Erst solide Basis schafft Freiraum für alternative Wege

http://tinyurl.com/655njv7 (Handelsblatt)

Sicher mag es sein, dass den konventionellen Stromanbietern sich ein Bild auftut, was ihnen nicht schmeckt, geht der Weg in Richtung „dezentrale Energieversorung“. Dezentral in dem Sinne, dass sich die über die Jahre gewachsenen Abhängigkeit neu ausrichten.

Das Gleiche geschieht, wie im Markt für Komunikation; nur in dem Sinne, dass der Kunde die Energie produziert, dies bei gleichzeitigem Überdenken seiner verbrauchenden Strukturen. Ein helles Wohnzimmer kann man heute bereits für 20 Watt mit Warmlicht-LEDS, statt üblicher 250 Watt beleuchten. Wobei der Verbrauch von Energie für Licht im Gesamtverbrauch gering ist.

Durch Techniken der Solarthermie lassen sich, nach Aussage der Experten mindestens 30% einsparen. Und wie wir ja wissen, macht Wärmeenergie ca. 80% (und mehr) aller Verbräuche aus, Experten sprechen sogar von mehr. In Kombination mit weiteren Technologien, verbessert sich der Effekt erheblich.

Solarenergie zur Stromerzeugung, ist nur ein bekanntes Beispiel sich in den Kreislauf der Natur einzuklinken. CO2 als „Verhinderungs-„Argument für die Produktion von Solarzellen und anderer Produkte zu verwenden, zeigt, wie sehr die Argumentsträger an  alten Zöpfen hängen.

Die Erhaltung liebgewonnener Strukturen steht bei allen Bemühungen im Vordergrund. Im Gegenzug die Schaffung neuer Strukturen, von denen, die die Zeichen der Zeit für Anpassung erkannt haben und diese Wege gehen. Jetzt könnte man meinen, dass wäre  das Feld, auf dem es zu kämpfen gilt. Piffedeckel.

Real betrachtet handelt es sich bei allen Bestrebungen um „Ausblühungen“ ökonomischer Unverträglichkeiten, die sich aus Überfrachtungen der mehrheitlich vorhandenen, Werte schaffenden Strukturen als Symptome bemerkbar machen. Überfrachtungen, die durch ein falsch verwendetes Prinzip entstanden sind: dem der Bedarfsdeckung.

Ein Problem dort lösen zu wollen, wo es auftritt, führte erst zu der Systemkomplexität, mit der wir es heute zu tun haben, und meinetwegen auch zum hohen Anstieg von CO2 führt. Somit wäre/ist CO2 auch nur ein Symptom einer überfrachteten Weltwirtschaft, die von zeitgemäßen Organisationstrukturen weit entfernt ist.

Denn Anpassung ist bisher immer mit dem gleichfalls konventionellen Weg der „Einsparung“ verbunden, als Reaktion ausbleibender Einnahmen bzw. aus dem Ruder laufender Kosten. Was muss sich also ändern, wenn zwischen Einnahmen und Ausgaben eine zu hohe Diskrepanz besteht? Die Struktur, die durch Einnahmen und Ausgaben aufrechterhalten werden soll. Sie bedarf einer zeitgemäßen Organisation. Von welcher Basis profitieren wir alle in der Regel? Von der Ökonomie.

Nebenbei: Wissen Sie welche Wärmeenergie Wasserdampf bindet? Jedenfalls mehr, als es CO2 vermag. Man solle sich auch den weltweiten Anstieg der Luftfeuchtigkeit und den damit verbundenen Prozess vor Augen führen.

Selbst der allgemeingültige Ausdruck „CO2“, bedarf eines Überdenkens. Denn CO2 ist nur ein Ergebnis. Ein Ergebnis zweier Prozesse. So muss man zum einen vom BIO-CO2-Prozess sprechen. Er hält die Entwicklung und Bindung natürlich entstehenden CO2, wie es bei der Atmung, beim Pflanzenwachstum und -verfall entsteht. Zum anderen, den ungeregelten FOSSIL-CO2-Prozess, der Langzeit gebundenes CO2 in der Biosphäre freisetzt, dem aber kein entsprechendes „Bindungspotential“ entgegensteht.

Zweiter existiert rein im Sinne ökonomischer Prinzipien: Energie zur Aufrechterhaltung bestehender bzw. wachsender Strukturen. Wobei Wachstum im Sinne aktuellen Handelns rein auf die Schaffung und Erhaltung von Strukturen durch Bedarfsdeckung begründet ist, basierend auf der Platzierung von Produkten, basierend auf natürlichen Ressourcen (die in einem begrenzten System immer knapper werden).

Der reine Fokus auf Wachstum zur Aufrechterhaltung der Strukturen zu legen, führt also zwangsläufig zu einer Systemübersensibilität und damit verbundener menschlicher Aktionismen und Unzulänglichkeiten, bei gleichzeitig immer unscheinbarer „Systemeinflussfaktoren“, die die Gesamtfunktion jeder Zeit in Frage stellen können.

Als dies geschieht, weil von der Mehrheit nicht gelernt wurde in dynamisch vernetzten Beziehungsmustern und wechselseitigen Abhängigkeiten zu denken und zu handeln.

Das Schubäus Modell liefert diese Grundprinzipien zum schrittweisen Umdenken im Umgang und Neugestaltung der ökonomischen Strukturen im Sinne dynamisch vernetzter Beziehungsmuster. Doch der Weg ist steinig und hart.

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