Zum Verfall der klassischen Rechtsordnung

„Wie im außen, so im Innen“, heißt es immer so schön. Doch macht man sich im Alltag weniger Gedanken darüber, was diese Aussage bedeutet und vor allem, welche Auswirkungen sie hat.

Irgendwann erkennt man, dass das System auf der gesellschaftlich beibehaltenen Unvernunft basiert und dem Ganzen ein Geschäftsmodell übergestülpt ist, dass unvernünftiges Verhalten (was den eigentlichen Egoisten ausmacht) zudem noch belohnt wird – solange es gewisse Grenzen nicht überschreitet. Denn dann erfolgt die Bestrafung.
Der Mensch erhebt sich über den anderen Menschen und befindet, bestimmt, beurteilt und entscheidet für ihn. Die gesellschaftlichen Werkzeuge, die sich daraus entwickelt haben sind die Konventionen, das Rechtssystem und das Geldsystem.

Mit Souveränität hat das alles also nichts zu tun – selbst dann nicht, wenn sich „berufene“ der Werkzeuge annehmen würden. Es macht also Sinn sich über die individuelle Entwicklung der Vernunft Gedanken zu machen und sich damit zu beschäftigen, wie die Zusammenhänge tatsächlich sind.

Und so wendet sich der Mensch vereinbart von der natürlichen Ordnung ab.

Die Tage habe ich mir das nachfolgende Video aus 2013 angesehen. Darin wird dieser Text eingeblendet:

„Bei dem Strafbefehlsverfahren handelt es sich um ein sog. summarisches Verfahren, das heißt, es ermöglicht eine einseitige Straffestsetzung durch die Staatsanwaltschaft ohne vorherige Anhörung des Angeschuldigten durch das Gericht, ohne Hauptverhandlung und ohne Urteil. Dabei muss die Schuld des Täters nicht zur Überzeugung des Gerichtes feststehen: es genügt hinreichender Tatverdacht.“

Damit sind der gewohnten Willkür durch Beschuldigung und „der unsichtbaren Hand“ Tür und Tor geöffnet. Das Video zeigt die Täuschung des Systems auf.

Und da neben dem Strafverfahren ja auch das Ordnungswidrigkeitengesetz keine Geltung mehr hat, bleibt der Machtstruktur nur der Rückgriff auf die Gewaltorgane. Und die sind als Wortmarke eingetragen beim Patentamt.
Und damit sich die Macht weiter rechtfertigen kann, entwickelt sie Szenarien, um „durchgreifen“ zu wollen. Aus dieser Sicht heraus kämpft die Macht mittlerweile um ihre eigene Daseinsberechigung und involviert alle, die mit den entsprechenden Systemverhaltensmustern unterwegs sind. Es macht also Sinn, sich mit diesen Verhaltensmustern zu beschäftigen.

Im Sinn des stattfindenden Systemverfalls macht es also grundsätzlich Sinn zu hinterfragen, ob Gesetze wirklich das Nonplusultra sind. Dass sie lediglich künstliche Werkzeuge sind, um die künstliche Ordnung aufrechtzuerhalten – vereinfacht ausgedrückt – damit verbunden, der gewohnte Staatsapparat.

Der gewohnte Denker kann getrost alles vergessen, was er in der Schule mal gelernt hat.

Wie gesagt: Es geht um weit mehr.

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