Wie es nicht geht, wissen wir

http://tinyurl.com/4vptrvd (Handelsblatt)

Auch wenn das Modell „Green Economy“ sehr verheißungsvoll klingen mag, rührt es an der Tatsache nichts, dass es einfach ein sinnvoller Schritt zu weit ist. Das bedeutet jetzt nicht, dass andere der Lösung näher sind und sich jetzt schon die Hände reiben können.

Was es benötigt wird, ist ein widerspruchsfreies Gesamtkonzept, dessen Wirksamkeit sich bereits im „Kleinen“, also der Praxis bewährt hat. Und so etwas fällt nicht einfach vom Baum.

Was nun die Glaubwürdigkeit dieser Aussage in Frage stellt, dass das „Kleine“ nicht im „Größeren“ wiederzufinden sein kann. Das geht ja nicht. Wie soll dies auch gehen? Das sieht ja alles anders aus. Kennen Sie den Begriff der Selbstähnlichkeit?

Mehrheitlich vorhandenes Wissen basiert auf einer Vorstellung, einer Welt der Teile, einzelner Probleme und deren intensive, zeit- und kostenaufwändige Bekämpfung. Hierbei wird rein auf theoretisches Wissen ein Modell entwickelt, welches dann „von anderen“ umgesetzt wird. Ein Trugschluss, der nicht funktioniert. Deshalb ist Theorie, Theorie und Praxis, halt Praxis.

Vor einigen Jahren konnte ich ein Gespräch mit einem Journalisten führen, der sich auf Wirtschaft konzentriert. Seine eher abfällige Aussage war: „Das ist ja praxisorientiert. Wir kennen da bekannte Professoren.“

Was nützt jedoch eine Theorie, wenn sie niemals in die Praxis umgesetzt wird, auch nicht von denen, die sie selbst erdacht haben? Oder sich Gedachtes als Wunschdenken herausstellt, weil die wesentlichen Zusammenhänge nicht verstanden werden, die wir im Verständnis und Anwendung in dynamisch vernetzten Beziehungsmuster finden.

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