Wie die Simulation entsteht

(v1.2) Ungeachtet, dass die „Nummer“ seit ein paar tausend Jahren, von der Masse unbewusst erzeugt und somit unbemerkt am Laufen ist, „wundert“ sich so mancher noch oder hat sich bereits mit den sicht- und spürbaren Unzulänglichkeiten darin abgefunden – nicht selten gefolgt von Heulen und Zähne knirschen und man könne ja eh nichts machen.

Ich spreche von jenem System, in(!) dem die Mehrheit der Menschen lebt und agiert – in der Regel ohne zu wissen, dass es existiert, da es sich auf der abstrakten Ebene bewegt. Ob man da also mit Konkretem allein weiterkommt, erscheint fraglich.

Dabei stehen die beiden Begriffe in einen Bezug zueinander – sind also nicht voneinander getrennt. Gleich wie sehr man es ggf. anders definieren oder sehen mag. Denn die Frage lautet, welches Verhaltensmuster lässt den Menschen die „Welt“ als eine Ansammlung von Dingen und Teilen – also fragmentiert – wahrnehmen?

So am Rande: Welche wesentliche Aufgaben haben Verträge? Sie stellen künstliche Zusammenhänge her, die es auf natürliche Art und Weise nicht gibt.
Aus diesem Grunde sind sie auch immer zum Scheitern verurteilt und/oder lassen die sich darauf ergebenden künstlichen Gebilde nach einer gewissen Zeit in sich zusammenfallen oder macht diese darüber angreifbar, was wiederum „Gedanken über mögliche Gegenmaßnahmen“ zur Folge hat.

Gewohnte Vorstellungen gehen, beim Versuch etwas ändern zu wollen, in der Regel nicht weit genug und sind nicht selten bereits im Ansatz erkennbar zum Scheitern verurteilt.

Das liegt daran, das sich die motiviert-engagierten Lösungsbewussten in der Regel an den bestehenden – nicht selten rückwärts gerichtete Vorstellungen und damit verbundenen, geschaffenen Werkzeugen und Methoden des Systems orientieren, ohne diese selbst auf ihre Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit näher zu hinterfragen – denn sie glauben(!), sie seien wirksam. Wer bspw. noch an das Märchen der „gerechten Gesetze“ glaubt, dem seien die beiden Zitate von Blaise Pascal wärmstens ans Herz gelegt.

Wer daran glaubt, Probleme dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten, tut gut daran, seine Lösungsstrategie zu hinterfragen, führt sie in der Regel nur zu einer Verkomplizierung mit zunehmender Strukturbetreuung.

Während sich die Mehrheit jedoch darauf „geeinigt“ hat, „Probleme“ dort lösen zu wollen, wo sie sicht- und spürbar in Erscheinung treten, hat sich daraus auch ein einträgliches Geschäftsmodell entwickelt. Die Welt der Marktlücken und Unterteilung der Unterteilung.

„Wir machen Ihre Probleme zu unseren.“

„Gegenüber dem Staatsbürger haben wir einen verlängerten Eigentumsvorbehalt, den er in der Regel nicht abgelten kann.“

Die Mehrheit hat sich natürlich nicht bewusst darauf „geeinigt“. Sie agiert lediglich auf Basis ihrer anerzogenen Verdrängungsverhalten, die sie gleichzeitig von ihrer eigenen Entwicklung abhält.
Die von ihr selbst gewählten Vorgesetzten achten auch darauf, dass sich dies nach Möglichkeit nicht verändert, damit das Verhältnis Betreuer und Betreute auch weiter gegeben ist.
Auf der anderen Seite zeigt sich, dass die Politik ihren Existenzzenit schon lange überschritten hat und der Betreute zunehmend selbst gefragt zu sein scheint.

In dieses System gebiert man sich hinein, und solange nichts hinterfragt und das komische Gefühl in einem verdrängt wird, kann es sogar sein, dass man bis zu seinem Todestag nichts davon mitbekommen hat, was die eigentliche „Nummer“ ist.

Hat man sich dazu entschieden, dem komischen Gefühl nachzugehen und den einen oder anderen Stein des Anstoßes doch mal umgedreht, gibt es kein Zurück mehr.
Selbst dann, wenn man sich entschließt, dem Gefühl nicht mehr nachzugehen und sich gegenüber allem „Komischen“ sogar bockig stellt, wird das Gefühl einem keine Ruhe mehr lassen und je mehr verdrängt wird, desto stärker kommt es zurück.

Irgendwann ist der Druck und damit verbundene Angst (besser: der verdreht gelernte Umgang mit dem Signal „Angst“ als Warnsignal) so groß (durch die zunehmend wahrgenommenen Unsäglichkeiten), dass man sich nicht mehr davor zu retten vermag.
An diesem Punkt ist es sinnvoll, sich zu entwickeln.

Da die eigene, innere Entwicklung jedoch im System der alten Ordnung anerzogen nicht gewünscht ist, mutiert das Gefühlte mitunter zu einer Unerträglichkeit, der man nur durch eine Ventilfunktion (Klagen, Jammern, sich beschweren &c.) zu begegnen vermag oder sich reichlich Ablenkung sucht, was auch nur ein Verdrängungskonzept ist.

Und genau um diesen Punkt dreht sich die menschliche Existenz: Entwicklung oder Verbleib und damit verbunden der selbst inszenierte „Untergang“.

Und um zum Ausgang aus der „Nummer“ zu gelangen, besteht die Aufgabe darin, die Prinzipien, Methoden und Regelwerke des Systems der alten Ordnung konsequent in Frage zu stellen.
Das übliche Geschichts-, Rechts-, BRD- und Reichsgeplänkel reicht für sich gesehen nicht aus – gleich wie viel man von beiden Seiten (der Verfechter) davon herunterzubeten vermag.

Deutschland „stirbt“ – zunächst auf einer geistigen Ebene, weil es immer nur auf einer geistigen Ebene existiert hat, wie jeder anderen Staat auf diesem Planeten. Die dazu passende Frage lautet: Woher weiß der Boden, dass er „deutsch“ ist?

Der Mensch lebt in keinem Staat und entwickelt sich frei unter den beiden Aspekten Vernunft und Gewissen.

Wer nun das Gefühl hat, „natürlich“ bedeute nur wieder im Wald von Kräutern zu leben, geht es bei „natürlich“ im Wesentlichen um die innere Einstellung, von der er im Zuge der Fortführung seiner Betreuung, sich hat zurückhalten lassen oder selbstentschlossen zurück gehalten.

Ich musste immer schmunzeln, wenn ich jemanden fragte, was er denn unter „Vernunft“ verstehe und die Antwort in der Regel war: „Darunter versteht doch jeder etwas anderes.“

An dieser Antwort sieht man die Denke, die sich in der Regel aus der wahrgenommenen Vielfalt heraus ergibt und der Blick auf die Prinzipebene konditioniert verwehrt ist. Doch dort findet Umdenken statt.

„Vernunft ist der intuitiv getriggerte Prozess aus bedingungslosem Geben und bedingungslosem Empfangen, sie ist der eigentliche Hort der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freiheit. Gewissen ist, intuitiv zu spüren, was rechtens ist.“

Vernunft und Gewissen sind jene beiden Mechanismen, die den Menschen an den natürlichen Entwicklungsprozess – von dem er sich anerzogen(!) abgewendet hat – wieder andocken lässt.

Dies ist jener Wendepunkt, an dem der Mensch die alte Ordnung verlässt und die Betreuer zunehmend verblassen – vorausgesetzt, die

So alternativlos ist das Ganze dann wohl doch nicht. Der Verdrängende, der sich in der gewohnte Betreuung bewegen mag, wird davon nichts wissen wollen.

Die Tage kam ein der Gedanke an ein Bild, wie sich das System der alten Ordnung darstellt, siehe: Beitragsgrafik.

Durch die erste Bestrafung des jungen Menschen für seine eigenständige Entwicklung wendet er sich in der Regel von seinem natürlichen Entwicklungsprozess ab und lebt nach den Vorgaben der Autorität oder tut nur so, als ob.

„Neues = Bestrafung → Gestern war alles besser = Zugehörigkeit = Sicherheit = Anerkennung = Belohnung für brav und artig sein.“ Das Wesen konservativer Haltung

Damit das „prima“ klappt, sind die Erfindungen Geld, Eigentum und Besitz bestens geeignet, da nur auf der Seite der „Eigentümer“ der Glaube herrscht, jemand oder etwas gehöre einem. Das gilt jedoch nur solange, wie man sich an die Regeln der Autorität und ihre Handlanger hält.

Letztlich zieht sich der Mensch mit dem ganze Klamauk nur selbst über den Tisch, da er sich dafür bezahlen lässt, sich selbst nicht entwickeln zu wollen.
„Der Mensch macht sich durch Verschiebung der Verantwortung selbst zum Sklaven und erschafft so seine Herren, die ihm sagen, was er zu tun hat.“

Die Autorität bestimmt und möchte auch weiter darüber bestimmen, was für ihren Schützling „gut und richtig“ sein soll. Sie gibt es Vorgaben, Vorschriften, Gesetze, Verordnungen &c. Sie braucht niemanden, der ihr im Wege steht und womöglich das nette Konzept zum Einsturz bringt.

„Mehrheit ist in der alten Ordnung kein Garant für Richtigkeit, sondern nur für Mehrheit, da sich gewohntes Denken und Handeln an vom Lebensprozess abgewandten, anerzogenen Denk- und Verhaltensweisen orientiert.“

Fremdbestimmung ist das wesentliche Merkmal der alten Ordnung – stattfindend in einer hierarchischen Ordnung aus Vorgesetzten und belohnten Untergebenen.

Um das nun ganz kompakt darzustellen: Bewegt sich die Mehrheit unbewusst in einer Illusion, in der so mancher in der Vorstellung ist, das schreckliche „Heute“ gegen ein wunderbares Vorgestern austauschen zu wollen, mit der Vorstellung, damit sei der Denk- und Wandelprozess bereits abgeschlossen.

Das System(!) ändert sich, seine Inhalte – besser die Vorstellung die man zu den Dingen hat verändern dabei ebenfalls ihre Bedeutung.

P.S. Was Eigentum und Besitz angeht: „Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Bedeutungen die wir den Dingen verleihen.“