Filmtipp: „Experimenter“

Den Film über das „Milgram-Experiment“ aus dem Jahre 2015 gibt es nun auch in deutscher Synchronisation. Es lohnt sich den Film anzuschauen, um die Themen „Gehorsam“, „Autorität“, „Verantwortung“, „Vorgesetzte und Untergebene“.

Dadurch lässt sich nicht nur die Natur der Konditionierungen der „Erfüllungsgehilfen ihrer Dienstherren“ besser verstehen, sondern sie geben einen grundsätzlichen und tiefen Einblick in gesellschaftliche Verhaltensmuster, über die es sich insgesamt nachzudenken lohnt.

Denn sie bilden die wesentlichen Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Was wir aktuell unter der „öffentlichen Ordnung“ verstehen, beruht auf den Konditionierungen freiwilliger oder erzwungener Unterwerfung gegenüber Autoritäten und umgekehrt.

Der Kernmechanismus – wie bereits oft beschrieben – ist die gesellschaftlich tolerierte, einseitige Ausprägung der Vernunft (Unvernunft – das klassische Ego im Empfangen, Haben, Wollen, Kriegen.), mit Auswirkungen auf die Art der Methoden (Belohnung, Bestrafung) und Werkzeuge (Exekutive, Recht- und Geldsystem) innerhalb des Systems und damit verbundenem, artgerechten Verhalten.

Es ist notwendig dies zu verstehen, um bereits im Ansatz zu erkennen, ob es sich in die „richtige“ Richtung bewegt oder auch nicht.

Man sieht, dass die alte Ordnung und ihre Prinzipien eine besondere Grundlage bilden um vergleichend wahrnehmen zu können. Wahrnehmung ist ein Vergleichsprozess, um Veränderungen zu initiieren, bzw. darauf durch Anpassung reagieren zu können – vereinfacht ausgedrückt.

„Das Leben kann nur in der Rückschau verstanden werden, muss aber in der Vorschau gelebt werden.“ Experimenter

„Man könnte sagen, wir sind Marionetten. Aber ich glaube, wir sind Marionetten mit Wahrnehmungsvermögen – mit einem Bewusstsein. Manchmal können wir die Fäden sehen – und vielleicht ist dieses Bewusstsein der erste Schritt zu unserer Befreiung.“ Stanley Milgram, Experimenter

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