Der Irrglaube vom ewigen Wachstum, menschlicher Flexibilität und Geld

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,784645,00.html (Spiegel)

China lebt auch vom Export. Wenn die Importländer – respektive deren Verbraucher – immer weniger Geld zur Verfügung haben, regelt sich das Ganze schnell von allein. Lösen lässt sich da Ganze nur, wenn man die Strukturen ihrer Komplexität enthebt und sie in eine neue Wirksamkeit überführt.

Mit konventionell-traditionellen Lösungsmustern lässt sich dies jedoch nicht erreichen, denn noch fehlt mehrheitlich das Wissen über Zusammenhänge und Wechselwirkungen in dynamischen Systemen – einhergehend das Wissen derartige Systeme zu gestalten.

Weil man nicht mehr in der Lage ist, mit konventionell gelernten Methoden die Produktivität zu steigern, verfällt man kollektiv in den Irrglauben dies nur mit genug Struktur realisieren zu können. Was die Akteure jedoch nicht wissen, je mehr Struktur, desto mehr Aufwand wird benötigt, um diese Struktur, die nicht nur aus Menschen alleine besteht, am durch immer mehr Arbeitseinsatz, Geldmittel, Energie und Hierarchiedruck und Verwaltung aufrecht zu erhalten.

Dann wird schnell klar, warum so mancher lieber „Karriere“ machen will, denn der, der die Arbeit am Wertschöpfenden Prozess macht, trägt die Last der Gesellschaft.

Was wir benötigen, sind zeitgemäße Organisationsstrukturen, die dort ihre gesunde Wirksamkeit entfalten, wo konventionelle Strukturen sich nur noch durch ihre parasitären Eigenschaften am Leben halten.

Denn bei allem was wir gelernt mit dem Begriff Ökonomie verbinden, sind es nur überholte Vorstellungen, hervorgegangen aus selbst geschaffener Komplexität und der Vorstellung die Flexibilität der Systeme über den Menschen allein regeln zu wollen.

Längst überholte Vorstellungen, die die Mehrheit aus Akteuren und scheinbar Betroffenen gemeinsam in die Sackgasse führt, aus der sie sich nicht mehr befreien können – jedenfalls nicht mit dem mehrheitlich vorhandenen Denken – auch nicht durch „Lösungen“ am Geldsystem allein.

Denn Geld kann man nicht essen, Gold auch nicht.

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