Ich, äh…

„Wir haben gewonnen. Die Menschen interessieren sich nicht mehr für ihre Bürgerrechte, nur noch für ihren Lebensstandard. Die moderne Welt hat Ideen, wie die Freiheit, hinter sich gelassen. Es genügt ihnen zu gehorchen.“
„Die Gefahr bleibt bestehen, solange der freie Wille existiert. Jahrhunderte lang haben wir versucht durch Religion, Politik und heute durch Konsumdenken Widerspruch auszulöschen. Hat nicht auch die Wissenschaft eine Chance verdient?“
Dialog aus dem Film „Assassin’s Creed“, 2016

Wenn man erkennt, dass sich das ganze Brimborium stets nur um die fortgeführte Betreuung des Menschen dreht und auf seinem Verbleib in der selbiger bezieht. Gleichzeitig verbleibt ihm die Möglichkeit, seinen Verstand zu benutzen.

Freiheit ist dabei keine Eigenschaft, die per Dekret „von oben“ staatlich beschlossen und dann per Gesetz oder „auf Anordnung“ über ein Volk – besser: den Menschen „gestülpt“ wird. Gleiches gilt für den „Frieden“.

„Volk, Folk, folg?“

Es bedarf also um einiges mehr, als sich innerhalb der gewohnten „geistigen Umgebung“ zu bewegen. Währenddessen macht es Sinn, sich nachfolgende Zitate aus dem Film „Revolver“ (2005) einmal näher anzuschauen, der sich zunächst als „Gangsterfilm“ präsentiert:

Zu Beginn des Films:

„Den ärgsten Feind findet man dort, wo man ihn zuletzt erwartet.“ Julius Cäsar, 75. v. Chr.

„Man wird nur schlauer, wenn man gegen schlauere Gegner spielt.“ Grundlagen des Schachs, 1883

„Erste Regel des Gewerbes: Beschütze deine Anlage.“ Etikette des Bankers, 1775

„Kriege können nicht verhindert werden; man kann sie lediglich zum Vorteil anderer hinauszögern.“ Niccoló Machiavelli, 1502

Im Abspann des Films:

„Das „Ich“ ist der beste Betrüger, den man sich vorstellen kann. Weil man es nicht sieht.“ Dr. Yoav Dattilo, Ph. D.

„Und der größte Betrug ist: „Ich bin du!“ Dr. Steven C. Hayes, Ph. D.

„Das Problem ist, dass sich das „Ich“ dort versteckt, wo man es zuletzt erwartet. Nämlich in sich selbst.“ Dr. Peter Fonagy,  Ph. D., FBA

„Es verkauft seine Gedanken als die Ihren. Seine Gefühle als dir Ihren. Sie halten es für sich!“ Leonard Jacobson

„Menschen verteidigen notwendigerweise ihr eigenes „ich“. Wir nennen das: „ohne Grenzen“. Sie werden lügen, betrügen, stehlen, morden. Sie werden alles tun, was notwendig ist, um das aufrechtzuerhalten, was wir „die Grenzen des Ichs“ nennen.“ Andrew Samuels, Ph. D.

„Die Leute haben keine Ahnung, dass sie im Gefängnis sitzen. Sie wissen nicht, dass es ein „Ich“ gibt. Sie kennen den Unterschied nicht.“ Leonard Jacobson

„Der Verstand versteht nur schwer, dass es noch etwas gibt, das hinter ihm steht. Etwas von größerem Wert und von größerer Macht, Wahrheit zu verleugnen, als er selbst.“ Dr. David Hawkins, M.D., Ph. D.

„In Religionen ist das „Ich“ in der Figur des Teufels manifestiert. Natürlich realisiert niemand, wie klug das „Ich“ ist, denn es erschuf den Teufel, und man kann jemand anders die Schuld geben.“ Dr. Deepak Chopra, M. D.

„Durch das Erfinden eines äußeren Feindes erschaffen wir uns gewöhnlich reale Feinde. Und das wird dann zu einer realen Gefahr für das „Ich“, obwohl es auch dessen Schöpfung ist.“ Dr. Peter Fonagy, PH.D., FBA

„Etwas wie einen äußeren Feind“ gibt es nicht. Egal, was die Stimme in ihrem Kopf Ihnen sagt. Alle Feindbilder, die wir haben, sind nur  Projektionen des „Ichs“, als der Feind selbst.“ Dr. Deepak Chopra, M. D.

„Daran erkennen wir, dass all unsere Feinde unsere eigene Erfindung sind.“ Dr. Peter Fonagy, Ph. D., FBA

„Ihr größter Feind, ist Ihr eigenes Selbstbild. Ihr „Ich“. Dr. Obadiah S. Harris, Ph.D.

Ich denke, damit ist alles gesagt, worum es im Kern geht. Denn das „Ich“ schuf sich auch jene Welt, wie wir sie kennen – basierend auf Verhalten, Konditionierungen und Konventionen, mit all ihren Methoden und Werkzeugen, der Bildung, dem Rechts- und dem Geldsystem sowie der Politik usw.

Es täuscht, indem es versucht seine Unvernunft als „Vernunft“ verkaufen zu wollen.

Wenn der Teufel also „im Detail steckt“, dann handelt es sich in der Regel um einen kontrollierten Engpass. Er besetzt und behindert den natürlichen Fluss, um sich selbst am Leben zu halten. Irgendwann ist die Anzahl der „Besetzungen“ so groß, dass der Fluss stockt und dann ist Sense.

„Die Menschen sind noch gut. Wir kämpfen, wir töten, wir hintergehen einander. Aber wir können uns ändern. Wir können es besser machen. Das werden wir, das müssen wir.“ Bruce Wayne, Batman vs. Superman: Dawn of Justice

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