Die Infragestellung des Systems

Sollten Sie zu jenen gehören, die schon etwas wacher sind und Ihnen die „Luftnummer“ nicht nur auf diesem Boden mehr und mehr als solche auffällt und der Meinung sind, andere seien für die beobachtete Situation verantwortlich, dann sind Sie – so ganz nebenbei – Ihrem „Ich“ gewohnt auf den Leim gegangen.

Um es ganz einfach auszudrücken: Es wird sich mit jedem Thema beschäftigt, was im Außen in die Kritik gerät, andere daran Schuld sind und dass sich „etwas“ ändern muss.

Demnach ist der nachfolgende Text auch nichts für Sie!

„Hier gibt es nichts zu sehen“, hätte der Typ von SSL gesagt (Die haben fast zwei Tage gebraucht, um zu merken, wer ich bin.).

Das „einfache Gemüt“ wählt in der Regel die Verdrängung der wahrgenommenen Probleme und damit auch der dafür verantwortlichen Schuldigen.

So hart es klingen mag: Verdrängung ist jenes Verhalten, was die alte Ordnung in ihrer Struktur hat so werden lassen.

Obendrein gestaltet sich daraus ein dem Lebensprozess abgewandtes System, welches man besser als „unleblich“ und weniger als „unmenschlich“ bezeichnen mag.
Der Mensch erlebt das Feedback nur als „unmenschlich“, sieht sich jedoch nur als „Opfer der Zustände“, statt mal seinen „Gehirnskasten“ in Gang zu setzen.

Sicher könnte ich an dieser Stelle über die „Neue Zeit“ schreiben, doch erfüllt sich für die Mehrheit ein anderes Schicksal.

„Der Ungläubige ist deshalb ungläubig, weil er nur an das glaubt, was er kennt und ist damit Opfer seines „Ichs“.

Um jedoch Neues zu erkennen, ja zu verstehen, reicht das Gewohnte nicht aus.

Wer nun versucht das Neue mit seiner bisherigen Sichtweise erfassen zu wollen, wird zwangsläufig seinen Konditionierungen zum Opfer fallen und nur das Alte erkennen können.

Die alte Weltordnung ist im Kern eine Herrschaft des „Ichs“ über den Menschen, der glaubt er sei sein „Ich“ und sich von diesem erzählen lässt, er könne, ja er wolle sich nicht ändern.
Das „Ich“ nutzt die Verdrängung, um auf andere den „Verdacht der Sabotage“ zu lenken.
Sein und Haben sind verdreht, denn: Der Mensch hat ein „Ich“ und ist nicht sein „Ich“!!!

Dieser Umstand mag dem einen oder anderen jetzt gerade keinen Euro in den Geldbeutel spülen, das Finanzamt fernhalten oder sonst was.

Aber sicher hat er mal den Hals aufgerissen, dass sich (doch endlich) etwas ändern soll. Und so wie es ausschaut, ist jeder in seiner Aufgabe (mehr oder weniger gewollt) angekommen, dass er nur selbst etwas in sich selbst zu entwickeln hat.

Andere wiederum werden ihre (selbst gesteckten) Grenzen erkennen und sie werden im Alltag verschwinden. Offensichtlich war der Willen, dass sich „etwas“ ändert doch nicht so ganz ernst gemeint.

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Albert Einstein

Die Thematik, die sich früher oder später für jeden auftut, ist seine Entscheidung, ob er sich dem Lebensprozess anschließt oder sich weiter gegen das Leben stellt.

Konkret heißt das: Die Mehrheit lebt in einem System, was sich gegen den Lebensprozess wendet, während sie daran glaubt, dass das, was sie erlebt, schon „das Leben“ sein soll.

Wenn also Bestrebungen in Richtung „Rechtsstaatlichkeiten“ zusammengelesen werden, sind dies in jedem Fall Gedanken, die sich gegen(!) das Leben selbst wenden.

Dieses Verhalten zeichnet sich im Übrigen durch eine rückwärtsgewandte Sicht- und Lebensweise aus: „Gestern war alles besser.“

Deshalb ist konservative Politik, ob „Reich“ oder „Bund“ auch für die „gewohnten Köpfe“ ein „Segen“.

Dass man niemanden dazu zwingen kann, dies zu erkennen, erfährt sich die „Gemeinde der Gesterndenker“ zunehmend in einem Auflösungsprozess, da die mit „Gestern“ geimpfte Masse – ohne es selbst zu wissen oder wissen zu wollen – dem Wandel im Wege steht, der sich in eine nach vorne gerichtete Bewegung verändert.

„Altes vergeht, Neues entsteht.“

Es ist in der Tat die Entscheidung des Einzelnen selbst. Wer an dieser Stelle mit Geld den Gedanken verdrängt, stellt sich für ihn einmal mehr die Frage nach seinem Selbstwert.

„Was nutzt mir Selbstwert? Ich muss Kohle machen!“

Wenn das alles jetzt unverständlich klingt – wahrscheinlich gefolgt von einer ablehnenden Haltung, dass dies Unsinn sei – kann ich das gut verstehen.
Denn sicher halten Sie sich für einen unschuldigen Teilnehmer.

Mir ist aufgefallen, dass jene, die in der Materie verhaftet sind, mit Philosophie, die als geistige Aufgabe zur Selbstentfaltung gedacht ist, selten etwas damit anfangen kann und nicht selten auch nicht will. Doch steckt darin Selbstvertrauen, Selbstwert, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung.

Die Frage ist nur, welchen Preis ist der Mensch bereit dafür zu zahlen?
Okay, die Frage muss eher lauten: „Welchen Preis ist das „Ich“ des Menschen bereit dafür zu zahlen?
Der Mensch hat ja nichts zu sagen, er ist nicht Herr in seinem Hause und „funktioniert“ nur.
Und wer sich seinen Denk- und Verhaltensmustern unterwirft, warum sollte man ihn als Bruder“ bezeichnen oder gar so behandeln?

Die Antwort darauf lautet: Weil jeder mit diesem Urschleimzustand gestartet ist und sich zu entwickeln versucht – zumindest einige.

Was dem Menschen dabei im Wege steht, ist sein „Ich“, was sich an seinen Programmierungen festklammert, ja sogar bereit ist, seinen Menschen zu opfern – also die übliche Uneinsichtigkeit, die in der Regel an den Tag gelegt wird. Und damit nicht einsam gestorben wird, bildet man Masse.

„Erst treffen sich zwei weißen Häschen, die Angst vorm bösen Wolf haben und dann sind es zwanzig weiße Häschen… die Angst vorm bösen Wolf haben.“

Es stellt sich mir mehr die Frage, wie die Bereitschaft wirklich ist, die das System erzeugenden Denk- und Verhaltensmuster in Frage zu stellen.

Dazu dient im Übrigen auch das „im Außen“ wahrgenommene und die richtigen Fragen – und nicht die gewohnten oder das gewohnte Beklagen, Bejammern und Bekämpfen, als Dauerbeschäftigung.
Alles ebenfalls Verhalten eines „Ichs“, was an seinen Programmierungen festzuhalten versucht oder auf menschlicher Ebene: Verhalten der eines Opfers.

„Das Opfer wird am Ende immer geopfert.“ Es gibt auch keine anderen Schuldigen, denn die sind ja auch nur Opfer ihrer Denk- und Verhaltensmuster.

„Wer sich wie ein Opfer benimmt, wird auch wie eines behandelt.“

Wenn Ihnen jetzt eine treffliche Feindbildprojektion auf den Lippen liegt, kann ich das gut verstehen. Die war ja auch gewollt – von mir gewollt.

„Klingt komisch, is’ aber so.“

Des Öfteren habe ich darüber geschrieben, dass der Mensch der alten Ordnung ebenfalls nach einer Philosophie lebt: Jene, über sich selbst wenig bewusst zu sein.
Das macht ihm wiederum zum willigen Opfer erlebter und meist auch belohnter Fremdbestimmung.

„Heulen und Zähneknirschen.“

Im Gegensatz zur Mehrheit, die an die Dinge mitunter verbissen herangeht, dass das Leben ein Kampf sei und weil sie fest daran glaubt, dass sie etwas zu „verlieren“ hat, sehe ich das Ganze seit einer Weile als ein Spiel, zumal es mit dieser Herangehensweise erheblich weniger Stress macht, als ständig mit einer Feindbildprojektion mit „eingebautem Verteidigungsfall“ herumzulaufen.

Im Übrigen ist die Feindbildprojektion ein Opferverhalten.

„Die Eliten wissen wie die Masse funktioniert, während die Masse nicht wissen will, was sie funktionieren lässt. Sie muss ja schließlich Geld verdienen.“

Mittlerweile ist das ganze Tamtam nur noch als Glaubensgebilde erkennbar, was aus den gewohnten Konditionierungen aus dem „Ich“ heraus entstanden ist, woran sich die Mehrheit innerlich festklammert, während sie gleichzeitig im Außen Veränderung fordert oder „bio-roboterartig“ resigniert hat. Dieses Verhalten ist ein Phänomen fehlender Authentizität und fehlendem Mut und zeigt sich durch ein „So tun, also ob“. Alles geschieht nach ihrem Glauben.

Auf diese Nummer kommt man jedoch erst, wenn man den Weg weiter zu gehen bereit ist – über gewohnte „Staatssehnsüchte“ hinaus – bepackt mit der Frage: „Warum ist das alles so?“

Das ganze Thema rund um BRD, DR, Recht, Staat, Gesetze und damit auch das Rechthaber-Tamtam, entpuppen sich dann nur noch als schnöde Beschäftigungstherapie, die gegangen werden muss – jedoch um das Thema hinter sich zu lassen und nicht zu versuchen, eine „Lösung“ innerhalb dieser Thematik bewerkstelligen zu wollen.

Dabei stellte sich über die letzten sechs Jahre heraus, dass es tatsächlich jene gibt, die bis heute an ihrer gewohnten Sichtweise festhalten und in der Vorstellung unterwegs sind, es ginge nur um Recht, Gesetz und irgendeiner – nenne ich sie mal – neuen Form von Staat, basierend auf bekannten Regularien, die es jedoch weiterhin ermöglichen, an den gewohnten Denk- und Verhaltensmustern festhalten zu können, die für die alte Ordnung verantwortlich sind! Äh…

Man kann somit nur sein „eigenes Ding“ machen, nur die Masse wird versuchen, sich an sich gegenseitig anpassen zu wollen. Ihr ist gar nicht bewusst, dass sie durch ihre Konditionierungen selbst für das was sie erlebt, die Verantwortung trägt. Dazu verdrängt sie zu gut.

„Hier ist das Problem, dort die Schuldigen und die müssen weg oder ordentlich bestraft werden! So werden Probleme gelöst!“

Was wäre jedoch, wenn sie sich seit jeher darin irren und man die Masse in ihrer Entwicklung so belassen hat, damit sie beherrsch- und berechenbar „funktioniert“? Und es nur an ihr selbst liegt, daran etwas zu ändern, indem die sich entwickelt.

„Es  bedarf keines „souveränen Staates“, sondern selbstbestimmender Menschen.“

Sie können die Kinnlade jetzt wieder hochklappen.

Wenn Sie gut verdienen (das kommt von „dienen“ und sich „frei arbeiten“), machen Sie lieber weiter wie bisher. Wenden Sie den Blick dauerhaft ab, damit Ihr gewohntes – besser: gewohnt konditioniertes Bild nicht ins Wanken gerät.

Solange Sie sich nicht auf die Suche nach dem „System“ machen und dies(!) dann in Frage stellen (ich nenne es mal die schrittweise Invertierung des Vorhandenen), sind Sie in der Tat der Untergebene Ihres „Ichs“.

Über das „Ich“ ist der Mensch am Lern- und Entwicklungsprozess des Lebens angekoppelt. Das „Ich“, die Person, die Persönlichkeit des Menschen.
Mit der Verletzung des „Ichs“ in der Kindheit, hervorgegangen aus einer Bestrafung für eigenständige Erfahrungen machen und sich entwickeln wollen, wird dieser Prozess nahezu außer Kraft gesetzt.
Zudem hält die Verdrängung, in ihren verschiedensten Formen, Einzug in die Realität: „Merkel muss weg!“ und „Die anderen sind schuld.“

Das größte Opfer hat die meisten Waffen, weil es sich an seiner Existenz festklammert und überall Feinde sieht.

„Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei können sie sehr manipulativ sein, um ihre Ziele zu erreichen.

Psychopathie geht häufig mit antisozialen Verhaltensweisen einher, so dass in diesen Fällen oft die Diagnose einer dissozialen oder antisozialen Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann.“ Wikipedia

Die Beziehung „Ich über dem Menschen“ findet ihre Ursache in einer Bestrafung für eigenständiges Erfahrungen mach in der Kindheit: „Das ist Blödsinn, was du da machst!“, „Das kannst Du sowieso nicht!“, „Das kommt mir nicht in die Tüte!“ – bishin zu gewalttätiger Unterdrückung. Das kombiniert mit vordringlichem Empfangen, Kriegen, Nehmen, Bewahren, Sichern und Verteidigen? Oha!

„Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“

Im Kern wird im System nahezu alles getan, was dazu dient, um den natürlichen Entwicklungsprozess durch die fortgeführte Fremdbestimmung zu unterbinden.

Durch die Bestrafung zieht sich das verletzte „Mensch-Ich“ zurück und es bildet sich für gewöhnlich eine Abneigung gegen „Neues“ und wenn, dann ist es mit einem Schuldgefühl versehen.

„Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, machst du das, was ich will.“

„Person = „Ich“ = Persönlichkeit = gewohnte Denk- und Verhaltensmuster“

Es gibt alsdann auch keine Möglichkeit mehr für ein Rückzuggebiet, wo sich der junge Mensch zuhause fühlt.

Sein „Ich“ versteckt sich fortan hinter dem Menschen und dieser glaubt er sei sein „Ich“.

Durch die Bestrafung bildet sich die Bedingung: „Neues = Bestrafung -> Gestern (Bekanntes), war alles besser = Sicherheit“.
Die Angst, als Signal fehlender Informationen, wird zum Warnsignal umgedeutet und alles Neue, auf Angst(!) vor Bestrafung zunehmend abgelehnt, verdrängt.

Und das macht es dem Menschen nahezu unmöglich, sich auf natürliche Weise zu entwickeln, solange er in einem solchen Milieu zuhause ist und an seinen Mustern festhält, weil ja alle auch so sind und er sich „gezwungen“ fühlt auch so zu sein.

Die Beherrschung des Menschen durch das „Ich“ ergibt sich zum einen aus der Vorstellung, dass der Mensch das „Ich“ sei i. V. m. der Erstkonditionierung, die sich unter anderem im vordringlichen Empfangen wollen zum Ausdruck bringt.

Behalten, Sichern, Bewahren und Verteidigen sind dabei Verhalten, die auf ein unterentwickeltes Geben zurückzuführen sind.
Auf diese Weise bewegt sich der Mensch gewohnt (es auch noch für normal haltend) in der (gesellschaftlich tolerierten) Unvernunft.

Gedeckelt wird dieses Verhalten durch die Bedingung: „Du bist solange gut, solange mir das gefällt.“, Auf diese Weise vollzieht sich die Machtergreifung des Menschen über einen anderen. Und alle denken, es sei normal.

Aufgrund der Unvernunft existiert auch die Welt fortgeführter Betreuung mit seinen vielfältigen Arten an Vorgesetzten und damit einhergehender Fremdbestimmung. Und da es ja alle so machen, macht „man“ es auch so. Kopiert, notiert!

Kindergärten, Schulen, Ausbildung, Beruf, Gesellschaft &c. führen diese konditionierte Verhaltensbeziehung einfach fort, indem der jeweilige Vorgesetzte nur ausgetauscht wird und so transformiert sich der Mensch langsam zum funktionierenden Bio-Roboter, der auf Befehle reagiert und dafür entlohnt wird, wenn er das macht, was man von ihm verlangt – sehr vereinfacht ausgedrückt.

„Sie werden hier fürs Arbeiten bezahlt und nicht fürs Denken.“

In der Schule gibt es gute Noten für Systemgelerntes, im Beruf den „Lohn“ – wohl von Lehn kommend.

Wer Größeres vorhat, geht in der Regel zur Bank und schließt ein Dar-Lehensvertrag ab, wo er die Zinsen auf das Dar-Lehen zusätzlich zu erwirtschaften hat, mit denen der Banker gewohnt seine Lebensgrundlagen gewährleistet. Ein Nebenschauplatz.

Serge Menga’s Video aus einem der letzten Beiträge zeigt, dass die Flüchtlinge über die gleichen Grundkonditionierungen verfügen, wie der Europäer. Sie gehen nur leichtfertiger damit um.

Die Grundkonditionierung eines Volkes (welches sich auf natürliche Art durch Sprache und Kultur zum Ausdruck bringt) kann man an seiner staatlichen Organisationsform ablesen, die in der Regel eine Hierarchie ist – egal, wie die dann betitelt wird oder wie flach sie erscheint. Das wiederum zeigt, wie sehr auch der Rest der Welt „lenkbar“ ist und sich im Rahmen der alten Ordnung bewegt: das betrifft über 99%.

Da die Beziehung „Ich über dem Menschen“ wiederum kompensiert werden muss, bleiben nur noch andere, die es auf jede Art und Weise zu mehr oder weniger subtil „unterwerfen“ gilt.
Meist mit einem Lächeln beginnend und wenn der Untergebene mal nicht so „spurt“, dann muss man ihm schon die „Richtung zeigen“ oder gar gleich mit Androhung auf Tötung bei Weigerung.

In der Masse vorhandene (Erst)Programmierung (abgelegt im „Ich“ des Individuums) ist oder erzeugt „das System“.

Und zusammen mit anderen „Ichen“, ist das entstehende „Ganze“ ebenfalls mehr, als die Summe seiner Teile – der „Große Bruder“, der gefühlte Gruppenzwang.

Ein Staat mit seiner Grenze und seinem Namen ist nicht anderes, als der „Große Bruder“. Was die Staaten angelangt, war da ja mal was von Helmut Schmidt zu hören, dass ja alles bereits in Unternehmen umgewandelt worden ist.

Dies verbunden mit dem Hinweis, dass ein Unternehmen nur dann Sinn macht, wenn es auch Wertschöpfung betreibt und sich nicht nur von der Wertschöpfung anderer zu ernähren versucht.
Etwas, was ehemals staatliche Strukturen, Verwaltungen und Behörden, im Kern nun tun – früher halt mit geltenden Rechtsgrundlagen und heute ohne.

Es mag weiter darauf herumgedacht werden, wohin die neue Zeit geht. Wer darin weiter eine Versklavung sieht, der sollte mal seine Konditionierungen hinterfragen, die im Übrigen im „Ich“ abgelegt sind.

Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie durch Ihr „Ich“ beeinflusst werden, wie Sie reagieren sollen – egal ob nach alter oder neuer Ordnung. Mit einem Unterschied: Sie sind wieder Herr über sich selbst.

Die alte Ordnung können Sie so ganz bequem überall beobachten und sich nach ihren Denk- und Verhaltensmustern entsprechend verhalten.

Die neue Ordnung sehen Sie hingegen erst bei einem Infragestellungsprozess der alten Ordnung. Was Ihnen sicher nicht dabei hilft, ist ein „so tun, als ob“.

Wie reagieren Sie denn?
Das System (Sie wissen jetzt was das ist) in seiner „Erstausgabe“, äußert sich bei möglichen, anstehenden Veränderungen durch den Mechanismus der Verdrängung in vielfältiger Art und Weise. Verdrängung, um Veränderung verhindern zu wollen.

Der Einstieg ins Neue ist im Kern einfach. Am besten ist es, dass Sie spaßeshalber mal auf sich selbst achten, wenn Sie anderen für etwas die Schuld geben oder der und der ein „Arschloch“ oder sonst was sein soll. Das eine ist die Verdrängung und das andere eine Feindbildprojektion.

Die Erschaffung eines Feindes obliegt ebenfalls Ihrem „Ich“. Wie gesagt, sind Sie nicht „der Herr in Ihrem eigenen Hause“ und haben auch nichts zu sagen. Deshalb müssen Sie das im Außen kompensieren.
Beides sorgt für eine gut funktionierende Abgrenzung, nicht selten gefolgt von einem Konflikt.

Wenn Sie nun der Meinung sind, Sie seien bereits genug entwickelt, stimmt das in dem Sinne, dass Sie auf diese Weise als „gute Beobachtungsvorlage“ dienen, um „das System“ zu verstehen. Verärgert? Das kann ich gut verstehen.

„Wie kann man denn anders sehen? Das was geschieht, geschieht doch!“

Das stimmt. Es geht auch nicht darum, das Geschehe als ungeschehen zu beobachten, sondern seine Bedeutung, warum es geschieht. Wie gesagt: Die Entscheidung liegt zwischen „im System“ und „aus dem System herauswachsen“.

Solange gibt es auch keinen Frieden, nur die Entscheidung. Und das Wachsen danach dauert – je nach Lernbereitschaft. Ziehen Sie sich dabei nicht selbst über den Tisch. Das Einzige was hilft, ist das Vertrauen zum Leben selbst.

Sie gehören sozusagen zu den über 99% eines schon Jahrtausende überdauernden Systems. Das Außen spiegelt das wieder, was im Innen ist und das, was den Menschen ausmacht. Wer also ständig Stress hat, sollte an sich etwas ändern. Sie wissen ja jetzt, dass Sie ein „Ich“ haben.

Mir tut es nicht Leid, Sie in Ihrer Haltung enttäuschen zu wollen. Doch schließlich bleibt Ihnen ja noch die Möglichkeit, das Gelesene zu verdrängen. Viel Spaß dabei. Es ist bereits in Ihrem Kopf und wirkt. Die übliche Verdrängung führt so zu nicht brauchbaren Ergebnissen, die sich durch Neurosen und Psychosen zum Ausdruck bringen.

Also bleibt Ihnen nur die Tatsache diesen Blog und mich selbst zu verdrängen. Ein Automatismus, der grundsätzlich für das Vorhandensein von künstlichen Grenzen verantwortlich ist. Ich kann sie dahingehend nochmals beunruhigen: Sie haben es gelesen und es wirkt bereits.

Grenzen sind vom „Ich“ geschaffene Konstrukte, um sich gegen Veränderung zur Wehr zu setzen, damit es weiter an seiner es ihn selbst ausmachenden Programmierung festhalten kann.

Definieren sich Staaten nicht durch das ziehen unsichtbarer Grenzen? Seien Sie hiermit herzlich Willkommen in der alten Weltordnung.

Die vom Menschen gefühlte Angst ist die Verlustangst des „Ichs“ über sich selbst, wenn Veränderungen anstehen, denen es aus dem Wege zu gehen versucht.

Das „Ich“ interpretiert das Signal „Angst“ auch nicht im üblichen Sinne, als Herausforderung, sich entsprechende Informationen zur gegebenen Situation zu besorgen.  Jetzt mag mal wieder das berühmte „Tiger-Argument“ Einzug halten.

Wenn ich zum Fenster hinausblicke, kann ich keinen Tiger sehen und als gewöhnlicher Deutscher im Urwald ein Opfer zu werden, ist bereits durch andere „tierische Mittel“ möglich.
Die „Tiger-Nummer“ ist nur der übliche Versuch, durch entsprechend konstruierte Szenendramatik, eine Rechtfertigung zum Verbleib im Alten herbeizuführen.

Während der Widerstand im Netz weiter zunimmt (Okay, der basiert im Kern auch nur auf einem Verdrängungskonzept, was automatisch zu einer Gegenreaktion führt.), ermöglicht der Infragestellungsprozess eine grundlegend andere Vorgehensweise, die sich zunächst durch reine Systembetrachtung(!) zum Ausdruck bringt.

„Analyse“ ist dafür nicht der richtige Ausdruck, da bei dieser eine Zerlegung in Einzelteile stattfindet und die Zusammenhänge und Wechselwirkungen verloren gehen.

Durch die Infragestellung wird die grundsätzliche Existenz der Teilsysteme des Systems ins Auge gefasst und nicht seine Verfechter, sondern die nebenbei gleich mit. Der gewohnte Denker wird jetzt sagen, dann sind die aber nicht weg. Es geht um Ihr Denken, nicht, was die anderen denken.

Die Nummer bleibt zunächst eine rein mentale, bis sich immer mehr zusammenfinden, die genauso denken, wenn sie wirklich etwas ändern wollen. Zunehmend werden sich auch Veränderungen einstellen. Oder dachten Sie, dass Rom an einem Tag erbaut wurde?

Systemischer Wandel (Paradigmenwechsel), wie er gerade stattfindet, erfordert somit eine andere Vorgehensweise, als das simple Austauschen von Inhalten gegen andere Inhalte.

Solange das System nicht in Frage gestellt wird, wird sich auch nichts ändern!!! Das System ist auch nicht BRD, der man mit einer Entnazifizierung oder einem Menschengericht begegnet und damit habe sich die Aufgabe bereits erledigt.

Das System selbst ist eine abstrakte Entität, aus der sich die sinnlich wahrnehmbare Welt heraus entwickelt und sowohl in der Materie wie auch in der Form der geistigen Organisation (die Beziehung „Ich“ zum Menschen) in einer Wechselwirkung zum Ausdruck bringt.

So jetzt geht’s ins Bett. Es ist 2:20 Uhr.

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