Der Blick wendet sich von alleine ab

Es gibt noch eine weitere Methode, wie man den Wandel bewusst begehen und befördern kann – indem man dem Alten zunehmend immer weniger Aufmerksamkeit schenkt, was dann mit noch mehr Firlefanz versucht, wieder welche auf sich ziehen zu wollen.

Wenn der Mensch versteht, dass er nicht einfach nur sein „Ich“ ist (was sich an alles Bisherige zu klammern versucht), wird er auch verstehen, wem er die ganze Zeit wirklich hinterhergerannt ist. Etwas, was sich als sein „Freund“ ausgab – während „Freund“ und „Feind“ nur erfundene Rollen des selben „Etwas“ sind.

Der „Feind“ existiert jedoch nur, um jemand anderem die Schuld geben und gleichzeitig die eigenen Denk- und Verhaltensweisen rechtfertigen zu können, die auch gleichzeitig den „Feind“ für ihn erfunden haben.

Auf diese Weise wird der natürliche Entwicklungsprozess nahezu ausgehebelt. So entsteht das bekannte System, mit dessen Inhalten(!), in der Regel bekämpften, sicht- und spürbaren Auswirkungen, künstlichen Regelwerken, Mitstreitern und Gegnern sowie reichlicher Ablenkungen mit denen sich anschließend engagiert beschäftigt wird – als ob es nichts anderes mehr gäbe.

Zu erkennen ist, warum etwas vom Prinzip(!) her nicht funktioniert und erst von dieser Warte aus eine wirksame Lösung gestaltet werden kann, statt sich mit der üblichen Handhabe zu beschäftigen: „Ungerechte“ werden gegen „gerechte“ Vorgesetzte ausgetauscht, während das dahinter wirkende Prinzip unangetastet bleibt und über eine Verzögerung, am Ende doch nur zu den üblichen Ergebnissen führt.

Die Frage lautet an dieser Stelle: Welche Konzepte kann man nach diesem Gedanken weiter verfolgen?

Und das ist gut zu wissen, sonst würde man nur wieder „die gleiche Nummer schieben“, wie ca. die letzten 50.000 bis 100.000 Jahre.
Dies setzt voraus, dass man dem System und seinen Prinzipien Aufmerksamkeit schenkt, statt sich weiter nur in inhaltlichen Details, deren Kritik und inhaltlichen Austauschs zu verlieren.

Im Grunde genommen ist es auch der bessere Weg, als nur „Laternen schmücken“ zu wollen.

Lauthälse – in dieser Richtung – haben schon lange die Heimreise angetreten, wären sie so nur Kanonenfutter für die klassische Politik geworden, die mittlerweile verzweifelt nach Feindbildern ausschaut hält, um ihre doch so schwer ergatterte Bedeutungshoheit, zumindest für die Gemeinschaft der Politikgläubigen noch ein letztes Mal hochhalten zu wollen. Dieser Gedanke trifft jedoch nicht nur auf die Politik zu.

Dass die Mehrheit der (alternativen) Gewohnheitskämpfer und -verkünder selbst Verfechter des Systems sind, werden sie sicher auch eines Tages realisieren, die sich noch durch Zeter und Mordio schreien, Aggressions- und Verteidigungsgebärden und Offenbarung vermeintlicher Täuscher zum Ausdruck bringen.

Mit dem Beitrag „Potsdamer Blitz – oder: Der Kreis schließt sich“ ist die Absicht verbunden, dem „Anfang“ auch ein Ende zu verleihen.
Dies, um sich gleichzeitig der Herausforderung zu stellen, um herauszufinden, wie das Wesentliche miteinander zusammenhängt und was sich dadurch gleichzeitig als Beschäftigungssumpf und Nebenschauplätze zunehmend selbst enttarnt.

Schließlich geht es um die Rückkehr des Menschen zum Leben selbst und nicht einfach um die Sicherung und Verteidigung des bisher Erreichten.

„Vergesst alles, was ihr zu wissen glaubt. Alles was ihr in der Schule gelernt habt, was eure Eltern euch beigebracht haben. Nichts davon ist wichtig. Ihr seid keine Kinder mehr. Ihr seid keine Schüler. Ihr seid X-Men.“ „Mystique“, X-Men: Apocalypse, 2016

Stellen Sie sich einfach mal vor, welche Auswirkungen allein dieser Gedanken hat, dass Geld, Macht, Eigentum, Besitz, Hab und Gut nur erfundene Werkzeuge sind, um den Menschen von seiner eigenen Entwicklung abhalten zu wollen / sich abhalten zu lassen…