bisher durch Täuschung und Ablenkung – im Kern Verdrängung – recht gut zu Wege gebracht, sich von seiner Entwicklung fern zu halten. Wenn man jedoch das Ganze sieht, so kann man sich nicht mehr abwenden. Alles andere führt in die Illusion, die Neurose und Psychosen, Phobien, Irrsinn und so weiter.

„Matrix = Kopfsache – besser: Matrix ist eine Sache der Denk- und Verhaltensmuster.“

Die Geschichte, die gerne mit „sich wiederholend“ bezeichnet wird, tut dies auch nur, weil sich die Denk- und Verhaltensmuster in den letzten Jahrtausenden im Kern nicht geändert haben. Und wo die abgespeichert werden, sollte jetzt mittlerweile jeder wissen.

Ich freue mich auf die Neue Zeit und wünsche mir, dass viele ebenfalls zur Erkenntnis gelangen, lieber von alten Rockschößen abzulassen und sich dem Neuen zuzuwenden.

Und an jene, die sich immer noch als Opfer einer Elite sehen: Leid schafft man sich stets selbst und erntet am Ende nur das, was man selbst gesät hat. Auf diese Weise ist man seinem „Ich“ auch auf den Leim gegangen, weil man nach ihm „funktioniert“ hat.

Und um es mit den Worten des Rabbis auszudrücken: Ja, man hatte sich tatsächlich abgewendet.

„Das Leben kann nur in der Rückschau verstanden werden, muss aber in der Vorschau gelebt werden.“ Experimenter

„Man könnte sagen, wir sind Marionetten. Aber ich glaube, wir sind Marionetten mit Wahrnehmungsvermögen – mit einem Bewusstsein. Manchmal können wir die Fäden sehen – und vielleicht ist dieses Bewusstsein der erste Schritt zu unserer Befreiung.“ Stanley Milgram, Experimenter

Zeit zum Umdenken.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.